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  • Review: Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit

    In dem von Jerry Bruckheimer produzierten Science-Fiction-Actioner versucht "Oscar"-Preisträger Denzel Washington einen Mord zu verhindern, der bereits geschehen ist

    Doug bemerkt, dass hinter der Technik mehr steckt, als er glauben soll Doug bemerkt, dass hinter der Technik mehr steckt, als er glauben soll Nichts macht so neidisch wie Erfolg. Jerry Bruckheimer kann davon sicher ein Lied singen. Dem elitären Kreis der Feuilletonisten ist der Produzent schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Der immer gleiche Kritikpunkt: Bruckheimer befriedige mit seinen in künstlerischer Bedeutlungslosigkeit dahindümpelnden Werken gezielt das in unpersönlichen Multiplexen abgefertigte Massenpublikum. Der außerordentliche Ruhm, der ihm dabei beschieden ist, macht es den Intellektuellen nicht leichter.

    Jerry selbst kann das relativ egal sein. Der Mann blickt auf eine unvergleichbare Karriere zurück, die ihn noch vor Steven Spielberg oder George Lucas zum derzeit erfolgreichsten Filmemacher aller Zeiten werden ließ. Über seine Arbeit sagte Jerry Bruckheimer einmal ganz analytisch: "Würde ich Filme für die Kritiker machen, müsste ich wahrscheinlich in einem kleinen Appartement in Hollywood wohnen."

    Goldjunge

    Staatsfeind Nr. 1: Warum verübte Carroll Oerstadt (James Caviezel) den Anschlag auf die Fähre? Staatsfeind Nr. 1: Warum verübte Carroll Oerstadt (James Caviezel) den Anschlag auf die Fähre? Am Beginn seiner Karriere stellte Bruckheimer Werbespots auf die Beine, die bereits früh sein Gespür für eine unverwechselbare optische Ästhetik erkennen ließen. Es folgten vier Jahre bei der renommierten New Yorker Agentur BBD&O, in denen er seinen Stil verfeinerte. Danach wagte er den Schritt nach Hollywood. Anfang der 80er produzierte Bruckheimer zwei Hits für Paramount ("Ein Mann für gewisse Stunden" 1980, "Flashdance", 1983), die ihn mit seinem späteren Partner Don Simpson zusammenführten. Mit "Top Gun" (1986) und den ersten beiden "Beverly Hills Cop"-Teilen (1984, 1987) definierten sie den Begriff "Mainstream" völlig neu.

    Da der als "Top Car" verspottete Nascar-Actioner "Tage des Donners" (1990) angeblich die hohen Erwartungen nicht erfüllte, wechselte das Gespann 1991 von Paramount zu Disney. Erste Früchte waren 1995 u.a. "Bad Boys" und "Crimson Tide". Nachdem der exzentrische Don Simpson -- dem stets Drogenexzesse nachgesagt wurden -- 1996 an einem Herzinfarkt starb, fiel Jerry Bruckheimer keineswegs in ein kreatives Loch, sondern war weiterhin treibende Kraft hinter Großproduktionen.

    Winning Team

    Doug versucht alles, um das Leben der unschuldigen Claire zu retten Doug versucht alles, um das Leben der unschuldigen Claire zu retten Für "Déjà Vu" verpflichtete Bruckheimer bereits zum sechsten Mal Ridley Scotts Bruder Tony als Regisseur. Scott, der wie sein Produzent aus der Werbebranche kam, versteht es auf unnachahmliche Weise, einen Film im typischen Bruckheimer-Stil zu inszenieren: mit schnellen Schnitten, technisch-kühler Optik und mindestens einem Superstar.

    Den gewann man mit dem zweifachen "Oscar"-Gewinner Denzel Washington. Damit fand jenes Trio wieder zusammen, das bereits "Crimson Tide" zum Hit werden ließ. Was alle drei an der Geschichte reizte war eine viel versprechende und ungewöhnliche Mischung‚ aus Science-Fiction, Thriller und Love Story.

    Knalleffekt

    Pryzwarras Team analysiert die Aufzeichnungen von Überwachungskameras Pryzwarras Team analysiert die Aufzeichnungen von Überwachungskameras New Orleans, am 28. Februar 2006: Eine voll besetzte Fähre setzt über den Mississippi, um gut gelaunte Menschen zum Mardi Gras, dem größten karnevalistischen Feiertag, in die Stadt zu bringen. Dort ankommen wird an diesem Tag aber niemand. Eine an Bord versteckte Bombe reißt das Schiff in Stücke und 543 Opfer in den Tod. Die USA erleben den schlimmsten Terror-Anschlag seit dem 11. September.

    Spezialist Doug Carlin (Denzel Washington) ist einer der Ermittler, die auf den Fall angesetzt werden. Hauptverdächtiger ist eine unbekannte Person, die das Geschehen von einer Brücke aus beobachtet und sich nach dem Knall sofort aus dem Staub gemacht hat. Verwirrung stiftet der Fund einer Frauenleiche. Die halb verbrannte Claire Kuchever (Paula Patton) wurde bereits acht Minuten vor der eigentlichen Katastrophe am Flussufer gefunden.

    Schlüsselrolle: Ist Claire Kuchever (Paula Patton) des Rätsels Lösung? Schlüsselrolle: Ist Claire Kuchever (Paula Patton) des Rätsels Lösung? In Claires Wohnung stößt Doug auf weitere Ungereimtheiten. Auf einem Spiegel steht die Botschaft "Du kannst sie retten" und auf dem Anrufbeantworter der Verstorbenen ist eine Nachricht von Doug. Dann treten die FBI-Agenten McReady (Bruce Greenwood) und Pryzwarra (Val Kilmer) auf den Plan. Sie machen Doug mit einem geheimen Projekt vertraut, bei dem der Tatverlauf mittels von Überwachungskameras aufgezeichneten Bildern rekonstruiert werden kann. Carlin merkt jedoch bald, dass hinter dieser neuartigen Technik mehr steckt. Die irrwitzige Frage ist plötzlich: Kann Doug einen Mord verhindern, der noch gar nicht geschehen ist?

