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  • Der Hobbit: Smaugs Einöde in der Filmkritik: Das schwierige Los in der Mitte einer Trilogie

    Peter Jacksons Mittelerde-Epos geht weiter: Diese Woche startet mit Der Hobbit: Smaugs Einöde der zweite Teil der Hobbit-Trilogie im Kino. Gamezone.de-Redakteur hat sich die Mitternachtspremiere angeschaut und berichtet vom schwierigen Los, das einen als "mittleres Kind" ereilt. Smaugs Einöde nimmt zwar an Fahrt zu, macht aber als alleinstehender Film überhaupt keinen Sinn.

    334 Minuten Film. So lang dauert das Double-Feature von "Der Hobbit". Ehrlich: Sich beide Filme unter der Woche abends im Doppelpack anzuschauen, gehört zu den weniger brillanten Einfällen, die ich in letzter Zeit hatte. 334 Minuten, das sind fünfeinhalb Stunden, mit Pipi-Pause und Beine vertreten sogar sechs. Hab ich es trotzdem genossen? Klar! Denn Peter Jacksons 2:45 Stunden langes Epos macht eigentlich nur Sinn, wenn man ihn als sequentiellen Teil der Trilogie betrachtet. Für sich gesehen hat der Film weder einen Anfang, noch ein richtiges Ende. Der gemächliche Teil der Reise ist vorbei. Während "Eine unerwartete Reise" noch knapp 45 Minuten brauchte, um überhaupt mit der eigentlichen Geschichte zu starten, schmeißt Jackson uns in "Smaugs Einöde" sofort und ohne größere Umschweife ins Abenteuer.

    Bilbo Beutlin (Martin Freeman) ist der Meisterdieb, der Smaug ein Juwel stehlen soll. Bilbo Beutlin (Martin Freeman) ist der Meisterdieb, der Smaug ein Juwel stehlen soll. Quelle: Warner Was folgt, ist ein rascher Durchmarsch von einer Action-Szene zur nächsten. Während der erste Film der Trilogie viel Zeit für Gespräche, Charakterisierung und Story-Entwicklung reservierte, konzentriert sich der zweite Teil voll auf Kämpfe und die Weitererzählung der Geschichte. Dabei tritt der Film aber gerne mal auf der Stelle und wirkt in die Länge gezogen. Die Strecke, welche die Zwergen-Gesellschaft in Smaugs Einöde zurücklegt, ist im Prinzip winzig, manche Szene wirkt von daher auch arg in die Länge gezogen. Dafür wird aber immer deutlicher, weshalb "Der Hobbit" zum Dreiteiler geworden ist: Peter Jackson erzählt nicht nur stur die Geschichte der knapp 300 Seiten langen Buchvorlage, er verpackt auch alle anderen Tolkien-Geschichten in den Film, die zum Herr der Ringe führen. So geht "Smaugs Einöde" weiter auf Gandalfs Rolle im Kampf gegen Sauron ein, zeigt den Rat der Weisen (vermutlich aber auch nur, damit man Cate Blanchett noch mal als schöne Galadriel sieht) und die Verfehlungen Sarumans, die schlussendlich dazu führen werden, dass er später zur dunklen Seite überwechselt. Der erste Hobbit-Film deutete es an, der zweite macht die Sache nun glasklar: Peter Jackson dreht hier eigentlich nicht eine Trilogie. Er führt Regie in einer Hexalogie, einem sechsteiligen Gesamt-Universum rund um den Einen Ring. Wenn 2014 der dritte Teil des Hobbits im Kino erscheint, bildet er eine direkte Brücke zu "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" und verbindet die beiden Trilogien zu einem kolossalen Meisterwerk der Fantasy-Filmgeschichte.

