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  • Der Puppenspieler für PS3 angespielt: Eine bravouröse Vorstellung

    Der Puppenspieler ist ein wunderschönes, herrlich kreatives Jump & Run mit einer herzigen Inszenierung. In unserer Vorschau erfahrt ihr mehr! Quelle: PC Games

    Kurz vor dem Generationenwechsel bei den Konsolen trumpft Sonys Japan-Studio noch einmal mit einem großartigen Playstation 3-Exklusiv-Spiel auf: Der Puppenspieler ist ein wunderschönes, herrlich kreatives Jump & Run mit einer herzigen Inszenierung, die auf ihre eigene Weise Blockbuster vom Kaliber eines Uncharted 3 überstrahlt. Woher wir das wissen? Wir haben das im Rest der Welt als Puppeteer bekannte Theater-Abenteuer ausführlich gespielt!

    Der Puppenspieler ist, vereinfach ausgedrückt, eine große Bühnenshow, ein interaktives Theaterstück mit rotem Vorhang, einem Erzähler, Kulissen aus Polygon-Pappmaché und der ein oder anderen spontanen Musical-Einlage. Sogar an ein (unsichtbares) Publikum haben die Entwickler gedacht, das mit großem Eifer Szenenapplaus gibt, überrascht aufstöhnt, laut lacht oder spitze Schreie von sich gibt. Das Ergebnis ist für ein Videospiel erfrischend anders, die Inszenierung überzeugt ganz ohne Krach-Bumm-Momente durch die liebevoll gestalteten Kulissen, die bei jedem Szenenwechsel auf amüsante Weise aufklappen oder die Illusion von Tiefe erzeugen.

    Durchweg brillant ist zudem das Hin-und-Her zwischen Erzähler und handelnden Figuren: Oftmals geben die illustren Charaktere wie die fette, warzige und komödiantisch veranlagte Mondhexe Widerworte oder korrigieren den Erzähler. Dann wieder muss sich der Mann hinter den Kulissen mit dem Overacting einer ungebabten Krötenschauspielerin herumschlagen oder ein fieser Rattengeneral wirbt in einer Persiflage moderner Fernseh-Verkaufssendungen für sein vermeintliches Wunderelixier. Wer bei Der Puppenspieler nicht regelmäßig in schallendes Gelächter ausbricht oder zumindest ein kleines Kichern ausstößt, hat definitiv keinen Humor! Das Beste an diesen tollen Dialogen, die praktisch unentwegt aus den Lautsprechern dröhnen: Sie sind exzellent ins Deutsche übersetzt. Selten haben wir so eine bis in die letzte Rolle perfekt besetze deutsche Vertonung gehört.

    Darum geht's

    Der Spieler übernimmt in Der Puppenspieler die Rolle des kleinen Erdenjungen Kutaro Der Spieler übernimmt in Der Puppenspieler die Rolle des kleinen Erdenjungen Kutaro Quelle: PC Games Der Spieler übernimmt in Der Puppenspieler die Rolle des kleinen Erdenjungen Kutaro – dessen Seele steckt wie die zahlloser andere Kinder des Nachts in einer Marionette auf dem Mond fest. Dort nutzt der böse Mondbärenkönig die beseelten Puppen als Sklaven, nachdem er die gütige Mondgöttin verbannt und ihren Mondkristall in zahlreiche Teile zersplittert hat.
    Kutaros Aufgabe: Die Kristallsplitter zu finden und den Mondbärenkönig innerhalb von sieben Akten mit einer Gesamtspielzeit von acht bis zehn Stunden aus seinem wandelnden Maschinenschloss zu vertreiben. Kutaros Problem: Er hat keinen Kopf. Den hat ihn sein scheinbar übermächtiger Gegenspieler abgebissen.

