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  • Deus Ex 3: Neuer Genre-König? - Leser-Test von GenX3601966

    Der neue Rollenspiel-Shooter mit Schleich-Einlagen ist an Komplexität und Spannung kaum zu übertreffen. Ich habe es in rund 40 Spielstunden durchgespielt und komme hier zu meinem Ergebnis.

    Hintergrund

    "Um sein Leben zu retten, wurde Adam Jensen gegen seinen Willen kybernetisch verändert. Auf der Suche nach Antworten findet er sich inmitten einer globalen Konspiration wieder. Seine Entscheidungen haben direkten Einfluss auf das Schicksal der Menschheit."

    So steht es auf dem Klappentext der Spielverpackung und trifft es so ziemlich genau auf den Punkt. Denn in erster Linie ist Adam Jensen ein Mensch und weniger ein Superheld, wie Batman oder Spiderman. Seine körperlichen Veränderungen, die sogenannten Augmentierungen, machen ihn jedoch zu einer Art modernen Supersoldaten im Trenchcoat. Cyberpunk pur.

    Die Welt spaltet sich im Jahre 2027 in Augmentierungs-Befürwörter und -Gegner. Die Gegner heben die Gefahren des Machtmissbrauchs durch totale Kontrolle hervor, während die Befürworter für den wissenschaftlichen Fortschritt und die offensichtlichen Vorteile von Augmentierungen eintreten. Allerdings ist das auch eine Kostenfrage, denn nur reiche Leute können sich die Vorteile von Augmentierungen beschaffen, während der Großteil der Erdbevölkerung ohne Augmentierungen wie Sklaven leben muss.

    Die Menschheit steht am Beginn einer neuen Ära ihrer Zivilisation, doch dann kommt der Sicherheitschef des Sarif-Konzerns Jensen einer Verschwörungstheorie auf die Spur und der Krimi beginnt.

    Spielprinzip

    Deus Ex: Human Revolution (ff. DE3 genannt) wird aus der Ego-Perspektive gespielt. Aber ähnlich der Rainbow Six-Reihe kann der Held in der dritten Person auf Leitern klettern, hinter Deckungen Schutz suchen und sich an Wände lehnen, um um die Ecke zu spähen.

    DE3 kombiniert Elemente aus Splinter Cell bzw. Metal Gear und besitzt ein vollwertiges Rollenspiel-Interface, mit Inventar und Level-Struktur.

    Durch das sammeln von Erfahrungspunkten (XP) kann man sich jederzeit aufwerten, in dem man neue, zusätzliche Augmentierungen kauft oder bestehende verbessert. So kann man sich z.B. diverse Hackertools beschaffen, um die anfänglich kompliziert erscheinenden Terminals, Schlösser und Alarmanlagen einfacher zu knacken.

    Actionpassagen wechseln sich mit ruhigen Abschnitten ab. Jenseits der Hauptstory gibt es Nebenmissionen, die man häufig nicht lange selber suchen muss, weil sie einem oft als Auftrag mit auf den Weg gegeben wird. Jedoch wird der Spieler dabei zu keiner Zeit zu sehr an die Hand genommen. Man hat stets das Gefühl, die absolute Freiheit zu haben, was man tun möchte, obwohl das eigentlich so nicht der Fall ist. Eine bekannte Spielereadaktion hatte DE3 als "Open Schlauch" bezeichnet. Das trifft es wohl gut, denn man agiert in DE3 ähnlich, wie Mass Effect 2. Die Geschichte ist vorgegeben, nur wie man sie spielt, wird einem selbst überlassen. Da geht von der Sam-Fisher-Methode bis zur Rambo-Ballerorgie so ziemlich alles.

