Simples Spielprinzip, viele Stunden Spaß. Hat Disc Jam wirklich das Potenzial, sich auf der Erfolgsspur von Rocket League zu bewegen?
Genauso wie Psyonix' Überraschungshit Rocket League erfindet Disc Jam seine eigene Sportart. Allzu revolutionär ist das Spielprinzip aber nicht, denn der Titel könnte genauso gut "Turbo Tennis Xtreme" heißen. So gibt es auch hier Einzel- und Doppelmatches, die in mehrere Sätze aufgeteilt sind. Anders als gewöhnliche Tennisspieler werfen die Disc Jam-Charaktere aber glühende Frisbees, die blitzschnell zwischen den Banden am Spielfeldrand hin und her bouncen und beim Aufprall auf den Boden explodieren. Auch konnten wir den realen Boris Becker nie dabei beobachten, wie er eine Disc mit einem Energieschild abfängt und dann als "Super Throw" zurückschleudert.
Quelle: Games Aktuell
Getrekt: Unter den kosmetischen Items finden sich viele lustige Siegerposen und Spieler-Tags mit Anspielungen auf die Internet-Kultur.
Da geht noch mehr
Flüssige Steuerung, rasantes Gameplay, eine ausgewogene Auswahl an Moves - Disc Jam hat alles, um das "nur noch ein Match"-Gefühl auszulösen. Auch dem Prinzip "leicht zu erlernen, schwer zu meistern" wurde Genüge geleistet, denn effektivere Würfe setzen Timing und Präzision voraus.
Dann ist ja alles perfekt, oder? Leider nicht ganz: Die langen Wartezeiten im Online-Modus, gerade wenn ihr ein 2-gegen-2-Match sucht, können euch schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Das Matchmaking ist noch nicht sonderlich ausgereift und sorgt dafür, dass sich Spieler über zu schwere beziehungsweise zu leichte Gegner ärgern.
Besonders bedauerlich ist das Fehlen eines Ranglisten-Modus'. Den und viele andere Features wollen die Entwickler nachliefern. Solange das nicht geschehen ist, kann es mit der Langzeitmotivation von Disc Jam aber eng werden. Denn bislang besteht der einzige Spielfortschritt im Verbessern des eigenen Könnens und im langsamen Freischalten zahlreicher kosmetischer Items.