    Allerdings findet Kutaro im Spielverlauf bis zu 100 Ersatzköpfe, deren Design vom Tintenfisch über die stilisierte Fledermaus samt Flügel bis hin zum Hamburger reicht. Maximal drei Köpfe schleppt Kutaro mit sich herum und wechselt zwischen ihnen hin und her. Kriegt Kutaro einen Treffer ab, verliert der Protagonist seinen Kopf und muss ihn fix wieder einsammeln, bevor er verschwindet. Die Köpfe erfüllen so die Rolle von Herzen oder Leben in anderen Jump & Runs, sind aber auch anderweitig von Nutzen: Per Tastendruck führt Kutaro die mit dem jeweiligen Kopf verknüpfte Spezialaktion aus. Dadurch öffnen sich an speziell markierten Stellen Eingänge zu Bonusleveln oder es ergießt sich ein Regen aus den zu sammelnden Lichtpunkten über Kutaro.

    Abwechslung wird großgeschrieben

    Der Mond ist in Der Puppenspieler keine von Kratern gesäumte Einöde, ganz im Gegenteil: Die Levels sind wunderbar abwechslungsreich gestaltet und führen uns eben noch durch saftig grüne Wälder, finstere Schlösser oder einen stinkenden Sumpf, bevor wir auf und im Bauch einer Riesenschlange durch die Wüste reiten oder Piraten in der Takelage eines Segelschiffs bekämpfen, nur um schließlich unter Wasser den Dreizack des Neptuns aus dem vielarmigen Klammergriff eines Kraken zu befreien. Die Umgebungen sind mit so viel Liebe zum Detail gestaltet und wechseln Hüpf-, Renn- und Kampfeinlagen in so einem perfekten Tempo miteinander ab, dass man schon bald mit Spannung den nächsten Level erwartet. Und das alles nur, um herauszufinden, was für verrückte Ideen die Entwickler als Nächstes umgesetzt haben.

    Kutaro erlernt im Verlauf des Spiels eine Reihe von Spezialfähigkeiten, die für weitere spielerische Abwechslung sorgen. Kutaro erlernt im Verlauf des Spiels eine Reihe von Spezialfähigkeiten, die für weitere spielerische Abwechslung sorgen. Quelle: PC Games Kutaro erlernt im Verlauf des Spiels eine Reihe von Spezialfähigkeiten, die für weitere spielerische Abwechslung sorgen und den zu Beginn noch sehr sanften Schwierigkeitsgrad gemächlich in die Höhe treiben. Mit einem Haken zieht er Objekte zu sich heran, außerdem zerstört er Hindernisse mit Bomben. Und natürlich darf er jederzeit seine einzige Waffe einsetzen: die magische Schere Calibrus. Die ist nicht nur in den stets simplen Kämpfen unverzichtbar, mit ihr schneidet sich der Held auch durch Blätter, Fahnen und Wandteppiche auf der Bühne, um höhere Ebenen zu erreichen. Das geht leicht von der Hand und sorgt zusammen mit Verfolgungsjagden und Bosskämpfen für einen spaßigen Genre-Mix.

    Das spiel ich später noch mal!

    Für unsere Vorschau spielten wir gut zwei Drittel der Kampagne durch. Nach dem Ende der mitreißend erzählten Geschichte um Kutaro und den Mondbärenkönig ist aber noch längst nicht Schluss: Die große Zahl der einzusammelnden Köpfe und die damit verbundenen geheimen Bonuslevel versprechen einen hohen Wiederspielwert. Außerdem dürfen Spieler nach dem Abschluss der Kampagne mit allen im Spielverlauf erworbenen Fähigkeiten in frühere Levels zurückkehren, wo sich durch die neuen Tricks andere Routen eröffnen. Das funktioniert ganz ähnlich wie in den Lego-Spielen von Traveller's Tales.