    Der Shooteranteil hält geschickt die Wage mit den ruhigeren Abschnitten, die sich aus Erkunden, Handeln und Gesprächen zusammensetzen. Es gibt ab und zu sogar Gespräche, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen. Oft geht es dort um Leben und Tod und manchmal sollte man sich die Antwort gut überlegen. Glücklicherweise kann man im freien Spiel jederzeit speichern, was häufig von großem Nutzen sein kann, falls man im ersten Anlauf nicht die richtige Wahl getroffen hat. Denn alles hat Konsequenzen, was Jensen so anstellt. Wird er in einem Areal überrascht, in dem er sich nicht aufhalten darf, rufen die Wachen schnell Verstärkung und lösen Alarm aus. Dann hilft nur die Flucht oder die offene Konfrontation. Letzteres sollte man aber vermeiden und versuchen, friedlichere Lösungen zu finden. Oft hilft es bereits, eine Person mit Credits zu bestechen oder sie mit Worten zu überzeugen. Wenn das nicht helfen sollte, gibt es so gut wie immer eine Leiter oder einen Lüftungsschacht, um unbemerkt ans Ziel zu kommen. Hier liegt auch der Schwerpunkt des Spiels: Stealth. Also leise treten und unerkannt bleiben.

    Steuerung

    Deus Ex 3: Neuer Genre-König? - Leser-Test von GenX3601966 Quelle: Videogameszone Die Controller-Steuerung ist hervorragend umgesetzt. Zwar ist jede Taste belegt, die Waffenauswahl geschieht über ein eingeblendetes Waffenrad, mit dem man auch Heilutensilien oder Booster aktivieren kann, aber man kann auch alles wahlweise über das sehr übersichtliche grafische Menü anwählen. Das Spiel pausiert dabei.

    Die Shooter-typische Steuerung ermöglicht aber auch spannende Fights in bester CoD-Manier, jedoch sollte man bedenken, dass sich DE3 wesentlich realistischer anfühlt und die Gegner nicht so zahlreich, dafür aber intelligenter sind. Sie suchen Deckung, flankieren selbstständig und lösen Alarmanlagen aus.

    Das Menü ist intelligent gestaltet. Jederzeit kann man fließend zwischen Quests, Augmentierungen, Inventar, Übersichtskarte und Memos hin und her schalten. Man kann jederzeit später eine E-Mail noch einmal lesen, wenn man einen Computer gehackt hat und keine Zeit oder Lust hatte, sie zu lesen. Die Karte ist sehr übersichtlich und zeigt das jeweilige Areal aus der Iso-Perspektive in mehreren Ebnen. Das ist auch wichtig, denn manchmal kommt man ohne Karte nicht weiter, weil es in den Mega-Citys einfach zu viele Sackgassen und Labyrinthe gibt.

    Die Augmentierungen kann man direkt im Menü verbessern, sie lassen sich einzeln anwählen und dort erfährt man auch ihren Nutzen im Kurztext, auf Wunsch auch ausführlicher.

    Waffen und Gegner

    Im Inventar kann man Gegenstände kombinieren. Unter anderem ist es möglich aus einer Minenmatrix mit einer Gasgranate eine Gasmine zu kombinieren. Mit gefundenen oder gekauften Waffen-Upgrades kann man seine rund ein Dutzend Waffen auf- bzw. nachrüsten, in dem man z.B. ein Zielleitsystem mit einem Raketenwerfer kombiniert. So entstehen vielfältige Kombinationsmöglichkeiten. Eine voll ausgebaute 10mm Pistole hat dann ein großes Magazin mit hoher Kadenz, einen Schalldämpfer, ein Laservisier und panzerbrechende Munition mit hohem Schaden, die sogar durch die Metallhelme der Harvester-Triaden dringen kann.

    Vom Revolver über das Snipergewehr bis zur Gatling-Gun, die hier Sturmgewehr heißt, ist also alles dabei. Es gibt Raketenwerfer fürs Grobe sowie nicht-tödliche Waffen, wie z.B. das Betäubungsgewehr.

    Zusätzlich zu den Schusswaffen gibt es noch die erwähnten Minen. Gas-, Blendshock-, EMP- und Splittergranaten lassen es ordentlich krachen.

