Schicksalhafte Begegnung: Der Knabe Eragon geht ein magisches Bündnis mit einem Drachen ein. Schon wenig später muss er ein ganzes Land retten.
Hilfsbereit: Während die Anwohner fleißig das Feuer löschen, halten wir ihnen den Rücken frei. (Xbox360)
Hollywood im Fantasy-Fieber: Immer mehr Abenteuer-Schmöker werden derzeit verfilmt -- mit großem Erfolg. Mammutwerke wie "Die Chroniken von Narnia" oder "Der Herr der Ringe" erobern die Charts im Sturm. An Nachschub herrscht kein Mangel. Derzeit wird Christopher Paolinis Dreiteiler "Eragon" verfilmt. Der erste Streifen mit dem Untertitel "Das Vermächtnis der Drachenreiter" startet bereits am 12. Dezember in den Kinos. Gute vier Wochen zuvor veröffentlicht Vivendi das Videospiel zum Fantasy-Epos. Die Testversionen haben wir bereits jetzt auf Herz und Nieren geprüft.
Ausflug ins Fantasy-land
Brandgefährlich: Dieser gemeine Widersacher hat soeben Eragons effektiven Feuerzauber zu spüren bekommen. Den anderen Unhold stürzen wir einfach in den Abgrund. (PC)
Das Abenteuer entführt uns ins mittelalterliche Land Alagaësia. Wir steuern Eragon, einen 15-jährigen Jungen. Dieser findet bei der Jagd einen glühenden Edelstein, nimmt ihn neugierig mit nach Hause und erlebt daraufhin Unvorstellbares: Das vermeintliche Juwel entpuppt sich als Drachen-Ei. Vor Eragons Augen bricht die Schale auf und die graue Drachendame Saphira schlüpft heraus. Schon kurze Zeit später gehen die beiden ein magisches Bündnis ein: Unser Held kann fortan allein durch die Kraft seiner Gedanken mit dem Drachen kommunizieren und erlangt übersinnliche Kräfte. Nach eben dieser Macht strebt auch der tyrannische König Galbatorix -- mit allen Mitteln. Als er Wind bekommt von Eragons Fund, sind die Folgen verheerend: Mitten in der Nacht fallen erbarmungslose Truppen im Heimatdorf Eragons ein, um ihn mitsamt seinem Drachen ausfindig zu machen. Ab sofort ist das Geschick des Spielers gefragt. Zusammen mit Brom -- einem alten Haudegen, der erstaunlich viel über Magie und Drachen zu wissen scheint -- kämpfen wir gegen anstürmende Soldaten. Doch nach verhältnismäßig einfach auszuführenden Schwertkombinationen und Würgegriffen sind die Unholde bald Geschichte. Als richtig effektiv erweist sich auch unser Bogen. Mit sei ner Hilfe erledigen wir unaufmerksame Wachen leise und ohne ihre Kameraden aufzuschrecken.
Wie von Zauberhand...
Gefangen: Mit unserer Zauberkraft lösen wir verhexte Ranken, die unseren Drachen am Boden halten. (Xbox360)
Bereits im zweiten Level -- während wir uns von einem über Wasser gebauten Pfahlhaus zum nächsten vorkämpfen -- lässt Eragon seine magischen Kräfte spielen. Jedes Objekt mit einem flammenden Symbol kann er mit reiner Gedankenkraft manipulieren. So schleudert er Speere auf die Widersacher oder lässt aus herumliegenden Brettern eine Brücke entstehen. Mit solchen Fähigkeiten ausgestattet, tritt er auch im nächsten Level an. Hier halten wir der Feuer löschenden Bevölkerung den Rücken frei. Ähnliche Aufgaben bestimmen den weiteren Spielverlauf. Mal schleichen wir uns durch eine Festung der Feinde, mal befreien wir unseren Drachen, der von verzauberten Ranken festgehalten wird. Wer hier auf das ein oder andere Rätsel hofft, wird enttäuscht. "Eragon" ist ein reines Action-Spiel. Spektakulärer sind die Ritte auf dem Rücken unserer geschuppten Freundin. Mehr dazu lesen Sie im Kasten.
Unschlagbar: Ist der Team-Balken unserer beiden Helden gefüllt, glühen die Schwerter auf Knopfdruck.Sie richten dann mehr Schaden an. (Xbox360)
Richtig bekannt wurden die Stormfront Studios mit ihren beeindruckenden Werken "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" und "Demon Stone". Mit "Eragon" legen sie die grafische Messlatte noch ein wenig höher. Bereits das erste Level sieht mit den detaillierten Wäldern und den im Wind wogenden Wiesen beeindruckend aus. Doch selbst kargen Gebieten, wie etwa einem zerklüfteten Tal in den Bergen, hauchen die Programmierer mit fast schon plastischen Felstexturen und einer atemberaubenden Abendsonne Leben ein. Gekrönt wird diese technische Meisterleistung von einem gelungenen Coop-Modus. Ein zweiter Spieler kann nämlich jederzeit einsteigen.
