Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Electronic Arts: "Es geht nur ums Geld" - Maxis-Mitarbeiter packt aus

    Electronic Arts: "Es geht nur ums Geld" - Maxis-Mitarbeiter packt aus. (2) Quelle: EA

    Nach dem Ende für Maxis Emeryville hat sich auf Reddit ein ehemaliger Mitarbeiter des Studios zu Wort gemeldet und ein paar Details über die Arbeitsweise von Electronic Arts verraten. So habe der Publisher ein sehr unflexibles System, wenn es um die Entwicklung von Spielen geht. EA sei ein großes Schiff, das nur sehr schwer zu Richtungsänderungen zu bewegen sei.

    Unter Sim City- und Die Sims-Fans sorgte die gestern bekannt gewordene Schließung von Maxis Emeryville durch Electronic Arts für heftige Diskussionen. So auch auf dem bekannten Portal reddit, wo sich neben zahlreichen Fans auch der Maxis-Mitarbeiter mit dem Username vertexnormal zu Wort meldete. In einem ausführlichen Posting beschreibt der Entwickler die Zustände bei Maxis beziehungsweise EA und gibt dabei auch Einblicke in die Arbeitsweise des Publishers. "Geld. Es geht nur ums Geld. EA als Unternehmen teilt unseren Sinn für Verpflichtungen aus Sentimentalität nicht. Daher auch die heutige Ankündigung", beginnt er seine Stellungnahme mit deutlicher Kritik.

    Die Probleme von Maxis starteten nach Angaben des Entwicklers bereits zu Zeiten von Sim City 4 und dem ersten Die Sims. So blieb die Erweiterung Rush Hour für Sim City 4 wirtschaftlich deutlich hinter den Erwartungen zurück. Im Gegenzug lief Die Sims wie eine Gelddruckmaschine und konnte das 16fache der Investitionssumme wieder einspielen. In der Folge wurde Sim City weniger Priorität eingeräumt, damit Maxis mit Hochdruck an Die Sims 2 arbeiten konnte. Für neue Spiele gäbe es bei EA ein sogenanntes Greenlight-Verfahren. Zunächst würden einige talentierte und erfahrende Designer mit wenig Kapitaleinsatz einen Rahmen für ein Spiel abstecken. Dabei entstehen sehr einfache Prototypen, um die Funktionalität des Konzeptes unter Beweis zu stellen.

    Zusammen mit Konzeptzeichnungen werden die erarbeiteten Ideen dann Electronic Arts vorgestellt. Danach wird mehr Geld und Arbeitskraft freigegeben, um die Vorproduktion zu starten, in der Gameplay, Engine und der künstlerische Stil ausgearbeitet werden. Diese Phase der Entwicklung könne von mehreren Monaten bis zu mehreren Jahren dauern. Irgendwann geht das Produkt dann in die eigentliche Produktion. Zu diesem Zeitpunkt steht fest "was du machst, wie du es machst, wie es verkauft wird und wie die Zahlen sind, um das alles zu stützen", erklärt der Maxis-Mitarbeiter. Von diesem Moment an werden demnach auch keine Änderungen mehr vorgenommen.

    "Sobald 'Online-Only' feststand, gab es keinen Weg mehr, das zu ändern. Die Leute kritisierten, dass die Städte zu klein sind, aber es gab keinen Weg mehr das zu ändern, ohne die Kalkulation und Vorhersagen zu kompromitieren, die an die Verantwortlichen bei EA übermittelt wurden. In diesem Stadium kann nicht mit EA verhandelt werden, du kannst ihre Absichten nicht ändern, du musst wirklich hart kämpfen um Termine zu ändern und so weiter", erklärt der Entwickler ein sehr starres System bei Electronic Arts. Er fügt aber auch hinzu, dass diese Details selbst den Entwicklern nicht bekannt sind und er einiges nur vermuten kann. Er mache EA diesen Prozess auch nicht zum Vorwurf. Er diene dazu die Risiken zu minimieren und funktioniere bisher recht gut.