    Eine Besonderheit stellt das Taifun-Sprengsystem dar, das bereits im Tutorial Erwähnung findet. Das Taifun-Sprengsystem kann man nicht erwerben, es ist eine Augmentierung in Jensens Körper, die aktiviert und ausgebaut werden kann - mit tödlichen Folgen. Es macht Adam Jensen zu einer Art menschlichen Splitterbombe. Während einer Rotation in sehenswerter Zeitlupen-Animation wirbelt der Held um seine eigene Achse und verschießt dabei kleine Sprengladungen, die für alles tödlich ist, was sich im näheren Umkreis von Jensen befindet. Jedoch ist Munition selten und teuer. Man sollte sich also gut überlegen, wann dieses System zum Einsatz kommen sollte.

    Es gibt so viele unterschiedlichen Gegnertypen, dass man sie fast nicht alle aufzählen kann. Banden, Gang-Mitglieder, Triaden, Sicherheitsdienste, Söldner und sogar die Polizei kann dein Feind werden. Alle haben jeweils verschiedene Klassen und machen nicht den Eindruck von Klonsoldaten.

    Dazu kommen noch ferngesteuerte Roboter und riesige gepanzerte Kampfroboter, die aber nur selten im Spiel auftauchen.

    Feindlich gesinnt sind auch Laserbarrieren, unter Strom stehende Gewässer, verminte Gebiete oder starre und bewegliche Geschütztürme.

    Bossgegner und Balancing

    Deus Ex 3: Neuer Genre-König? - Leser-Test von GenX3601966 Quelle: Videogameszone Entgegen weit verbreiteter Meinungen, die Bossgegner seinen viel schwerer als der Rest des Spiels, muss ich widersprechen. Mit der richtigen Herangehensweise ist jeder Boss auf "normal" ein Klacks. Wofür haben die Entwickler so eine mächtige Waffe wie das Taifun-Sprengsystem wohl mit ins Spiel eingebaut? Natürlich für die stärksten Gegner, und das sind nun mal die Bosse. Es gibt nur etwa ein halbes Dutzend, aber alle agieren völlig unterschiedlich und sind nach spätestens drei Ladungen mit dem Taifun-Sprengsystem besiegt. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Vom Balancing hatte ich stets das Gefühl, dass das Spiel zu mir fair war.

    Umgebung und Atmosphäre

    Die Grafik von DE3 ist eher zweckmäßig, statt bombastisch. Dafür ist sie aber keineswegs hässlich. Die altehrwürdige Xbox 360 hat schon schlechteres gesehen. Hier liegt die Liebe im Detail, das auch einen Großteil der Atmosphäre ausmacht, doch dazu gleich mehr.

    DE3 spielt in der Welt des Cyberpunk. Was das ist, würde zu lange dauern, um es zu erklären. Kurz gesagt, schaut euch den Film Blade Runner an, dann trifft es etwa genau die Atmosphäre von DE3. Auf den Straßen der Mega-Citys Detroit, USA und Hengsha, China, herrscht buntes Treiben. Hier spielt ein Großteil der Handlung, sowie die Nebenmissionen. Kenner der Yakuza-Reihe würden sich hier wohlfühlen, wenn es nicht so finster wäre. Es ist fast immer Nacht oder Abenddämmerung, die Grundstimmung ist düster, aber nicht feindselig. Neon-Reklame und Straßenbeleuchtung tauchen alles in ein trübes Licht, das durch den dunstigen Schleier dringt. So stellt man sich die gigantischen Städte der näheren Zukunft vor. Sie ist voller Leben, mit Menschen, aber auch viel Schmutz, Stahl und Beton. Besonders stimmig ist die Soundkulisse. Sie trägt zur absoluten Großstadtatmosphäre bei. Dezenter Autolärm als Hintergrundrauschen, Flugzeuge, Helikopter und Menschen, die sich unterhalten, husten, niesen, ein Kind das weint, ein bellender Hund, eine fauchende Katze, eine zuschlagende Wohnungstür. Wer genau hin hört kann fast alles hören, was man in belebten Großstädten vernehmen kann.

