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  • Dragonshard

    Ein episches Fantasy-Setting, charismatische Charaktere sowie spannende und gleichsam taktische Gefechte: Das kam bisher nur in Rollenspielen zusammen. Selbst das mit Rollenspieleinflüssen vollgesogene WarCraft 3 war in letzter Konsequenz ein klassisches Echtzeit-Strategiespiel. Dragonshard macht's anders und ist sowohl Echtzeit-Strategie mit Rollenspielanteil als auch Rollenspiel mit Echtzeit-Strategieanteil.

    Angesiedelt ist das Ganze im Universum von Dungeons & Dragons, genauer gesagt auf der Welt Eberron. Deren Einwohner haben mit einem ganz besonderen Phänomen zu kämpfen: In regelmäßigen Abständen donnern so genannte Drachensplitter auf die Erde. Der größte dieser Splitter stammt vom Drachen Siberys und birgt Sagen zufolge unglaubliche Macht. Grund genug für die Menschen, ihn erobern zu wollen. Und für die Echsenwesen, ihn zu verteidigen. Und die Umbragon, mysteriöse Dunkelelfen, mischen auch noch mit.

    Nimm zwei

    Zwei Kampagnen mit jeweils sieben Missionen -- das ist der Einzelspielermodus von Dragonshard, der Sie für ungefähr 16 Stunden beschäftigt. In die Schlacht führen Sie die Menschen oder die Echsenwesen. Auf Seiten der Dunkelelfen dürfen Sie nur im Mehrspielermodus kämpfen. An die Geschichte sollten Sie innerhalb der Kampagnen keine zu hohen Ansprüche stellen -- da beide Feldzüge inhaltlich parallel zueinander ablaufen, fehlen extra-spannenden Wendungen wie zum Beispiel in WarCraft 3.

    Dafür gibt es auf jeder Karte zwei Ebenen, die Oberwelt (Echtzeit-Strategie) und die Unterwelt (Rollenspiel). Über auf der Karte verstreute Eingänge scheuchen Sie Ihre Truppen in die Dungeons oder holen sie ans Tageslicht. Das Geschehen auf den Ebenen läuft zeitgleich ab. Während Sie im Dungeon nach Gold suchen, dürfen Sie keinesfalls die Scharmützel an der Oberfläche aus den Augen verlieren.

    Stein, Schere, Papier und Schweißperlen

    Gespielt wird Dragonshard wie ein normales Echtzeit-Strategiespiel. Mit dem Unterschied, dass Mikromanagement hier nicht nur hilfreich, sondern obligatorisch ist. Alle Einheiten haben klar definierte Stärken und Schwächen, zum Beispiel besonders starke oder schwache Resistenzen gegen Gifte oder Feuerschaden, die abgewogen werden müssen. Vor allem in den sehr spannenden Kämpfen gegen größere Monster kommt es nicht nur auf die richtige Postierung der Truppen an, sondern auch auf den gezielten Einsatz von Spezialfähigkeiten.

    Geht der Feind auf die Fernkämpfer los, müssen Nahkämpfer die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ist eine Einheit angeschlagen, sollte sie schleunigst aus dem Kampfgetümmel verschwinden. Währenddessen auch noch einen groben Überblick über aufgeladene Spezialfähigkeiten zu haben, das erfordert Organisationstalent. Zeitweise artet Dragonshard in Stress aus, belohnt dafür mit den herausforderndsten Kämpfen, die ein Echtzeit-Strategiespiel in den letzten Jahren inszeniert hat.

    Löblich: Das stressige Kampfgeschehen wird nicht unnötig erschwert, denn Heiler heilen beispielsweise automatisch. Wenn der Feind Reißaus nimmt, brechen unsere Truppen nach ein paar Metern die Verfolgung ab und rennen nicht in ihr Verderben. Auch die Wegfindung hat uns begeistert; unsere Einheiten finden sogar zwischen den zwei Spielebenen problemlos die richtige Route. An einer Stelle haben die Entwickler dann aber doch gespart: Ein paar taktische Einstellungen hätten wir uns gewünscht. Formationen etwa oder aggressive, passive Verhaltensmuster für unsere Jungs und Mädels, die hin und wieder etwas zu eigensinnig reagieren.

