Was lange währt, wird endlich gut -- oder auch nicht. Mit zwei Jahren Verspätung trudelt die PS2-Umsetzung der PC-Ballerei ein.
U m es gleich vorwegzunehmen: "Delta Force: Black Hawk Down" kann sein Alter inzwischen nicht mehr verbergen. Technik und Spielmechanik der Taktik-Ballerei sind im Jahre 2005 nicht mehr konkurrenzfähig.
Doch der Reihe nach: Wer beim Titelzusatz "Black Hawk Down" an Ridley Scotts gleichnamiges Leinwand-Drama denkt, liegt goldrichtig. Genau wie der Hollywood-Schinken hat die Spielumsetzung den dramatischen Bürgerkrieg in Somalia Anfang der 1990er zum Thema. Eure Aufgabe: Als U.S.-Delta-Force-Soldat sollt ihr den skrupellosen Aufständischen um Oberübel Mohamed Farrah Ai-did herum den Garaus machen.
Mit Köpfchen und Kanone?
Bevor ihr euch für 16 Missionen mitten im afrikanischen Krisenherd verpflichtet, steht eure Grundausbildung an. Ob Schießübung, Teamkontrolle oder Schwimmmanöver -- sobald ihr die recht komplexe Steuerung einigermaßen verinnerlicht habt, wird's ernst.
Aber keine Bange -- im Soldaten-Alltag geht es nicht halb so taktisch zu, wie uns das die Entwickler glauben machen wollen. In den weitläufigen, aber linear aufgebauten Arealen ist ein flinker Abzugsfinger die beste Lebensversicherung. Die strunzdummen Gegnerscharen stürmen eurem Vier-Mann-Team nämlich blind entgegen. Zwar könnt ihr den drei vom Computer gesteuerten Kollegen Befehle erteilen wie "Lauft zu Punkt XY!" oder "Feuerschutz geben". In der Regel passen die hörigen KI-Mitstreiter aber besser auf sich auf, als ihr es jemals könntet.
Zwischendurch erwarten euch gescriptete Fahr- oder Flugeinlagen. Während die CPU die Steuerung des Jeeps, des Panzerwagens oder des Helikopters übernimmt, klemmt ihr euch hinter die jeweilige Bordkanone und gebt den Gegnern Saures.
Zwischen den Einsätzen investiert ihr ergatterte Erfahrungspunkte in neue Wummen oder in die Verbesserung von Waffenattributen. Das wirkt sich aber kaum auf den von Haus aus simplen Action-Alltag aus. Einzig Online-Gefechte für bis zu 32 Spieler dürften Breitband-Fans begeistern. ?GÄ