    Der Puppenspieler hat übrigens einen Koop-Modus im Gepäck, auch wenn das Spiel vorrangig auf Einzelspieler zugeschnitten ist. Der Zwei-Spieler-Modus stört glücklicherweise nicht: Ein Freund an der gleichen Konsole kann einfach ein Gamepad einstecken und kontrolliert fortan den zweiten Charakter des Spiels, bei dem es sich je nach Level um eine fliegende Katze oder eine freche Fee handelt. Diese kleine Helferin steuern wir im Solomodus mit dem rechten Analogstick und aktivieren in den Kulissen versteckte Objekte mit einem Tastendruck. Oftmals gibt es dafür Punkte oder zusätzliche Köpfe. Zu zweit entfällt für den Hauptspieler die Fleißaufgabe, den Bildschirm mit Katze oder Fee abzusuchen.

    Kleine Mängel

    Unsere Vorschauversion von Der Puppenspieler war inhaltlich komplett und befand sich bereits in einem nahezu fertigen Zustand. Unsere Vorschauversion von Der Puppenspieler war inhaltlich komplett und befand sich bereits in einem nahezu fertigen Zustand. Quelle: PC Games Unsere Vorschauversion von Der Puppenspieler war inhaltlich komplett und befand sich bereits in einem nahezu fertigen Zustand. Schon jetzt, rund einen Monat vor der Veröffentlichung am 11. September, gefällt uns das Jump & Run ausgezeichnet. Der durchweg hohe Spaßfaktor litt lediglich unter zwei Minikritikpunkten: Zum einen entpuppten (Haha!) sich die bildgewaltigen Bosskämpfe gegen magische, fliegende Webstühle oder einen elefantengroßen Tiger als recht formelhaft. Jedes Duell verläuft nämlich in den immer gleichen drei Phasen. Das Prinzip dahinter hat man schnell durchschaut, woraufhin diese optisch brillanten Auseinandersetzungen etwas von ihrer Faszination verlieren. Zum anderen gehört zum Theaterambiente von Der Puppenspieler auch gelegentliche Muscial-Einlagen. In den von uns gespielten vier Akten zählten wir zwei solcher Szenen. Der Gesang ist dabei im englischen Original enthalten, dazu gibt es deutsche Untertitel. Für unseren persönlichen Geschmack fällt die Singerei zu kitschig aus, im Gegensatz zum restlichen Spiel zündet der in den Worten transportierte Humor nicht.

    Doch diese Makel sollten wirklich niemanden davon abhalten, Der Puppenspieler zu spielen, ach was zu erleben und vor allem: zu genießen. Das Jump & Run ist ein sagenhaft einfallsreicher Geheimtipp für PS3-Besitzer und ein Pflichtkauf für all jene, die auf der Suche nach neuen Spielideen sind. Sagen wir jetzt einfach mal so vorab – unser abschließender Test mit der (voraussichtlich sehr hohen) Wertung folgt natürlich bei Release.

    03:59
    Der Puppenspieler: Hands-on-Vorschauvideo zum PS3-Meisterwerk
    Spielecover zu Der Puppenspieler
    Der Puppenspieler
  • Der Puppenspieler
    Der Puppenspieler
    Publisher
    Sony
    Developer
    Sony
    Release
    11.09.2013

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Der Puppenspieler
Vorschau:Eine bravouröse Vorstellung
Kurz vor dem Generationenwechsel bei den Konsolen trumpft Sonys Japan-Studio noch einmal mit einem großartigen Playstation 3-Exklusiv-Spiel auf: Der Puppenspieler ist ein wunderschönes, herrlich kreatives Jump & Run mit einer herzigen Inszenierung, die auf ihre eigene Weise Blockbuster vom Kaliber eines Uncharted 3 überstrahlt. Woher wir das wissen? Wir haben das im Rest der Welt als Puppeteer bekannte Theater-Abenteuer ausführlich gespielt!
http://www.gamesaktuell.de/Der-Puppenspieler-Spiel-21258/News/Der-Puppenspieler-in-der-Vorschau-1081899/
06.08.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/08/Puppenspieler_01-pc-games_b2teaser_169.jpg
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