    Dazu steigen überall Dämpfe und Gase auf, man riecht förmlich die Stadt, indem man sie hört und sieht. Alles wirkt beklemmend realistisch.

    Neben Detroit und Hengshan kommt man im Verlauf der Hauptstory auch nach Montreal, Singapur und am Ende sogar in die Arktis. Aber alles spielt sich in Räumen, Gebäuden oder modernen Fabriken ab. In die freie Natur geht es bei DE3 nie, das will man aber auch gar nicht, denn man kann in den Städten mit so vielen Dingen interagieren. Dabei will DE3 zu keiner Zeit ein GTA sein. Die Interaktionen beschränken sich meist auf das Lesen von Hinweisschildern, dem Erkunden nach versteckten Passagen und den Gesprächen von Leuten. Diese stehen statisch an der immer gleichen Stelle und spulen ihre Animationen ab. Nachdem eine Dame ihre Zigarette geraucht hat, zündet sie sich eine neue an. Kaum hat der Herr im Sportsakko ein Handy eingesteckt, holt er es heraus und führ erneut das gleiche Gespräch. Wenn man sie anspricht, antworten sie maximal mit zwei verschiedenen Sätzen. Manche sind freundlich und erzählen kleine Anekdoten und manche sagen nur: "Verpiss dich!". Es gibt aber viele Antworten und jeder scheint etwas anderes zu sagen. Es dauert lange, bis man die gleiche Antwort von einem anderen Passanten erneut hört. Wozu das ganze? Es ist Atmosphäre pur, wenn ein Punk eine rotzige Antwort gibt und eine Prostituierte versucht, einen mit Schmeicheleien zu ködern.

    Viele Details versüßen einem zusätzlich die Atmosphäre. So sitzt z.B. ein junger Mann mit einem PSP-artigen Handheld auf einer Bank. Wenn man ihm näher kommt, kann man sehen, dass er gerade Space Invaders zockt.

    In einem Angestllten-Schlafsaal hängt ein Plakat von Final Fantasy XXVII.

    In einer E-Mail beschwert sich ein Mitarbeiter über seinen "Scheiß-Job" usw.

    Nebenmissionen
    Deus Ex 3: Neuer Genre-König? - Leser-Test von GenX3601966 Quelle: Videogameszone Die Sidequests spielen alle in Detroit und Hengshan. Beide Städte besucht man zweimal im Spiel. Doch Backtracking gibt es nicht. Beim zweiten Besuch hat sich dann schon einiges verändert. Was, wird nicht verraten.

    Bevor man im Rahmen einer Hauptquest das Spiel verlässt, fragt einen das Spiel, ob man auch wirklich nichts vergessen hat, denn später kann man die Nebenmissionen nicht mehr nachholen. Wenn das Spiel vorbei ist, ist es vorbei. Es gibt auch kein Free-Roaming, denn es ist ja kein GTA, sondern eher ein Mass Effect mit Ego-Perspektive.

    Nebenmissionen sollte man aber auf jeden Fall absolvieren. Denn sie bringen einem nicht nur die extrem nützlichen Praxis-Kits ein, mit denen man seine Augmentierungen ausbauen kann, sodern auch Geld in Form von Credits. Die braucht man für Waffen und Upgrades oder man kauft sich ein Praxis-Kit in einer Limb-Klinik für 5000 Cr.

    Händler stehen relativ leicht zu finden in jeder Stadt an einem festen Ort. Etwas schwieriger findet man Schwarzhändler, die auch interessantere Waren haben. Sie halten sich in gut versteckten Gebäudeteilen oder in der Kanalisation auf. Bei ihnen bekommt man viel interessantes, aber auch nicht alles. Deshalb lohnt es sich auch, immer ein Auge nach herumliegenden Gegenständen offen zu halten. Man kann Schränke und Schubladen durchsuchen, Tresore knacken oder gefallene Gegner plündern. Mit viel Glück findet man sogar mal ein wertvolles Praxis-Kit fürs Upgrade eurer nützlichen Augmentierungen.

