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  • Schlacht um Mittelerde 2

    Schon nächsten Februar prügeln sich wieder alle um den einen Ring. Die Fortsetzung verspricht mit komplexeren Missionen und dem brandneuen Strategiemodus, mehr als eine typische EA-Fortsetzung zu werden.

    Wenn Projektleiter Mike Verdu Schlacht um Mittelerde 2 vorführt, dann mit einer Ruhe, die selbst Sauron nicht erschüttern könnte. Während er seine akkurat in Formation laufenden Zwerge einer Horde Goblins auf Spinnen entgegen schickt, erklärt er uns, was er und sein Team sich alles für den Nachfolger des Titelthemas unserer Erstausgabe ausgedacht haben. Nicht etwa das Gleiche in grün soll es werden, sondern ein Strategie-Epos, das sich deutlich anders spielt als der Vorgänger.

    Den Sauron raus lassen

    Schauplatz ist Mittelerde, dessen Völker um den einen Ring kämpfen. Ach? Ja. Das kommt Ihnen natürlich bekannt vor, aber der Trick ist, dass Sie diesmal all die Schlachten ausfechten, die in den Filmen gar nicht und in den Büchern nur am Rande vorkommen. Natürlich dürfen neue Völker nicht fehlen, denn Rohans Reiter oder die Truppen Isengards kennen wir ja schon aus Teil 1. Auf der guten Seite schicken Sie ab Februar die eleganten Truppen der Elben und stämmige Haudegen der Zwerge ins Gefecht. Miesepeter Sauron kontert mit den ebenso hässlichen wie vielseitigen Goblins.

    Allein schon die neuen Einheiten sorgen für ein frisches Spielgefühl: Die Elben segeln mit schnittigen Booten gen Feind, der natürlich seine eigene Marine besitzt. So entbrennen grafisch imposante Seegefechte, die an Land enden. Denn mit Transportschiffen schicken Sie Bogenschützen und Nahkämpfer ins Hinterland des Gegners. Die Vielseitigkeit der Goblins haben wir schon angedeutet: Die flinken Gesellen reiten nicht nur auf Furcht einflößenden Riesenspinnen fatale Attacken, sondern können sogar über Festungsmauern klettern oder Tunnels graben -- ein Albtraum für jeden Burgherren!

    Belagerungen wie in Stronghold 2

    Während der Vorführung lässt Mike Verdu in einer Mehrspieler-Session seine Goblins eine Zwergenfestung stürmen. Die wurde zuvor mit nur wenigen Mausklicks hochgezogen: Burgfried platzieren, Produktionsstätten aus dem Boden stampfen, Mauern hochziehen. Mauern? Ja, denn endlich können Sie sich eine richtig schmucke Festung ähnlich wie in Stronghold 2 maßschneidern. Geschickte Feldherren aller sechs spielbaren Völker nutzen dabei das Terrain aus, indem sie Mauern und Wachtürme an Felswände anschließen, die selbst Goblins nicht überwinden können. Dennoch sind solche Bollwerke kein Allheilmittel: Mikes Gegner platziert nur wenige Bogenschützen in den Verteidigungstürmen und zieht den Großteil seiner Truppe in der Mitte der Festung zusammen -- zu weit weg, um Mikes Angreifer frühzeitig mit Katapulten oder Pfeilen vernichten zu können.

    Plötzlich schickt Mike Verdu seine Goblins los, die wieselflink ohne Sturmleitern über die Mauern der Zwergenfeste kraxeln. Währenddessen zerschmettern riesige Giganten nach und nach mehrere Mauerteile, um den Weg für Spinnenreiter und andere Schergen Saurons zu öffnen. Der Rest ist schnell erzählt: Obwohl die Zwerge im Nahkampf mächtig zuschlagen, ist die Übermacht erdrückend, die Festung in Goblin-Klauen.

    Der Spieler als Mittelerde-Held

    Neben den aus dem Vorgänger bekannten Helden wie Aragorn, Legolas und Gandalf spielen eine Reihe neuer Mittelerde-Promis tragende Rollen. Grima Schlangenzunge kennen viele sicher aus dem zweiten Film, während der Zwergenkönig Dain nur in den Büchern auftaucht. Just aus diesem Grund sicherte sich Electronic Arts auch noch die Rechte an den Büchern und kann so aus dem Vollen schöpfen. Allerdings mit einer Einschränkung: In der Einzelspieler-Kampagne von Mittelerde 2 konzentrieren sich die Entwickler auf die neuen Helden und lassen die alten außen vor; naheliegend, weil die ja parallel zum Beispiel im fernen Helms Klamm oder Minas Tirith kämpfen.

