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Driver: Parallel Lines (PS2)

Release:
16.03.2006
Genre:
Rennspiel
Publisher:
k.A.

Driver: Parallel Lines

01.02.2006 00:00 Uhr
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Ist der Ruf erst ruiniert, rast sich's gänzlich ungeniert: Reflections schickt Teil 4 mit neuen Features und alten Stärken ins Rennen.

Die "Driver-Serie" ist wie eine Schachtel Pralinen: Man weiß nie, was man bekommt. Der erste Teil war noch ein wahres Highlight im PSone-Sortiment. Lange bevor "GTA" den Sprung in die dritte Dimension schaffte, konnten sich Fans verboten rasanter Verfolgungsjagden in dichtem Polygon-Verkehr austoben. Die beiden Nachfolger hatten den Bleifuß eher auf der Spielspaßbremse als auf dem Gaspedal. Technische Macken und grobe Design-Schnitzer kratzten am Lack der "Driver"-Marke.

Matthula gibt Gummi


Mit dem vierten Teil wollen die Entwickler von Reflections Interactive jetzt wieder auf die Überholspur wechseln. Bei einer Stippvisite in unseren heiligen Hallen gewährte uns Studio-Boss Gareth Edmondson einen ersten Blick auf "Driver: Parallel Lines".

Diesmal startet ihr eure Raser-Karriere als Kleinkrimineller im New York der 70er-Jahre. Ausgestattet mit stilechter Genick-Matte, knackigen Schlaghosen und sehr lockerer Einstellung zum Thema Verkehrsregeln lasst ihr in Vierteln wie Manhattan, Queens oder der Bronx die Reifen qualmen. Um die Fahrten abwechslungsreich und spannend zu halten, kopierten die Programmierer das reale Vorbild allerdings nicht eins zu eins, sondern schufen eine komprimierte Version des Big Apple.

Damit ihr in der nichtsdestotrotz weitläufigen Spielwelt die Übersicht behaltet, könnt ihr jederzeit einen Stadtplan aufrufen. Darauf sind alle verfügbaren Hauptmissionen eingezeichnet. Wählt ihr die Markierungen mit einem Cursor an, erklärt euch ein kurzer Videoclip, welche Aufgaben dort auf euch warten. So könnt ihr entscheiden, auf welchen Auftrag ihr als Nächstes Lust habt, ohne vorher zum jeweiligen Startpunkt kurven zu müssen. Wie immer reichen die storyrelevanten Jobs von einfachen Kurierdiensten über Engagements als Fluchtwagenfahrer bis hin zu Auftragsmorden.

Getuntes Spielkonzept


Auf der Karte finden sich zudem zahlreiche Sidequests, deren Erledigung euch ordentlich Bares einbringt. Die Kohle, die ihr unter anderem bei Rundkursrennen, Schuldeneintreiber-Jobs und als Abschlepp-Unternehmer verdient, investiert ihr in das Tuning eurer Lieblingskarren. In drei über die Stadt verteilten Werkstätten verpasst ihr euren Schlitten nicht nur mehr Power und Geschwindigkeit, sondern verringert auch das Fahndungslevel, das nach dem einen oder anderen krummen Ding an eurem Wagen haftet. Schnell der Karosse einen neuen Anstrich verpasst, und schon erkennen die Cops sie nicht wieder. Doch Vorsicht: Die Ordnungshüter fahnden nicht unbedingt nur nach eurem Auto. Werdet ihr zu Fuß etwa bei einer wilden Schießerei ertappt, steigt euer persönliches Fahndungslevel. Das kriegt ihr nur los, wenn ihr euch zu einem eurer Verstecke begebt.

Apropos Schießereien: Bei diesen kommt jetzt ein verbessertes Zielsystem zum Einsatz. Eure Opfer nehmt ihr nun mit einem Druck auf L1 ins Visier, mit dem rechten Analog-Stick wechselt ihr die Ziele durch. Das ist zwar definitiv ein Fortschritt gegenüber den verkorksten Ballereien in "Driv3r", bei Schusswechseln mit mehreren sich bewegenden Gegnern erweist sich das System aber immer noch als zu hakelig. Umso erfreulicher, dass Gareth uns versicherte, die Zu-Fuß-Aktionen in "Driver: Parallel Lines" würden nur zirka 15 Prozent des Spiels ausmachen.

Generalüberholte Technik


Auch technisch wirkt Teil vier schon jetzt gelungener als der durchwachsene Vorgänger. Trotzdem brach bei unserer Anspiel-Session ab und an die Bildwiederholungsrate ein, wenn auf dem Schirm zu viel Action geboten war. Abgesehen von diesen seltenen Momenten lief die Vorabversion aber schon recht flüssig und vermittelte ein ordentliches Geschwindigkeitsgefühl. Kleinere Grafikfehler wie in der Luft schwebende Passanten oder ein ins Bild ploppender Hintergrund werden hoffentlich bis zum Release noch aus dem Verkehr gezogen.

Nach unserer ersten Kostprobe bleibt ein zartbitterer Nachgeschmack. Wenn die Entwickler die technischen Problemchen noch in den Griff kriegen und das Zielsystem weiter verbessern, könnte sich "Driver: Parallel Lines" aber tatsächlich als echte PS-Praline herausstellen.

Gast

01.02.2006 00:00 Uhr
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