Games World
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
  • Dungeon Siege 2

    Eine riesige Spielwelt, eine epische Story und ein umkompliziertes Spielprinzip: Obwohl man echte Neuerungen mit der Lupe suchen muss, macht das actionreiche Fantasy-Metzeln nach wie vor jede Menge Spass.

    Es ist schon ein Kreuz mit den Bewohnern einer Fantasy-Welt: Statt sich in friedlicher Eintracht an den wunderschönen, industriefreien Welten zu erfreuen und Magie höchstens für Kartentricks einzusetzen, haut man sich lieber die Streitäxte und Blitzschläge um die Ohren, dass es nur so scheppert. Bestimmte Zeitgenossen wie der finstere Valdis fordern es aber auch heraus: Der übergeschnappte Herrscher der blutgierigen Morden-Armee hält sich für den Erben des schon lange vergessenen Düster-Gottes Zaramoth und ist nur ein paar Artefakte davon entfernt, das Land Aranna endgültig in Blut zu tauchen. Die friedlichen Völker finden's doof, uns freut's: Da können wir es nach alter Väter Sitte mal wieder so richtig krachen lassen.

    Was hätten's denn gern?

    Bevor wir uns Valdis stellen können, müssen wir aber erst einen starken Charakter heranzüchten. Zur Wahl stehen Menschen, Elfen, Dryaden und Halbriesen, die über unterschiedliche Boni und Stärken verfügen. Die kräftigen Halbriesen etwa haben einen Tapferkeitsbonus, während die magiebegabten Elfen ihr Mana fünf Prozent schneller regenerieren. Schnell noch ein wenig an Aussehen und Geschlecht gefeilt, und unser Held ist einsatzbereit. Im Unterschied zu anderen Rollenspielen entfällt die Wahl einer Charakterklasse. Ganz wie im Vorgänger entscheiden Sie mit Ihrer Spielweise und der Verteilung von Skillpunkten, welche der vier Grundrichtungen Nahkampf, Fernkampf, Natur- oder Kampfmagie Ihr persönliches Steckenpferd wird.

    Let's have a Party

    In Dungeon Siege 2 sind Sie schon bald auf Mitstreiter angewiesen, um gegen die Monsterhorden eine Chance zu haben. Bei Ihren Streifzügen durch Aranna finden Sie zahlreiche NPCs, die sich Ihnen gerne anschließen. Anfangs dürfen Sie genau einen Kollegen rekrutieren, für jeden weiteren freien Slot in Ihrer Party müssen Sie bei den örtlichen Kneipenwirten Gold lassen. Insgesamt können Sie Ihre Truppe auf bis zu sechs Helden aufstocken, die natürlich jederzeit austauschbar sind. Schon bald haben Sie eine ordentliche Mischung aus Kämpfern und Magiern beisammen, die Ihnen die Monsterhatz erheblich erleichtert.

    Ihre Charaktere sammeln in bekannter Manier mit jedem erlegten Gegner und jeder gewonnen Quest Erfahrungspunkte. Greift Ihr Recke häufig zu Schwert und Streitaxt, steigen die Werte für Stärke und Nahkampf. Setzen Sie eher auf Heilung und das Herbeibeschwören von Hilfsgeistern, sind Sie schon bald ein Ass in punkto Intelligenz und Naturmagie.

    Der Nachteil einer großen Party: Gewonne Erfahrungspunkte werden unter den Charakteren aufgeteilt. Daher steigen Sie langsamer auf, als wenn Sie nur mit wenigen Kämpfern zu Felde ziehen.

    Wieder was dazugelernt

    Sobald Ihre Party-Mitglieder genügend Erfahrung gesammelt haben, erklimmen Sie die nächst höhere Stufe. Jetzt stehen Ihnen eine Handvoll Skillpunkte zur Verfügung, mit denen Sie Ihren Charakter weiter spezialisieren können. Das Spiel gibt Ihnen von Anfang an den Tipp, auf nur eine Kategorie zu setzen. Einem Fernkämpfer sollten Sie also möglichst viele Punkte auf Fernkampf-Fähigkeiten spendieren. Ein Möchtegern-Allrounder endet in Aranna ziemlich schnell als Monster-Mahlzeit. Die Skillpunkte entscheiden auch darüber, welche Gegenstände Sie verwenden können. Ein Magier kann mit einem erbeuteten starken Bogen nichts anfangen, und ein Nahkämpfer nichts mit einer mächtigen Zauberschriftrolle. Erst, wenn der Charakter eine bestimmte Stufe erreicht und die Talentpunkte entsprechend verteilt hat, ist die Waffe einsatzfähig.

    Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es diesmal einen echten Skillbaum. Beispiel: Nahkämpfer, die den »Eifer«-Skill (bringt drei Prozent mehr Geschwindigkeit beim Zuschlagen) erlernen wollen, müssen vorher die Talente »Zwei Waffen« und »Kritischer Schlag« beherrschen, zudem müssen sie einen bestimmten Level im Nahkampf erreicht haben. Für ganz starke Skills sind zum Teil auch rudimentäre Kenntnisse in einer zweiten Klasse erforderlich. Zusätzlich gibt es für jede Klasse noch besonders heftige Spezialfähigkeiten, die nach Gebrauch einige Minuten lang aufladen müssen.

    Altbekanntes Spielprinzip

    Dungeon Siege 2 spielt sich größtenteils wie die anderen Vertreter der Action-Rollenspiele. Kenner des Genres kommen sofort mit der Steuerung zurecht. Per Linksklick dirigieren Sie Ihre Party durch die Spielwelt, die rechte Maustaste dient als Angriffs- und Interaktionsauslöser. Die Kamera drehen Sie wahlweise mit der Maus oder mit der Tastatur. Mit dem Mausrad zoomen Sie das Geschehen stufenlos heran oder rücken es weg. Das ist auch bitter nötig, denn gerade in engen Verliesen oder Höhlen kann es bei vielen Gegnern schon mal unübersichtlich werden.

    Wie gut, dass Sie das Spiel mit der Leertaste jederzeit pausieren können. Ähnlich wie in Baldur's Gate 2 oder anderen Rollenspielen dürfen Sie Ihren Party-Mitgliedern währenddessen Befehle geben und sogar Items und Rüstungen austauschen. Viele Kämpfe sind dadurch problemlos lösbar, da Sie auf jede Kampfsituation reagieren können. Im Test fiel uns außerdem auf, dass die altbekannte Taktik, kleinere Gruppen von großen Gegneransammlungen wegzulocken, nach wie vor hervorragend funktioniert. Während die Feinde auf unsere Gruppe zustolpern, werden sie bereits mit Fernwaffen und Zaubern attackiert. Bis sie ankommen, sind sie schon stark geschwächt und zwei, drei Axthiebe später Geschichte. Taktisch sonderlich tief ist das nicht gerade.

    Im Gleichschritt, Marsch!

    Die Anzahl der möglichen Formationen Ihrer Party wurde im Vergleich zum Vorgänger gesundgeschrumpft. Während es im ersten Dungeon Siege gleich sechs verschiedene Formationen gab, sind im Nachfolger nur noch zwei so genannte Anordnungen enthalten. Bei der ersten Variante imitieren Ihre Partymitglieder die Aktion des gerade aktiven Anführers. Bei der zweiten Anordnung agieren sie selbständig. Im Test war uns die erste Version allerdings deutlich lieber, da wir so konzentrierter attackieren konnten. Nur bei schwächeren Gegnern verließen wir uns von Zeit zu Zeit auf die KI. Sollten sich die Kämpfer zu weit voneinander entfernen, können wir sie per Hotkey zurückholen. Das gilt allerdings nicht für den Fall, wenn ein Partymitglied an einem Objekt hängenbleibt und wir mit der restlichen Gruppe ein anderes Gebiet betreten. Dann müssen wir den verloren gegangen Kameraden umständlich zur Gruppe zurückführen. Glücklicherweise sind solche KI-Patzer eher die Ausnahme als die Regel.

    Die nützlichen Komfortfunktionen wurden eins zu eins aus dem Vorgänger übernommen. Mit einem Druck auf H kippen Sie einen Heiltrank, M beschert frisches Mana, und V blendet sämtliche Inventare gleichzeitig ein, die sogar auf Knopfdruck sortiert werden. Sehr praktisch: Nachdem Sie eine Gegnergruppe zu Kleinholz verarbeitet haben, genügt ein Druck auf Z, und Ihre Helden sacken alle fallen gelassenen Schätze und Gegenstände in Sichtweite ein. Tastatur-Verächter können das Spiel aber komplett mit der Maus steuern; sämtliche Funktionen sind auch klickbar.

    Sehr gut gefallen hat uns das ins Spiel integrierte Handbuch. Nach und nach wird es mit sämtlichen Informationen aufgefüllt, die zum Spielen notwendig sind. Zusätzlich dabei ist eine Liste aller Monster, auf die Sie im Spiel treffen.

