Die Sims 2: Open for Business

Test

Schluss mit studentischem Lotterleben und durchtanzten Disconächten: Im dritten Addon müssen die Sims richtig ran -- sie erfinden Spielzeuge oder verscherbeln ihren Hausstand.

Es klappert geschäftig an der Werkbank. Nein, Deutschland ist nicht im Bastelfieber -- die Sims sind im Arbeitswutanfall. Und Sie helfen ihnen dabei: Im dritten Addon zum erfolgreichen Strategiespiel Die Sims 2 verdienen Sie die Kohle für Ihren Sim selbst. Vorbei die Zeiten, in denen er sich zum Arbeiten einfach so verdrückt hat. Nun können Sie ihm beim Jobben unter die Arme greifen.

Geizkragen

Egal, ob vorgefertigter oder selbst erstellter Sim: In Schönsichtigen und Co können die Sims ihr eigenes Geschäft eröffnen. Geldscheffeln geht auf drei Arten: Entweder per An- und Verkauf, indem Sie im Kaufmenü Objekte kaufen und (teurer) weiterverkloppen. Oder unser Sim verdient sich als Friseur oder Koch sein Taschengeld. Die Daniel Düsentriebs unter den Sims hingegen stellen zum Beispiel Spielzeuge oder Roboter her. Schade nur, dass wir die benötigten Werkbänke nur in Geschäften aufstellen können.

Da uns zur Beginn unseres Sim-Dasein kaum Simleons (Sim-Währung) zur Verfügung stehen, suchen wir uns die erste Variante aus. Denn der Erwerb eines Ladenlokals geht mitunter ins Geld. Viele Geschäfte kosten mehr als 100.000 Simleons -- zum Karrierestart einfach unerschwinglich.

Außerdem bietet uns Open for Business für jede Nachbarschaft nur eine Handvoll Shops an. Praktisch, dass wir das zweite Addon Nightlife noch installiert haben und so auch dessen Läden zur Auswahl stehen.

Bauchladen

Um unser erstes Handelsgeschäft zu starten, braucht es nicht viel. Wir begnügen uns mit der Anschaffung eines kleinen Hauses. Ein Bett und ein Schrank kommen ins Schlafzimmer, in der Küche stellen wir einen Kühlschrank auf, Platz für die Registrierkasse finden wir im Wohnzimmer. Ohne Kasse würden die Kunden nämlich einfach verschwinden -- ohne zu bezahlen.

Wir hängen ein paar Bilder auf und legen die Preise im Verkaufsmenü fest. Voilà, schon haben wir den Grundstein für unsere eigene Galerie geschaffen.

Verkäufer des Tages

Zu jeder Tages- und Nachtzeit warten Schnäppchenjäger vor Ihrer Tür. Ist einer der Sims an einem Kauf interessiert, erscheint über seinem Kopf eine leere Anzeige, die gefüllt werden soll. Dafür klicken Sie den Kunden an und wählen die Gesprächsoption »Verkauf«. Zu Beginn kann Ihr Sim nur einfache Verkaufsgespräche führen, doch mit der Zeit kommen Optionen wie »Billiger anbieten« dazu. Je häufiger Sie verhandeln, desto geübter werden Sie.

Erscheint während des Gesprächs ein Stern über dem Käufer, erhält Ihr Sim einen Geschäftspunkt. Mit denen steigt Ihr Sim einen Rang auf, und Sie suchen ihm eine Fähigkeit im Talentbaum aus, die ihn erfolgreicher macht.

Ran an die Arbeit

Ein Laden im Wohnzimmer ist zwar schön, richtig Geld machen wir aber mit großen Unternehmen, etwa einem Restaurant. Alleine schmeißt ein Sim die ganze Arbeit natürlich nicht. Deswegen stellen wir arbeitswillige Sims ein. Denen weisen wir eine Tätigkeit zu, die sie gewissenhaft erfüllen. Sie verbessern während der Arbeit sogar ihre Fähigkeiten -- so wird aus einer miserablen Putzhilfe der neue Meister Proper.

Manchmal haben allerdings auch die Sims keine Lust, zu arbeiten. Mit Kündigung und Gehaltskürzungen bekommen wir die Faulheit aber wieder in den Griff.

Die reinste Hatz!

Das Leben als Geschäftsmann ist echt stressig: Die Grundbedürfnisse der Sims sind im Arbeitsstress kaum zu erfüllen. Wenn unser Restaurantbesitzer zum Beispiel müde ist, dann muss er erst die Kunden zu Ende bedienen und das Personal nach Hause schicken. Bis er selber endlich heim darf, liegt er schon längst mit dem Gesicht in den erkalteten Nudeln. Das bisher ruhige Stubenhockerleben der Sims hat sich in Open for Business in eine rasante Fahrt auf der Überholspur entwickelt.

Am Hardwarehunger der Sims hat sich nichts geändert. In belebten Geschäften geht das große Ruckeln los. Daher gilt für Addons und Hauptprogramm die Parole: Details besser runterdrehen, damit es flüssig läuft.

Susanne Braun

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