    Hacken

    Einen Großteil der Zeit im Spiel verbringt man mit dem hacken. So gehört sich das ja auch als Sicherheitschef in der Zukunft. Das hacken ist anfangs etwas tricky, doch gilt hier probieren geht über studieren! Nach ein paar Versuchen hat man den Bogen raus. Wem das nicht hilft, der kann sich jederzeit im Hauptmenü ausführliche Tutorials ansehen.

    Das Minispiel ist schon fast einen Vollpreistitel eines Arcade-Games wert. So viel Spaß macht es nach einiger Zeit und man freut sich nach der Eingewöhnungszeit auf das nächste Terminal. In 5 Schwierigkeitsgraden kann man hier Hackertools und Credits gewinnen, sowie wertvolle Passwörter oder Zugangscodes. Dazu kann man E-Mails lesen, die mehr über die Hintergrundgeschichte erzählen oder interessante Erkenntnisse bringen.

    Über manche Hacks kann man, die notwenige Augmentierung vorausgesetzt, sogar freindliche Kameras, Roboter oder Geschütztürme übernehmen. Was für ein Spaß dabei zuzusehen, wie das feindliche Squad von der eigenen Maschinerie ausgeschaltet wird!

    Grafik

    Wie bereits angesprochen, ist die Grafik eher zweckmäßig. Wobei es einige Momente gibt, bei denen man von einem Aha-Erlebnis sprechen kann. Beispielsweise beim Besuch einer Biotech-Firma, kilometerhoch über der Stadt, der Blick über die Hafenanlage von Hengsha, sowie im letzten Kapitel, der Blick über die arktische Station. Das sieht schon sehr gut aus. Jedoch spielt sich das meiste in großen Innenbereichen ab, eben alles, was in einer Großstadt begehbar ist: vom Bordell bis zur Suppenküche ist alles dabei.

    Der bereits besprochene Detailreichtum ist einzigartig. Es wurde viel auf Design geachtet, kein Gebäude sieht wirklich gleich aus. Man merkt, dass die Entwickler von Eidos vier Jahre lang an dem Spiel gearbeitet haben. Für die Größe und Komplexität des Spiels (ich frage mich immer noch, wie so ein großes Spiel auf eine DVD passt!) ist die Grafik sogar überraschend gut, jedoch nicht überragend.

    Der größte Kritikpunkt sind für mich die Animationen einzelner Figuren. Sie sehen etwas hölzern und altbacken aus. Nicht hässlich, aber das hätte schöner sein können. Ganz im Gegensatz zu den zahlreichen Cutscenes. Die sind hervorragend animiert und fügen sich blendend ins Gesamtbild ein.

    Die Framerate ist fast durchgängig stabil. Nur ganz selten trüben kaum merkliche Ruckler das ansonsten butterweiche Spielgeschehen. Tearing ist ein Fremdwort bei DE3.

    Bis auf ein bis zwei kleine Bugs ist mir in den über 40 Stunden (!) Spielzeit nichts negatives aufgefallen (Xbox 360).

    Sound

    Die rhythmische Musik kann man als Ambient Acid Lounge bezeichnen. Ähnlich wie in Half Life 2 kommt sie bei Action richtig in fahrt, während sie in ruhigeren Abschnitten Tempo raus nimmt und sich somit herrlich ins Gesamtgefüge ein passt.

    Die Umgebungsgeräusche sind als perfekt zu bezeichnen. Hier merkt man deutlich, wie viel die authentische Soundkulisse zur Atmosphäre beiträgt. Nie klang eine Großstadt schöner, als in DE3.

    Die Waffensounds dagegen sind von der Stange. Manche Waffen klingen etwas blechern, wie das Standardgewehr (Sturmgewehr) und manche klingen richtig fett, wie z.B. das Plasma- oder das Lasergewehr, die man hauptsächlich im letzten Spielabschnitt finden kann.

    Die meiste Zeit spielt man aber sowieso mit einer schalldämpfenden Waffe, wenn man nicht gerade die Rambo-Taktik bevorzugt. Ganz leise schießt das Betäubungsgewehr. Für betäubte Gegner gibt's übrigens mehr XP als für getötete.

