Der Herr der Ringe: Schlacht um Mittelerde II
Der Vorgänger ist das Strategiespiel mit der professionellsten Präsentation und der dichtesten Atmosphäre. Trotzdem ist "Die Schlacht um Mittelerde" aber nicht der Top-Hit der Sparte. Schwächen in der Wegfindung und viele sehr ähnliche Missionen haben vor 13 Monaten genervt.
Ohne den ganz großen "Der Herr der Ringe"-Hype im Rücken wollen die Jungs von EA Pacific ("Command & Conquer") nun beweisen, dass sie zur perfekten Lizenz auch das (fast) perfekte Spiel abliefern können. Um sich unserem kritischen Blick zu stellen, besuchten uns die Produzenten Amer Ajami und Jim Vessela mit der aktuellsten Version von "Die Schlacht um Mittelerde II".
Expansionsdrang
In der Solokampagne wird schnell klar, dass der Aufbau unserer Basis noch leichter vonstatten geht als beim Vorgänger. Vorgegebene Bauplätze sind nun Geschichte -- Sie dürfen überall bauen, wo genügend Platz ist. Eine eingeblendete Prozentzahl zeigt die Effizienz des Gebäudes am jeweiligen Platz. So vermeiden Sie, dass sich zum Beispiel zwei Bauernhöfe in die Quere kommen, wenn sie zu nahe beieinander gebaut werden.
Gewollter Nebeneffekt: Der Spieler muss sich schnell über die Karte ausbreiten, sonst kriegt er nicht genügend Ressourcen. Ein Prinzip, das schon bei "Dawn of War" perfekt funktionierte. EA Pacific will damit vor allem die Multiplayer-Partien aggressiver gestalten.
Unsere Basis gefällt uns so gut, dass wir sie vor Eindringlingen schützen wollen. Eine Mauer muss her -- und das geht ruck, zuck: einen der Mauerplätze unserer Hauptzitadelle angeklickt, Mauer-Icon gewählt und schon ziehen wir mit der Maus die Mauer auf die gewünschte Länge und Position.
Alle sechs Fraktionen (die aus Gondor und Rohan gebildeten Menschen des Westens, Zwerge, Elben, Mordor, Isengart, Goblins) beherrschen den Mauerbau, sogar fern der heimischen Zitadelle. Toll: Die anfangs popeligen Bollwerke können wir upgraden und -- abhängig vom Kontostand -- erweitern, zum Beispiel mit Türmen für Bogenschützen, Plattformen für Katapulte, Geheimtüren und fiesen Fallen wie brennendem Öl.