Dungeon Siege II

Test Fabian Käufer

Jäger und Sammler, aufgehorcht: Microsoft sucht unerschrockene Abenteurer für eine ebenso gigantische wie gefährliche Schatzsuche.

Ha! Einen Kriegshammer gefunden, der 27 Schadenspunkte anrichten kann. Und es wird gemunkelt, dass am Ende dieser von 784 Monstern bevölkerten Höhle eine beschlagene Lederrüstung mit erhöhter Giftresistenz zu finden ist! Dieses feine Stück wär' doch was! Schnell einen Packesel und einen Bogenschützen angeheuert und los geht's. Was sonst noch an wertvollen Schätzen anfällt, wird verscheuert -- und von der verdienten Kohle gönnen wir uns dann beim Schmied um die Ecke die neuen Stiefel, auf die wir schon so lange sparen!

Action-Rollenspieler kennen diesen Kreislauf nur zu gut: Das Vertrimmen von fiesen Monstern bringt Erfahrung und Gold. Erfahrung macht Sie mächtiger, Gold bringt neue Ausrüstung ins Kriegsgepäck. Dann wieder ab aufs Schlachtfeld, wo Sie es nun mit stärkeren Feinden aufnehmen können. "Dungeon Siege II" bedient sich dieser einfachen und seit "Diablo" so populären Mechanismen und schickt Sie auf eine epische Reise ins Fantasy-Reich Aranna.

STORY: Ein großer Schwachpunkt des ersten "Dungeon Siege" war die lahme und nüchtern präsentierte Story. Anders in Teil zwei: Dieses Jahr ist die Hatz nach Monstern, Moneten und Macheten in eine spannende Geschichte eingebettet, die in drei langen Akten erzählt wird. Der boshafte Valdis, selbst ernannter Erbe des Gottes Zaramoth, will mal eben die Herrschaft über das Land Aranna an sich reißen.

Sie steuern das obligatorische Heldentrüppchen, das sich der scheinbar übermächtigen Bedrohung entgegenstellt. Allerdings ist Ihr Hauptheroe nicht von Haus aus der strahlende Ritter. So marschieren Sie im spielbaren Tutorial noch als Söldner in Valdis Heer. Erst durch einige schicksalhafte Ereignisse kommt Ihrem Alter Ego die Erleuchtung und er beschreitet den Pfad des Erretters.

SPIEL: Vor die große Schlacht haben die Entwickler die Erschaffung des Helden gesetzt. Sie wählen aus den vier Typen Mensch, Elf, Dryade oder Halbriese und passen das Aussehen Ihren Vorlieben an. Eine Charakterklasse, beispielsweise Barbar oder Zauberer, legen Sie nicht fest. Vielmehr bestimmt Ihre Spielweise, ob Sie fronttauglicher Nahkämpfer, behänder Bogenschütze oder geheimnisvoller Magier werden.

Durch den konsequenten Einsatz einer Fertigkeit verbessern Sie diese, während Sie in den anderen auf Ihrem Ausgangsniveau bleiben. Wir empfehlen Ihnen, sich auf einen Bereich zu konzentrieren: Wenn Sie versuchen, sowohl im Umgang mit dem Schwert als auch mit dem Zauberstab zu glänzen, enden Sie als mittelklassige Mischform, die vieles halbherzig, aber nichts richtig beherrscht.

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