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  • Driver: Parallel Lines

    Tausche Polizist gegen Gauner: Held Tanner wird in Rente geschickt -- aber verschwinden mit ihm auch die zahlreichen Macken beim Spieldesign?

    Viel gewollt, wenig bis nichts erreicht: Das ist die traurige Bilanz von "Driver 3". Das Gangsterdrama war mit massig Vorschusslorbeeren ins Rennen gegangen und entpuppte sich dann als veritabler Murks. Grafikfehler und ein ganzes Füllhorn an Spielspaß-Böcken verschreckten selbst hartgesottene Serienfans. Kein Wunder also, dass Atari für die kürzlich angekündigte vierte "Driver"-Episode einen kompletten Neuanfang verspricht. Kalkuliertes Marketing-Blabla oder ehrenhafte Absichten? Wir wollten's wissen und haben "Parallel Lines" für Sie angezockt.

    Neue Helden braucht das Land

    Fast schon sensationell: Undercover-Cop Tanner hat den vorzeitigen Ruhestand angetreten -- der altbekannte "Driver"-Muffel wird durch einen frischen Helden ersetzt. Wobei der Ausdruck "Held" eigentlich falsch ist: Schließlich verdient The Kid (für Kumpels auch gerne: TK) seine Brötchen mit illegalen Fluchtfahrer-Jobs. Als digitaler Krimi-Schauplatz dient das New York der 70er-Jahre -- authentisch nachgebildet, aber auf Spielspaß getrimmt. Grafisch macht die Polygon-Metropole bereits jetzt einen schicken Eindruck: Egal ob Passanten, Autos oder Straßenzüge -- sämtliche Details vermitteln Seventies-Stimmung.

    Geld regiert die Gangsterwelt

    Damit TK trotz aller Schauwerte nicht blind durch die Wolkenkratzerschluchten irrt, hilft eine Übersichtskarte bei der Zielortfindung. Ebenfalls auf dem Stadtplan verzeichnet: zahlreiche Minispielchen. Die sind nämlich nicht mehr wie beim Vorgänger via Menü anwählbar, sondern direkt in den Story-Modus eingegliedert.

    Wer diese optionalen Vergnügen (beispielsweise ein Wettrennen) erfolgreich absolviert, sackt einen saftigen Dollarbetrag ein. Mit der Kohle geht's wiederum schnurstracks zur nächsten Autowerksatt -- denn dort weht ein Hauch von "Need for Speed: Underground". Will heißen: Sämtliche Karossen lassen sich gegen einen entsprechenden Unkostenbeitrag standesgemäß aufmöbeln. Das üppige Dekorationssortiment reicht von banalen Alufelgen über dicke Turbomotoren bis hin zum allseits beliebten Nitro-Nachbrenner.

    Coole Kerle, heisse Karren

    Die "Pimp my Ride"-Hommage ist aber nicht nur für Autonarren interessant. Vielmehr muss jeder "Parallel Lines"-Zocker früher oder später seine Karre umfrisieren lassen. Schuld daran ist der brandneue Fahndungsanzeiger: Je mehr Missetaten TK mit einem bestimmten Wagen begeht, desto gnadenloser macht die virtuelle Polizei Jagd auf das Verbrecher-Vierrad.

    Kreisen schließlich gar Helikopter am New Yorker Abendhimmel, hilft nur noch eins: die heiße Kiste schleunigst zum Umlackieren bringen! Netterweise greift das Fahndungs-Feature nicht nur bei TK, sondern auch bei feindlichen Halunken: So klaut der lässige Sonnenbrillenträger beispielsweise den Nobelhobel eines Untergrund-Konkurrenten, begeht mit der Kiste allerlei Verkehrswidrigkeiten und stellt sie danach wieder in der Garage ihres Besitzers ab. Den Rest erledigen die aufgestachelten Cops.

    Aber nicht alle Storymissionen lassen sich durch fahrerisches Können lösen. Gelegentlich muss TK auch mal zu Fuß durch New York schlendern und Baller-Einsätze durchführen. Kenner von "Driver 3" dürften an dieser Stelle mit dem Videospielgott hadern -- schließlich waren die Schusswechsel des Vorgängers geradezu peinlich inszeniert. Doch zum Glück weiß auch Entwickler Reflections um dieses Vergehen am Spielspaß und bessert deshalb kräftig nach. Dank einfacher Auto-Zielfunktion und ordentlicher Gegner-KI ist die Rumlatsch-Action längst nicht mehr so störrisch. Außerdem wurde ihr Spielanteil auf übersichtliche 20 Prozent heruntergeschraubt.

    Den cleversten Kniff haben sich die "Driver"-Macher aber für die zweite Hälfte der Handlung aufgehoben: TK landet im Knast, verraten von seinen einstigen Gaunerkollegen. Sein Häftlingsdasein dauert ganze 28 Jahre (!). Als der Möchtegern-Mafioso dann endlich wieder auf freien Fuß kommt, hat sich New York total verändert: Moderne Sportwagen statt bulliger Mustangs, Designerklamotten statt Schlaghosen, Automatikpistolen statt klobiger Trommelrevolver: Herzlich willkommen im Jahr 2006! TK

  • Driver: Parallel Lines
    Driver: Parallel Lines
    Developer
    Reflections Interactive
    Release
    16.03.2006

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01.01.2006
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