    Damit sich der Spieler dennoch gleich heimisch fühlt und gerne Seite an Seite mit den eher unbekannten Recken ficht, darf er sich seinen eigenen Helden zusammenbasteln. So stürzen Sie sich als Zwerg, Elb, Troll oder Ork in die Schlachten und nutzen dabei neue Spezialfähigkeiten, die Sie nach und nach erwerben. Besonders fies ist der so genannte Watcher: Mike Verdu lockt mit einer Handvoll Bösewichte die Zwergenarmee aus ihrer Festung und lässt dann den Watcher aus dem Boden hervorbrechen. Das Tentakelmonster, das sich im ersten Film vor dem Moria-Tor an Frodo heranmachte, peitscht dabei die Zwerge gleich in Gruppen durch die Luft und hat nach nur wenigen Sekunden die halbe Armee von Mikes Gegner aufgerieben.

    Auf unsere Frage, ob die besonders starken Spezialfähigkeiten nicht die Balance im Spiel ins Wanken brächten, verweist Mike auf die noch anstehende, mehrmonatige Testphase.

    Neue Befehle: format elb:\-zwerg

    Wer Schlacht um Mittelerde gespielt hat, erinnert sich bestimmt noch an die teils riesigen Armeen, die dank der miesen Wegfindungs-Algorithmen mühevoll vom Spieler ans Ziel gelotst werden mussten. Natürlich soll die Wegfindung besser werden, versichert Mike schnell, aber gleich im Anschluss führt er uns die neuen Formationsbefehle vor, als könnten die das Wegfindungsproblem lösen. Immerhin: Wir finden es schon praktisch, dass wir bequem mit der Maus unsere Truppen derart aufstellen können, dass die Formation zum Gelände passt. Da das Spiel automatisch Fernkämpfer nach hinten und Nahkämpfer in die vorderste Reihe schickt, müssen wir das nicht selbst erledigen. Das hektische Jonglieren mit zusammengefassten Einheitengruppen könnte so also etwas entspannter ablaufen. Die ebenfalls neue Befehlskette dürfte dabei ebenfalls helfen, denn damit lösen Sie mit nur einem Klick den Angriff Ihrer Kavallerie erst dann aus, wenn Ihr Held zum Beispiel seinen stärksten Flächenzauber aufgeladen hat.

    Rundenbasiert Mordor stürmen

    Abschließendes Highlight unserer Besuchs in Mittelerde ist der Strategiemodus, der rundenbasiert abläuft und an Risiko und Rome erinnert: Ganz Mittelerde ist in etwa 40 Provinzen aufgeteilt, die Sie allesamt erobern können. Während Ihrer fünf Züge pro Runde bauen Sie zum Beispiel Kasernen, heben Armeen aus oder verschieben Aragorn (in diesem Modus sind alle Helden dabei!) samt seiner Truppen in ein bedrohtes Gebiet. Wenn zwei feindliche Armeen aufeinander treffen, wechselt das Spiel in die bekannte Schlachtfeld-Perspektive, in der Sie wie gewohnt um den Sieg kämpfen. Alle zuvor gebauten Gebäude tauchen dann natürlich am entsprechenden Ort auf. Falls Ihnen das zu mühselig ist, flüchten Sie (Pfui!) oder lassen das Ergebnis ausrechnen, abhängig von den jeweiligen Einheitenstärken. Der Strategiemodus soll sogar online gegen menschliche Spieler funktionieren.

    Florian Stangl

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Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2
Schlacht um Mittelerde 2
Schon nächsten Februar prügeln sich wieder alle um den einen Ring. Die Fortsetzung verspricht mit komplexeren Missionen und dem brandneuen Strategiemodus, mehr als eine typische EA-Fortsetzung zu werden.
http://www.gamesaktuell.de/Der-Herr-der-Ringe-Die-Schlacht-um-Mittelerde-2-Spiel-21217/News/Schlacht-um-Mittelerde-2-715569/
01.09.2005
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