    Retrospektive

    Feuer frei: Schurke Oerstadt hat wenig Lust, sich verhaften zu lassen Feuer frei: Schurke Oerstadt hat wenig Lust, sich verhaften zu lassen Für die im Film aufgestellten Theorien über Zeitsprünge und Parallelwelten recherchierten Bruckheimer und Scott im Vorfeld mit Wissenschaftlern wie dem Quantenphysiker Dr. Brian Greene. Dieser erklärte ihnen, dass Blicke in die Vergangenheit durchaus möglich sind. So ist beispielsweise unser Spiegelbild 16 Nanosekunden älter als wir selbst und das Bild des Polarsterns am Himmel bereits über 630 Jahre alt.

    Die Dreharbeiten sollten übrigens bereits 2005 beginnen, allerdings machte Hurrikan Katrina allen Beteiligten einen Strich durch die Rechnung. Um beim Aufbau der gebeutelten Stadt zu helfen, hielt man am Drehort jedoch fest und konnte auf die Unterstützung der dankbaren Bevölkerung zählen.

    Einzelschicksal

    Agent Andrew Przywarra (Val Kilmer) wirft mit seiner Spezialeinheit einen Blick in die Vergangenheit Agent Andrew Przywarra (Val Kilmer) wirft mit seiner Spezialeinheit einen Blick in die Vergangenheit Das US-Kinopublikum konnte mit "Déjà Vu" jedoch weniger anfangen. Die 75-Millionen-Dollar-Produktion startete im November 2006 und spielte in den Staaten lediglich 64 Mio. wieder ein. Die möglichen Gründe dafür sind entweder in der komplizierten Story oder -- und das ist wahrscheinlicher -- in der starken Konkurrenz durch "Casino Royale" zu sehen.

    In Deutschland lief das wesentlich besser. Um Bond aus dem Weg zu gehen, legte man die Premiere auf den 27. Dezember. Und siehe da: Mit 1,2 Mio. Zuschauern wurde der Film bei uns zu einem Erfolg.

    Für die Heimkino-Auswertung entschied sich Buena Vista für eine Single-Disc. Nach Einlegen der Scheibe in den Player läuft zunächst eine Trailershow mit Clips zu "Breaking and Entering", der vierten "Alias"-Staffel und Blu-rays ab. Danach gelangt man in ein gelungen animiertes Hauptmenü. Unter den Extras findet man zwar nur zwei anwählbare Punkte, dafür sind diese umso interessanter.

    Wer einen Blick durch das "Zeitfenster" wirft, sieht den Film nicht nur mit einem sehr informativen Audiokommentar von Tony Scott, Jerry Bruckheimer und Drehbuchautor Bill Marsilii, sondern erfährt durch an neun Stellen nahtlos eingeblendete Hintergrundberichte zusätzlich alles über die Aufnahmen der Explosion der Fähre, die Entwicklung der Figur Doug Carlin, Maske, Kostüme und Special Effects, das Zeitfenster, die verwendeten Kameras, die zeitversetzte Verfolgungsjagd, das Team Denzel, Tony und Jerry sowie die riskanten Stunts. Die Laufzeit steigt dadurch von 121 auf 153 Minuten.

    Die Clips lassen sich übrigens auch einzeln anwählen. Wer damit durch ist, kann sich noch die von Regisseur Scott kommentierte erweiterte Szene "Nach der Fährenkatastrophe" ansehen.

    Fazit
    Film-Check: "Déjà Vu" ist ein auf Hochglanz polierter Thriller, der sich durch seine intelligente, wenn auch nicht immer leicht nachvollziehbare Story wohltuend vom Hollywood-Einheitsbrei abhebt. Der Knackpunkt für den Zuschauer dürfte der Moment sein, wenn das Science-Fiction-Element der Zeitverschiebung ins Spiel kommt.
    Ähnlich wie bei "From Dusk Till Dawn", der vom Gangster- zum Vampirfilm wechselt, bleibt man auch hier entweder begeistert bei der Stange oder verliert entnervt den Faden. Die kompakte Inszenierung passt jedenfalls und mit "Oscar"-Preisträger Denzel Washington wurde ein Hauptdarsteller verpflichtet, den man sich immer wieder gerne ansieht. DVD-Fazit: So sieht man sich Sci-Fi-Action-Thriller gerne an. Bild und Ton präsentieren sich in schönem Zustand und machen in kleinen wie großen Heimkinos Spaß. Die Special Features fallen knapp aus, enthalten aber alle relevanten Infos.
  • Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit
    Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit
    Regie
    Tony Scott
    Verkaufstart
    10.05.2007
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von ernie
    Ja, wirklich ein genialer Film! Bin mit der B ewertung voll-und ganz zufrieden.:hoch:
    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von ernie
        Ja, wirklich ein genialer Film! Bin mit der B
        ewertung voll-und ganz zufrieden.:hoch:
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Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit
Review: Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit
In dem von Jerry Bruckheimer produzierten Science-Fiction-Actioner versucht "Oscar"-Preisträger Denzel Washington einen Mord zu verhindern, der bereits geschehen ist
http://www.gamesaktuell.de/Deja-Vu-Wettlauf-gegen-die-Zeit-DVD-224031/Tests/Review-Deja-Vu-Wettlauf-gegen-die-Zeit-725707/
16.06.2007
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2007/05/dejavu_05.jpg
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