    "EA ist ein sehr großes Schiff, es benötigt eine Menge Energie und Zeit ihm eine Richtungsänderung zu verpassen. Dieser lange Prozess steuert das Schiff und sorgt für Berechenbarkeit. Kleinere Unternehmen sind in der Lage sich viel schneller anzupassen, verfügen aber nicht über die Ressourcen und Fähigkeiten von EA, um langfristig zu arbeiten. All diese Dinge passieren aus Notwendigkeit und alles dreht sich am Ende um das Geld", beschreibt der Entwickler den Publisher. Trotz dieser unflexiblen Prozesse und der Schließung von Maxis behält er seine Zeit bei EA aber in guter Erinnerung: "EA ist tatsächlich ein großartiger Platz zum Arbeiten heutzutage".

    In der Vergangenheit habe es einige Probleme bei Electronic Arts gegeben, aber vieles davon habe sich stark gewandelt. So sei es das Ziel des Publishers Entlassungen so gering wie möglich zu halten und Talente zu behalten. Der Entwickler berichtet auch davon, dass er seit einem Jahrzehnt nicht mehr an mehreren Wochenenden in Folge arbeiten musste, wie es bei vielen Studios in der heißen Phase der Entwicklung üblich sei. "EA hat ein wirklich gutes Paket an Sozialleistungen, konkurrenzfähige Bezahlung und ein starkes Gespür für eine fortschrittliche öffentliche Verantwortung. Maxis, im Speziellen die Sims-Seite hat vermutlich den höchsten Grad bei den Gleichberechtigung der Geschlechter in der gesamten Industrie", beschreibt der Entwickler die guten Arbeitsbedingungen bei Electronic Arts.

    Quelle: Reddit

    01:57
    Sim City: Städte der Zukunft im Launch-Trailer
  • Es gibt 5 Kommentare zum Artikel
    Von Heckinator
    EA ist in Sachen Monetenmache aber auch ein Extrem. Die Pixel kannste da bald einzeln kaufen bis das Spiel komplett ist.
    Von AlterGamer
    Echt ein Skandal, dass es in der Marktwirtschaft nur um Geld geht.:rolleyes: Willkommen in der Realität. So etwas ist…
    Von Phuindrad
    Danke, ich hätte nie gedacht das es hier um Geld ging. Ich dachte immer EA wolle der Menschheit Licht und Liebe…
    • Es gibt 5 Kommentare zum Artikel

      • Von Heckinator
        EA ist in Sachen Monetenmache aber auch ein Extrem. Die Pixel kannste da bald einzeln kaufen bis das Spiel komplett ist.
      • Von AlterGamer
        Echt ein Skandal, dass es in der Marktwirtschaft nur um Geld geht.:rolleyes: Willkommen in der Realität.
        So etwas ist natürlich für Künstler immer schwer, aber es ist mittlerweile eine Gamingindustrie.
      • Von Phuindrad
        Danke, ich hätte nie gedacht das es hier um Geld ging. Ich dachte immer EA wolle der Menschheit Licht und Liebe bringen. So kann man sich irren...
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1152713
Electronic Arts
"Es geht nur ums Geld" - Maxis-Mitarbeiter packt aus
Nach dem Ende für Maxis Emeryville hat sich auf Reddit ein ehemaliger Mitarbeiter des Studios zu Wort gemeldet und ein paar Details über die Arbeitsweise von Electronic Arts verraten. So habe der Publisher ein sehr unflexibles System, wenn es um die Entwicklung von Spielen geht. EA sei ein großes Schiff, das nur sehr schwer zu Richtungsänderungen zu bewegen sei.
http://www.gamesaktuell.de/Electronic-Arts-Firma-15412/News/Es-geht-nur-ums-Geld-Maxis-Mitarbeiter-packt-aus-1152713/
06.03.2015
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2008/07/maxis_logo_b2teaser_169.jpg
ea electronic arts,maxis
news