    Fazit

    Obwohl ich die Vorgänger Deus Ex 1 und 2 nicht kannte, ging ich mit großer Vorfreude an das Spiel heran. Jedoch wurde ich anfangs etwas enttäuscht, denn die Kritikpunkte erschienen mir zu offensichtlich. Von der Grafik erwartete ich etwas ganz Großes, doch ich bekam nur einen Kompromiss vorgesetzt.

    Erst mit der Zeit begann das Spiel, einen Platz in meinem Herzen zu finden. Aber als es dann mit voller Wucht auf mich einschlug, war DE3 für mich eine Sternstunde. Endlich mal wieder ein Spiel, das mich komplett in seinen Bann gezogen hatte. Endlich wieder ein Spiel, von dem ich nicht mehr ablassen konnte. Das Suchtpotenzial ist so enorm, die Jäger und Sammlertrieb im Menschen wird bis an die Belastungsgrenzen ausgetestet.

    DE3 ist der neue Rollenspiel-Shooter-König für mich. Kein Bioshock und kein Mass Effect kann da momentan in diesen epischen Ausmaßen mithalten. Das Spiel fesselt einen, sobald man durch die Spielmechanik geblickt hat, bis zum großen Finale, bei dem man dann letztlich auch noch selbst die große Entscheidung treffen darf.

    Mehr Spiel fürs Geld können nur wenige andere Genregrößen bieten, so viel Freiheiten geben einem die allerwenigsten Videogames. Für mich ist DE3 jetzt schon das Highlight des Jahres.

    Deus Ex 3: Human Revolution

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: GenX66
    92 %
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    8/10
    Atmosphäre
    10/10
    Gamesaktuell
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Deus Ex: Human Revolution
    Deus Ex: Human Revolution
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Eidos
    Release
    26.08.2011
    Es gibt 22 Kommentare zum Artikel
    Von Tony_Brokkoli
    wegen deinem test hab ich mir das spiel gekauft und du hasttest in allen punkten recht!!! :Ddas spiel ist kult. auch…
    Von Lynchman
    Hab dort auch einen Speicher, aber fürs Erste werde ich noch nicht davon gebrauch machen. 
    Von GenX66
    @Lynchman:Ich habe auch das Ende von Darrow gewählt, aus den gleichen Gründen, die Du genannt hast. Aber ich habe mit…

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    • Es gibt 22 Kommentare zum Artikel

      • Von Tony_Brokkoli Gelöscht
        wegen deinem test hab ich mir das spiel gekauft und du hasttest in allen punkten recht!!! :D
        das spiel ist kult. auch wenn ich teil 2 aud der ps2 nicht so gut fand. aber das hier ist optimal!!! lol
      • Von Lynchman
        Hab dort auch einen Speicher, aber fürs Erste werde ich noch nicht davon gebrauch machen. 
      • Von GenX66
        @Lynchman:

        Ich habe auch das Ende von Darrow gewählt, aus den gleichen Gründen, die Du genannt hast. Aber ich habe mit dem Gedanken gespielt, in den Seitengang zu gehen und die Station zu zerstören.
        An der Stelle kann man auch abspeichern und sich alle Enden ansehen. Dafür gibt's den Erfolg: "Deus Ex Machina" (50G). Konnte ich mir einfach nicht verkneifen! :D
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842305
Deus Ex 3: Human Revolution
Deus Ex 3: Neuer Genre-König? - Leser-Test von GenX3601966
Der neue Rollenspiel-Shooter mit Schleich-Einlagen ist an Komplexität und Spannung kaum zu übertreffen. Ich habe es in rund 40 Spielstunden durchgespielt und komme hier zu meinem Ergebnis.
http://www.gamesaktuell.de/Deus-Ex-Human-Revolution-Spiel-21332/Lesertests/Deus-Ex-3-Neuer-Genre-Koenig-Leser-Test-von-GenX3601966-842305/
01.09.2011
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2011/08/Takedown-000.jpg
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