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    Der Hobbit: Smaugs Einöde - Neuer Trailer zum Fantasy-Epos
    Spielecover zu Der Hobbit: Smaugs Einöde
    Der Hobbit: Smaugs Einöde

    Wo sich Jackson mal nicht an die Vorlage hält

    Die schöne Elben-Kriegerin Tauriel ist einer der wenigen neuen Charaktere. Die schöne Elben-Kriegerin Tauriel ist einer der wenigen neuen Charaktere. Quelle: Warner Überraschend erfrischend sind die wenigen Male, bei denen Jackson vom Buch "Der kleine Hobbit" abweicht. Im Düsterwald etwa treffen die Zwerge nicht nur auf Thranduil (Lee Pace), den König der Waldelben, sondern auch auf seinen Sohn Legolas, erneut gespielt von Orlando Bloom. Der verliert zwar an Humor und Schlagfertigkeit, für die im Herr-der-Ringe-Epos "Sidekick" Gimli sorgte, für ein paar Gags ist er aber noch zu haben. In Gefangenschaft beleidigt er beispielsweise ein Bild, das Gloin, Gimlis Vater, von seiner Familie bei sich trägt. Anstatt des Zwergs stellt ihm Peter Jackson in Smaugs Einöde eine Elbin an die Seite: Die wunderschöne Tauriel, gespielt von Evangeline Lilly, ist eine rangniedrigere Kämpferin, in die sich Legolos ein bisschen verguckt. Doch sie hat nur Augen für den Zwergen-Kämpfer Fili. Ob aus der Lovestory was wird, verrät der Film am Ende nicht, falls doch, ist das für die Hardliner unter Tolkien-Fans sicher eine schwere Pille. Ich, selbst ein Tolkienist, mag die Idee. Wie die Liebe zwischen Tinuviel und Beren, würde die Beziehung für Völkerverständigung in diesem Konflikt-zerrissenen Reich stehen und irgendwie aufklären, weshalb Legolas und Gimli trotz ihrer ersten Anfeindungen später zu besten, immerwährenden Freunden werden.

    Luke Evans als Bard in der Seestadt. Luke Evans als Bard in der Seestadt. Quelle: Warner Während das Buch übrigens ein Kindermärchen ist und der erste Film dem auch mit seinen Liedern, Albernheiten und Witzen Respekt zollte, fällt der zweite Teil der Saga eine gehörige Portion düsterer aus. Die Zwergengesellschaft kämpft gegen riesige Spinnen, hackt ihnen Beine und Klauen ab und verirrt sich im dunklen Gewirr des Düsterwaldes. Gandalf greift sogar Dol Guldur an, die Festung in der Sauron sich aufpeppelt. Der Thrillfaktor in diesen Szenen ist enorm. Man erkennt die Handschrift eines Regisseurs, der schon immer gerne Splatter-Horror gedreht hat. Ein Kinderfilm ist "Der Hobbit: Smaugs Einöde" sicherlich nicht.

    Spannend ist auch die Geschichte rund um den mystischen Arkenstein. Das Juwel, das im Mittelpunkt der Rettungsaktion steht, verdirbt Thorin, den Anführer der Unternehmung. Während der Arkenstein im Buch zwar schon als verführerisch schöner Edelstein gehandhabt wurde, stilisiert Peter Jackson ihn fast schon als Widersacher zum Einen Ring. Wo die beiden Artefakte auch sind - sie verderben und korrumpieren um sie herum alles und jeden. Es ist spannend, wie Jackson diese düstere Herangehensweise im letzten Film auflöst.

    Bilbo und Smaug – ein eingespieltes Team

    Bilbo Beutlin (Martin Freeman) liefert gewohnt hervorragende Arbeit ab. Erfreulicherweise verzichtet Peter Jackson in "Smaugs Einöde" auch darauf, die Zwerge immer wieder als hohle Comic-Figuren zu zeigen. Ein paar Gags und Slapstick-Einlagen gibt es zwar schon und die machen auch Spaß. Aber insgesamt kann man die Zwerge erst in diesem Teil der ernstnehmen – das wurde auch Zeit!

