Verschwörung gegen Activision? Geheime E-Mail von EA aufgetaucht
Hat Electronic Arts die Veröffentlichung des Modern Warfare 2-Mappacks sabotiert?
Das Hick-Hack zwischen Activision und Electronic Arts geht in eine neue Runde. Beim Streit zwischen den beiden Branchenriesen geht es um keine Kleinigkeit, sondern um einen der rentabelsten Shooter der vergangenen Jahre, nämlich Call of Duty: Modern Warfare 2. Der bekanntlich von Infinity Ward produzierte Shooter wurde laut Vorwürfen von Activision durch Electronic Arts sabotiert, indem das Konkurrenzunternehmen unter anderem die beiden ehemaligen Infinity Ward-Chefs Jason West und Vince Zampella versucht hat abzuwerben. Auch auf anderen Wegen soll EA versucht haben, Activision Stöcke zwischen die Beine zu werfen. Dass dies keine vollkommen substanzlose Behauptung ist, versucht Activision seit längerem zu beweisen. Eine jüngst geheime E-Mail von EA wirft ein neues Licht auf die Angelegenheit.
Der US-Webseite gamasutra.com liegen Gerichtsakten zu diesem Fall vor, die besagte geschäftliche E-Mail von Lincoln Hershberger, Senior Director of Global Marketing bei Electronic Arts, enthält. In selbiger schreibt er an Sean Decker, General Manager EA L.A., Jeff Karp, Senior Vice President of Marketing, Patrick Soderlund, Senior Vice President EA Europe, Frank Gibeau, Label-President EA Games und Karl-Magnuss Troedsson, Executure Producer bei DICE folgende Sätze: "Vor ein paar Monaten hab ich Vince gefragt, ob er das erste Mappack nicht zurückhalten könne, bis wir gestartet sind – er schuldete mir etwas. Und da sie bereits eine Milliarde gemacht haben, sah er das ziemlich locker. Es scheint jedoch, als werte Kotick (Anm. d. Red.: Robert Kotick, Geschäftsführer von Activision) das als Angriff."
Die E-Mail ging einen Tag nach dem Rauswurf von West und Zampella herum und Hershberger bezog sich darin auf die Veröffentlichung von Battlefield: Bad Company 2. Letztlich lagen übrigens wirklich vier Wochen zwischen dem Release von Bad Company 2 und der Veröffentlichung des Stimulus Mappacks für Call of Duty: Modern Warfare 2. In einer ersten Stellungnahme seitens Electronic Arts taten die Beschuldigten die Mail als Scherz ab. Activision hingegen beschuldigt die Beteiligten einer großangelegten Verschwörung.
EA habe versucht, den Umstand auch den Activision-Anwälten klar zu machen. Diese hätten allerdings nur wenig Sinn für Humor gehabt, wird EA-Sprecher Jeff Brown von gamasutra.com zitiert. "Das war ganz offensichtlich Sarkasmus. Aus der Mail geht klar hervor, dass es sich um einen Witz gehandelt hat und sie nie miteinander gesprochen haben", so Brown weiter. Das Gericht sieht das offensichlich anders. Neben West und Zampella wurde nun auch Electronic Arts als weiterer Beklagter zugelassen. Die Originalmeldung zum Streit EA vs. Activision findet ihr auf gamasutra.com.
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Es bleibt spannend doch Cynamite hält sie auf dem Laufenden
Ich bin auch schon sehr gespannt drauf, wie das ganze weitergehen wird.
Ich finds jedenfalls sehr amüsant.:hoch:
Da kann ich nur zustimmen. Unglaublich, wie unprofessionell und peinlich da um sich gehauen wird.