    Die Aranner Stadtmusikanten

    Schon bald platzt Ihr Inventar aus allen Nähten. Das Item-System erinnert stark an Diablo: Es gibt normale, seltene, magische, rare und einzigartige Waffen. Mit Hilfe bestimmter Reagenzien, die Sie in der Spielwelt finden, können Sie gut erhaltene normale Waffen magisch aufwerten. Freilich müssen Sie dafür bei einer Magierhändlerin reichlich Gold lassen. Apropos Gold: Bald können Sie sich den bereits aus dem Vorgänger bekannten Esel leisten, der diesmal sogar beim Kampf ordentlich draufhaut. Das Langohr belegt aber einen ganzen Platz in Ihrer Gruppe. Es gibt noch weitere käuflich zu erwerbende Tiere (Pets), die mit der Zeit neue Fähigkeiten dazulernen.

    Daneben können Naturmagier auch tatkräftige Unterstützung in Form magischer Geschöpfe herbeibeschwören. Im Gegensatz zu den pelzigen Pet-Kollegen besitzen die kein Inventar, belegen im Gegenzug aber auch keinen der teuren Party-Slots.

    Auftrag ausgeführt

    Das Spiel gliedert sich in drei Akte, die jeweils mehrere Unterkapitel enthalten. Ein Kapitel stellt eine Hauptquest dar. Zusätzlich haben die Bewohner von Aranna mehrere Subquests für Sie, die Sie auf Wunsch auch ignorieren können. Dann lassen Sie sich aber wichtige Erfahrungspunkte und Gegenstände durch die Lappen gehen. Questgeber erkennen Sie an dem genretypischen Fragezeichen über dem Kopf. In einem übersichtlichen Questlog sind sämtliche Fortschritte festgehalten, so dass Sie immer wissen, was noch zu tun ist.

    Und diesmal mit ... Story!

    In Dungeon Siege 1 war die Story eher schnödes Beiwerk und wurde dementsprechend trocken präsentiert. Das sieht im zweiten Teil ganz anders aus. Chris Taylor & Co. erzählen ihre Version der uralten Geschichte über den Kampf zwischen Gut und Böse, die sich während des Spiels in epischer Breite entfaltet. Der Handlungsbogen wird in Zwischensequenzen weitergesponnen. Die finden teils gerendert, teils direkt in der Spielgrafik statt. Für zusätzliche Atmosphäre sorgen der kinoreife Soundtrack und nette Details wie überraschende Gespräche zwischen den Mitgliedern Ihrer Party oder Wettereffekte.

    Grafisch erfindet Gas Powered Games das Rad nicht neu. Die Fantasy-Welt ist zwar hübsch gezeichnet und detailliert umgesetzt, Ahs und Ohs bleiben aber aus. Mit kommenden Schwergewichten wie Spellforce 2 kann man zu keinem Zeitpunkt mithalten. Daher wirkt Dungeon Siege 2 auf den ersten Blick wie eine höher aufgelöste Version des ersten Teils.

    Gemeinsam kämpft sich's doppelt schön

    Zum Schluss ein paar Worte zum Multiplayer-Modus: Per Internet oder LAN können Sie das Spiel im Kooperationsmodus gemeinsam durchspielen. Während im Vorgänger nur der Einsatz eines Einzelhelden möglich war, können Sie hier mit bis zu zwei Charakteren samt einem Pet gemeinsam mit anderen Spielern auf Monsterjagd gehen. Zum Zeitpunkt des Testes herrschte auf den Internet-Servern noch gähnende Leere, so dass wir die Multiplayer-Performance nur im lokalen Netzwerk testen konnten.

    Simon Fistrich

  • Dungeon Siege 2
    Dungeon Siege 2
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Gas Powered Games
    Release
    02.09.2005

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Event[0] Release: Event[0]
    Cover Packshot von Deliver Us The Moon Release: Deliver Us The Moon
    Cover Packshot von I Am Setsuna Release: I Am Setsuna Square Enix
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 10/2016 PC Games Hardware 09/2016 PC Games MMore 10/2016 play³ 10/2016 Games Aktuell 10/2016 buffed 10/2016 XBG Games 09/2016 N-Zone 10/2016 WideScreen 10/2016 SpieleFilmeTechnik 08/2016
    PC Games 10/2016 PCGH Magazin 09/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
715560
Dungeon Siege 2
Dungeon Siege 2
Eine riesige Spielwelt, eine epische Story und ein umkompliziertes Spielprinzip: Obwohl man echte Neuerungen mit der Lupe suchen muss, macht das actionreiche Fantasy-Metzeln nach wie vor jede Menge Spass.
http://www.gamesaktuell.de/Dungeon-Siege-2-Spiel-22319/Tests/Dungeon-Siege-2-715560/
01.09.2005
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/t_dungeon2_999_09eps.jpg
tests