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  • Driver: Parallel Lines

    Teil drei? Eine Katastrophe! Teil vier? Weitaus spaßiger! Lest hier, warum Ataris Bleifuß-Ballade dennoch klar am OPM-Hit vorbeibrettert.

    C hefetage ausgewechselt, Fehleranalyse betrieben, Besserung gelobt: Bei den ehemaligen Hit-Produzenten von Reflections blieb in den letzten beiden Jahren kein Stein auf dem anderen. Der Grund fürs große Reinemachen: "Driv3r". Mehr Bug-Festival als fertiges Videospiel, wurde der vermeintliche Megaknaller letztlich zum Megablindgänger. Entsprechend verhalten ist auch die Vorfreude auf "Parallel Lines", den vierten Teil der Reihe: Wiedergutmachung oder Wiederholungstäter? Unser Test deckt's schonungslos auf!

    "Mister Tanner, hier sind ihre Rentenpapiere!" Frei nach diesem Motto musste der alte Serienhaudegen seinen Führerschein abgeben - von nun an gibt ein anderer Held Gas. Und der hört auf den Szene-Spitznamen The Kid, ist ein waschechter Fluchtfahrer und gerät (wie sollte es anders sein?) in eine fiese Verschwörung.

    Ein Raser auf Zeitreise

    Doch nicht nur in Sachen Hauptdarsteller geht "Parallel Lines" neue Wege, auch die Spielwelt überrascht: Ihr beackert nämlich eine digitale Nachbildung des New Yorks der 70er-Jahre. Wundert euch also nicht, wenn lässige Soulmusik aus den Boxen dröhnt und jeder Passant mit Schlaghosen herumläuft - das war damals wirklich so! Für Freunde der Moderne hat das Spiel ebenfalls eine nette Überraschung auf Lager: Ungefähr in der Mitte des Story-Modus macht das Geschehen einen Zeitsprung von 28 Jahren - und die einst so lauschige Stadt verwandelt sich in einen Moloch aus Wolkenkratzervierteln und Ghettos.

    Unabhängig von der Epoche ist das Spielprinzip immer gleich: Ihr sucht euch auf der Übersichtskarte eine Mission aus, tuckert zum Zielort und geht den jeweiligen Auftrag an. Anders als in Teil drei spielen Schießereien dabei nur noch eine untergeordnete Rolle, viel öfter wird herzhaft gerast. Und wenn The Kid dann doch mal aus seiner Karre steigt, greift ihm ein automatisches Zielsystem unter die dürren Polygonarme. Mit der linken Schultertaste den nächsten Schurken anvisieren, mit der rechten losballern - so einfach ist das digitale Schützendasein. Allerdings zickt die gut gemeinte Schusshilfe oftmals herum und ignoriert anrückende Gegner - das nervt mitunter gewaltig.

    Ein Haufen Schimanskis?

    Weitaus besser schneiden die Fahrsequenzen von "Parallel Lines" ab: Coole PS-Schleudern, belebte Straßen und spektakuläre Unfälle bürgen für Verfolgungsjagden in bester Hollywood-Tradition. Wäre doch nur die virtuelle Bullerei ein bisschen toleranter: Eine popelige Verkehrswidrigkeit genügt, schon habt ihr einen ganzen Cop-Rattenschwanz am Auspuff kleben. Das ist nicht nur völlig unrealistisch, sondern bremst auch den Spielspaß - welcher PS2-Pilot will schon an jeder roten Ampel anhalten und die Vorfahrtsregeln beachten? Zudem setzt der Denkapparat der Cops ab und an komplett aus, plötzliche Leichenstarre inklusive.

    Kotflügel knutscht Sexpuppe

    Pluspunkte sammelt der Ostküsten-Krimi hingegen mit der Missionsvielfalt. Mal brettert ihr mit einem gepanzerten Wagen durch die Pornoläden feindlicher Obergangster, mal nehmt ihr an rabiaten Offroad-Rennen teil. Fleißige Zocker suchen außerdem nach versteckten Bonusmissionen. Deren Erfüllung bringt einen ordentlichen Batzen Geld aufs Konto. Und wozu verwendet ein Autonarr die verdiente Kohle? Richtig! Zum Aufmotzen seiner Untersätze. Eine Tuning-Orgie im Stil von "Need for Speed" dürft ihr aber nicht erwarten.

    Noch düsterer sieht's hinsichtlich der Mehrspieler-Optionen aus: Anhänger der geselligen Raserei schauen leider komplett ins Auspuffrohr - "Parallel Lines" hat nicht mal Splitscreen-Duelle zu bieten. Zur Entschädigung trumpft die Kampagne mit schicken Rendersequenzen und einer wendungsreichen Story auf. Umso doofer, dass sich die ansonsten gute deutsche Synchro einen derben Schnitzer leistet: Ausgerechnet der Sprecher von The Kid klingt wie ein unmotivierter Rentner, der vom Blatt abliest. tk

    Driver: Parallel Lines (PS2)

    Spielspaß
    8 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Schick inszenierte Story
    Authentische Fahrzeugphysik
    Fast ohne Ladezeiten
    Abwechslungsreiche und amüsante Missionen
    Mitunter derbe KI-Aussetzer
    Polizei geht absurd grob vor
    Ellenlange Fahrereien zum nächsten Missionsziel
  • Driver: Parallel Lines
    Driver: Parallel Lines
    Developer
    Reflections Interactive
    Release
    16.03.2006

    Aktuelles zu Driver: Parallel Lines

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Driver: Parallel Lines
Driver: Parallel Lines
Teil drei? Eine Katastrophe! Teil vier? Weitaus spaßiger! Lest hier, warum Ataris Bleifuß-Ballade dennoch klar am OPM-Hit vorbeibrettert.
http://www.gamesaktuell.de/Driver-Parallel-Lines-Spiel-22180/Tests/Driver-Parallel-Lines-718351/
01.04.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/driver4_covereps.jpg
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