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Driver: Parallel Lines (PS2)

Release:
16.03.2006
Genre:
Rennspiel
Publisher:
k.A.

Driver: Parallel Lines

01.05.2006 00:00 Uhr
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Achtung: Tief fliegende Joypads! Als Kollege Colin vor gut eineinhalb Jahren "Driv3r" getestet hat, waren in den Redaktionsräumen der play schnelle Reaktionen gefragt. Wenn er bei einer ultraknappen Verfolgungsjagd mal wieder an einem nicht kaputtbaren Laternenpfahl hängen blieb, oder dank miserabler Steuerung bei einer Ballermission ins Gras biss, trat schon mal ein Controller den kürzesten Weg zur Wand an: Luftlinie! Wer sich da nicht mit einer blitzschnellen Beckerrolle in Sicherheit bringen konnte, musste mit ernsthaften Verletzungen rechnen.

Dri-Vier


Beim Nachfolger wollte Entwickler Reflections einiges besser machen: Einen Wechsel in der Chefetage -- statt Martin Edmondson sitzt jetzt dessen Bruder Gareth am Ruder der englischen Spieleschmiede -- und eine ausführliche Fehler-Analyse haben die Verantwortlichen hinter sich. Und dann frisch ans Werk: Das Ergebnis wirkt wesentlich ausgereifter als der Vorgänger, zum Hit reicht's allerdings auch diesmal nicht. Aber der Reihe nach:

In "Driver: Parallel Lines" startet ihr als kleiner Fluchtwagenfahrer The Kid eine Unterwelt-Karriere in New York. Zwar seid ihr diesmal ausschließlich im Big Apple unterwegs, dafür fällt die Metropole äußerst umfangreich aus: Euer Einsatzgebiet ist größer als alle drei Städte aus "Driv3r" zusammen. Zudem hält das Spiel noch eine kleine Überraschung parat: Treibt ihr anfangs euer Unwesen in den 70er-Jahren -- inklusive schwammiger Benzinschleudern, funky Musik und Hippie-Klamotten -- macht die Story etwa zur Mitte des Games einen Zeitsprung und ihr findet euch in der Gegenwart wieder. 2006 sind die Autos wesentlich schneller und dabei präziser zu steuern, die Musik elektronisch und die Passanten ordentlich angezogen. Ein gelungener Kniff, um das Spielgefühl grundlegend zu ändern.

Big City Life


Egal ob damals oder heute: Jederzeit ist das gesamte Straßennetz frei befahrbar. Einer Übersichtskarte entnehmt ihr verfügbare Story-Missionen, optionale Herausforderungen und eure Position. Dabei wird schnell einer der größten Kritikpunkte am neuen "Driver" deutlich: Viel zu oft sind die anzufahrenden Orte meilenweit voneinander entfernt. Wenn ihr zum zehnten Mal fast eine Viertelstunde lang durch die äußerst belebte City orgelt, kommt Langeweile auf. Kleben euch dann zu allem Überfluss schon auf dem Weg zur nächsten Mission die extrem giftigen Cops am Hintern -- dazu reicht schon das Überfahren einer roten Ampel -- wird's sogar richtig frustig!

Habt ihr euren Startpunkt sicher erreicht, winken dafür abwechslungsreiche Herausforderungen: Spektakuläre Verfolgungsjagden, Beihilfe zum Gefängnisausbruch oder eine Zerstörungsorgie mittels Panzerwagen sind nur ein paar Beispiele für die Auftragsvielfalt.

Leider haben sich auch die berüchtigten Zu-Fuß-Missionen wieder ins Spiel gemogelt. Die Ballereinlagen per pedes fallen zwar dank großzügig verteilter Medipacks und überarbeitetem Zielsystem weniger frustig aus als im Prequel. Wirklich Spaß machen sie aber immer noch nicht. Dafür ist die Steuerung einfach zu steif und die Feinderfassung nach wie vor zu unzuverlässig.

Extrem Schwarzarbeiting


In den Bonusmissionen verdient ihr euch unter anderem als Rennfahrer, Geldeintreiber oder Auftragskiller ein Extra-Taschengeld. Mit der Kohle motzt ihr in den Werkstätten eures Kumpels Ray eure Lieblingskarren mit stärkerem Motor, kugelsicheren Scheiben und Nitro-Einspritzung auf.

Aufgemotzt wurde auch die Präsentation des neuen "Driver"-Teils: Die belebten Straßen von New York rauschen angenehm flüssig über den Schirm -- und das bei einer beachtlichen Weitsicht. Extrem coole Zwischensequenzen treiben die Handlung voran. Schade nur, dass ausgerechnet der deutsche Synchronsprecher von The Kid völlig versagt. Sein unmotiviertes und falsch betontes Geblubber kann auch der groovige Soundtrack nicht übertönen.

GamesAktuell.de-
Spielspaß-Wertung:
7,5 /10
Leserwertung
(62 Votes):
67 %
Fazit
super Fahrphysik & Schadensmodell
oft viel zu lange Fahrtwege
abwechslungsreiche Missionen
extrem aggressive Polizei
sehr coole Präsentation
Schießereien noch nicht optimal
   
Markus Rehmann
"Driver: Parallel Lines" macht mir wesentlich mehr Spaß als der superfrustige Vorgänger: Das Fahrgefühl ist wieder spitze, die stimmige Optik schön flüssig und die Aufgaben sind abwechslungsreich. Leider bremsen ein paar grobe Schnitzer meinen Geschwindigkeitsrausch aus: Die weiten Wege und die extrem aggressiven Cops vermiesen mir manchmal schon bei der Anfahrt die Lust auf die nächste Mission. Maue Baller-Einlagen und gelegentliche KI-Aussetzer sorgen zusätzlich für Missmut. Fans des Genres werden's verschmerzen!
   
Gast

01.05.2006 00:00 Uhr
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