    Zwergen-Anführer Thorin Eichenschild will sein Reich zurückerobern und ist auf der Suche nach dem Arkenstein. Zwergen-Anführer Thorin Eichenschild will sein Reich zurückerobern und ist auf der Suche nach dem Arkenstein. Quelle: Warner Eines der letzten Geheimnisse der Hobbit-Trilogie ist nun übrigens gelüftet: Smaugs imposantes Aussehen. Der riesige Drache schlängelt sich in Erebor zwar fulminant durch die riesigen Goldschätze, kann aber auch mit seinen ausgebreiteten Flügeln, seinem Schuppenpanzer und dem Feueratem Angst einflößen. Gesprochen wird der CGI-Drache übrigens von Benedict Cumberbatch, den man aus Star Trek und der BBC-Serie Sherlock kennt. Peter Jackson hätte keinen besseren Sprecher finden können. Seine bassige Bariton-Stimme passt perfekt zu dem Ungetüm und sorgt für Gänsehaut im Kinosaal.

    Ein weiterer Schauspieler darf in der Liste der perfekten Besetzungen auch nicht fehlen: Ian McKellan brilliert in seiner Rolle als Zauberer Gandalf zum fünften Mal. Der Strippenzieher hinter den beiden Ring-Trilogien überstrahlt mit Leichtigkeit seine Kollegen Saruman (Christopher Lee, gewohnt hochnäsig und abweisend), Galadriel (Cate Blanchett, schön und gütig) und Elrond (Hugo Weaving, einfach nur da).

    HFR-Technik verbessert

    Um Elbenschönheit Tauriel (Evangeline Lilly) und Zwerg Fili baut sich ein romantisches Geflecht auf. Um Elbenschönheit Tauriel (Evangeline Lilly) und Zwerg Fili baut sich ein romantisches Geflecht auf. Quelle: Warner 3D und HFR. Der Hobbit: Smaugs Einöde setzt gleich auf zwei neue Technologien, für die Kinos ordentlich zur Kasse bitten. In München schlagen Kinos dann gleich dreifachen Aufschlag beim Ticketpreis drauf: Überlänge, 3D-Brille und HFR-Technik muss man gesondert bezahlen. Der Kinobesuch kostet dann gerne mal 14 bis 18 Euro – allein für das Ticket. Ob HFR (High Frame Rate) sich wirklich lohnt, darüber streitet die Fachwelt noch. Ein Teil des Publikums ist begeistert von den knackscharfen Bildern, ein anderer genervt, weil der künstlerische Aspekt des Films verloren geht.

    Ich selbst war im ersten Teil eher ein Zweifler. Der Soap-Opera-Stil hat mich bei einem epischen Feature-Film eher abgeschreckt, vor allem auch, weil manche Szenen aussahen, als würde jemand dauernd am Abspielgeschwindigkeitsrad drehen. Die Technik haben die Macher nun anscheinend besser im Griff, das Bild wirkt nun ruhiger und stetiger. Einen echten Mehrwert in HFR erkenne ich jedoch nicht.

    15:03
    Der Hobbit: Special zum Filmstart - Tops und Flops der Mittelerde-Spiele
    Spielecover zu Der Hobbit: Smaugs Einöde
    Der Hobbit: Smaugs Einöde
  • Der Hobbit: Smaugs Einöde
    Der Hobbit: Smaugs Einöde
    Kinostart
    12.12.2013
    Film-Wertung:
     
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von Nerdkiller
    Achtung! Leichte, bis mittlere Spoiler enthalten!Ich habe den Film genossen. Ich muss gestehen, dass mich die Szenen…
    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von Nerdkiller
        Achtung! Leichte, bis mittlere Spoiler enthalten!

        Ich habe den Film genossen. Ich muss gestehen, dass mich die Szenen mit Smaug und Gandalf wahnsinnig gefangen haben. Unglaublich, was für ein dichtes Atmosphäregestrüpp da gespannt wird. Den ersten Teil konnte ich diesen Aspekt nicht so recht abgewinnen…
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Der Hobbit: Smaugs Einöde
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http://www.gamesaktuell.de/Der-Hobbit-Smaugs-Einoede-Film-256742/Specials/Der-Hobbit-Smaugs-Einoede-in-der-Filmkritik-1101341/
12.12.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/07/HBT-004153r-pc-games_b2teaser_169.jpg
der hobbit,der herr der ringe,herr der ringe,film,filmkritik
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