    Missionen mit Zuckerguss

    Wenn es keine Nebenquests gäbe, dann wären die Missionen von Dragonshard ziemlich fad. Im Grunde geht es in jeder Mission schlichtweg darum, alle Gegner zu vernichten. Nebenquests aber gibt es zuhauf, und sie helfen nicht nur mit Gold oder besonderen Gegenständen beim Weiterkommen, sondern möbeln die 14 Missionen deutlich auf.

    Da bittet uns ein Geist darum, seine zwei unfreiwillig versteinerten Schwestern vor einer Medusa zu retten, und ein trauriger Dämon beklagt den Verlust seines Königreiches an den Sensenmann. Für die meisten Aufträge sollen wir bestimmte Monster töten oder Gegenstände aufspüren. Manche Quests erfordern aber auch Köpfchen. Etwa, wenn wir auf drei Statuen stoßen, jede mit einer rätselhaften Texttafel versehen, die vage auf Spezialfähigkeiten unserer Einheiten hinweist. Wenn wir hier die richtigen Fertigkeiten anwenden, gibt's eine Belohnung.

    Regelkonform

    Nicht nur die Welt von Dragonshard gehört zu Dungeons & Dragons, auch die Truppen und Feinde sind in diesem Fantasy-Universum heimisch. Schurken entschärfen Fallen in Dungeons, Betrachter schweben durch dunkle Verliese, und auf monströsen Schildkröten hockende Echsenkrieger beharken ihre Widersacher mit giftigen Geschossen. Natürlich sind auch echte Helden mit von der Partie -- jede Fraktion hat vier besonders starke Charaktere, von denen pro Mission jedoch nur einer mitmischen kann. Anders als die restliche Streitmacht steigen die Heroen nicht mit zunehmender Erfahrung auf, allerdings gibt es im Verlauf der Kampagne mehrere Dutzend besondere Gegenstände zu finden, die beispielsweise ihre Rüstungs- oder Schadenswerte erhöhen.

    Von alleine gewinnen allerdings auch die normalen Einheiten nicht an Erfahrung. Erfahrungspunkte werden in Dragonshard wie eine Ressource gehandhabt, die Sie für das Töten von Feinden und für das Lösen von Quests einsacken. Wann Sie damit welchen Einheitentyp leveln, das bleibt Ihnen überlassen.

    Gold und Drachensplitter sind die anderen beiden Rohstoffe, die für Basenbau und das Ausbilden der Truppen investiert werden. Gold nehmen Sie erledigten Feinden ab oder finden es in Kisten. Drachensplitter klauben Sie einfach an der Oberfläche auf.

    Variable Bebauungspläne

    In Dragnshard legen wir bereits beim Basenbau unsere künftige taktische Marschroute fest. Ähnlich wie in Schlacht um Mittelerde können wir nur auf vorgegebenen Bauplätzen Gebäude errichten. Jede Hauptbasis hat davon 16, eingeteilt in vier Blöcke mit jeweils vier Bauplätzen. Je mehr Gebäude eines Typs wir in einem Block platzieren, desto höher der Level, den die hier trainierten Einheiten erreichen können. Wenn wir unsere Kleriker mit Level fünf, dem Maximum, in die Schlacht schicken wollen, müssen wir also beispielsweise vier Festungen des Wissens bauen. Spezialgebäude, die den Klerikern mehr Mana oder Lebensenergie verleihen, stünden auch zur Verfügung -- belegen aber ebenfalls einen Bauplatz.

    Wenig fantastische Technik

    Im Mehrspielermodus treten bis zu acht Spieler auf zehn Karten an. Verschiedene Spielmodi gibt es keine, dafür diverse einstellbare Siegbedingungen. Gerade im Mehrspielermodus sorgen die zwei Spielebenen für Spannung -- die Redaktionsschlachten waren von fiesen Hinterhalten und Überraschungsangriffen bestimmt.

    Und von Massenschlachten, bei denen der Battle Realms-Engine die Puste ausgeht. Selbst auf Highend-Systemen kommt Dragonshard ins Straucheln, wenn es heiß hergeht. Überhaupt kann die Technik nicht mit dem spielerischen Kern mithalten. Die Grafik ist zwar bunt, schreckt aber mit groben Texturen und Polygonarmut ab. Die deutsche Sprachausgabe wirkt mit ihren lahmen Sprechern unprofessionell. Zum Glück findet sich auf der DVD auch die weitaus bessere englische Sprachfassung.

    David Bergmann

  • Dragonshard
    Dragonshard
    Developer
    Liquid Entertainment
    Release
    19.09.2005

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Dragonshard
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01.10.2005
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