Darksiders (PS3)

Release:
05.01.2010
Genre:
Action
Publisher:
THQ

Darksiders - Die Konsolen-Metzelorgie im Test

09.01.2010 12:08 Uhr
|
Neu
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Krieg tobt durch die Reihen der Hölle. In unserem Test erfahrt ihr, wie gut das Action-Game wirklich ist.

Darksiders - Krieg Darksiders - Krieg [Quelle: http://www.cynamite.de] Solltet ihr die letzte Games Aktuell verpasst haben, ist das nicht weiter tragisch. Gebt euch ein, zwei saftige Backpfeifen und wir sind wieder im Reinen. Jedenfalls rattern wir für euch die Story von Darksiders noch mal im Schnelldurchlauf runter: Zum gefühlten 666-ten Mal geht in der nahen Zukunft die Welt unter. Es regnet Feuer, grausame Dämonen machen Schnitzeljagd auf Menschen, Hochhäuser kollabieren, Engel fluten den Himmel. Das volle Programm also, man kennt das. Mittelpunkt des Weltuntergangs: Der apokalyptische Reiter Krieg und seine bessere Hälfte „Chaosfresser“ – ein Ehrfurcht gebietendes Mega-Schwert. Doch kaum hat sich Hauptcharakter Krieg warmgekloppt und parteiübergreifend Scharfrichter gespielt, geht alles Schlag auf Schlag: Überraschend verliert der Anführer der himmlischen Streitkräfte seinen Kopf und die dunklen Legionen reißen die Weltherrschaft an sich. Und das alles nur, weil die drei anderen apokalyptischen Reiter nicht aufgekreuzt sind und das Gleichgewicht des Armageddon somit zusammengebrochen ist. Ein Schuldiger ist schnell gefunden: Krieg wird ein Pakt mit dem Zerstörer – des Teufels Künstlername – unterstellt, seiner Kräfte beraubt und zunächst aufs Abstellgleis geschoben.

Darksiders - Samael Darksiders - Samael [Quelle: http://www.cynamite.de] Ein paar Jahrhunderte später darf Krieg wieder auf Erden wandeln und versucht nun, Rache an den unbekannten Verrätern zu üben. Hilfe bekommt er dabei von Samael, einem gefallenen Engel, mit welchem er einen Pakt eingeht: Krieg bringt ihm die machterfüllten Herzen von sieben höllischen Obermotzen und im Gegenzug bekommt der apokalyptische Reiter Zugang zum Turm des Zerstörers – ein Ort, der Antworten für Krieg bereithält. Verraten wir zu viel, wenn wir sagen, dass hier irgendwo ein gewaltiger Haken lauert und Krieg besser das Kleingedruckte hätte lesen sollen? Nö, tun wir nicht. Bevor ihr aber überhaupt in den Dunstkreis eines Bossgegners gelangt, müsst ihr euch mit der Spielmechanik von Darksiders vertraut machen: Generell kämpft Krieg die meiste Zeit mit seinem Deluxe-Buttermesser Chaosfresser. Hämmert ihr im richtigen Takt auf den Angriffs-Button, vollführt Krieg mit diesem einen blutigen, butterweich animierten Schwerttanz, den ihr im Spielverlauf stetig ausbaut. Erlöste Gegner verlieren bei ihrem Ableben dabei drei Arten von Seelen: grüne Seelen verbessern Kriegs Gesundheit, blaue fungieren als makabere Währung und gelbe pushen das Zorn-Level. Letzteres hat Einfluss auf die Dauer von Kriegs zerstörerischer „Chaos-Gestalt“. Wechselt Krieg in diesen Zustand, verwandelt er sich in ein metergroßes brennendes Ungetüm und schickt mit einem Flammenschwert reihenweise diabolische Feinde auf Heimfahrt Richtung Hades. Schimpfen jetzt ein paar hartgesottene Herr der Ringe-Fans wegen Ideenklau? Verständlich, aber trotzdem egal: Cool ist cool!

Darksiders - Vulgrim Darksiders - Vulgrim [Quelle: http://www.cynamite.de] In regelmäßigen Abständen stoßt ihr auf Vulgrim, den Dämonenhändler. Als Vollblut-Geschäftsmann pfeift der hagere Kerl natürlich auf Kriegs ruinierten Ruf und will nur sein Bestes – also die wertvollen, blauen Seelen. Im Gegenzug deckt euch der untote Krämer mit frischen Items, Angriffs-Variationen und Waffen ein. Hier gefällt uns, dass sich neue Attacken problemlos in euer facettenreiches Kriegsballett eingliedern und durch unkomplizierte Tastenkombos sofort flüssig von der Hand gehen. Und da Darksiders alle paar Stunden weitere Fähigkeiten einstreut – etwa eine flammende Haut oder eine fesche Monster-Pistole, treffend als „Erlöser“ bezeichnet –, ist die Vorfreude auf neues Spielzeug euer ständiger Begleiter. Überhaupt ist spielerische Abwechslung eine von Darksiders größten Stärken: Gerade das erste Viertel des Spiels hat uns mit einer unglaublich guten Präsentation und genialen Twists umgehauen. Eben werfen wir einem wolkenkratzenden Dämonen noch Autos um die Lauscher, Minuten später reiten wir auf einem Greifen und jagen Drachen. Wenn das kein echter Männer-Sport ist, was dann? Danach nimmt das Spieltempo ein wenig ab, da mehr und mehr Rätsel-Passagen eure Zeit in Anspruch nehmen. Nervig: Zwar dauert es in der Regel keine zehn Minuten, bis ihr die Lösung quasi schmecken könnt, trotzdem haben wir an ein paar Kopfnüssen ewig gehangen. Die gut gemeinte Hilfe-Funktion lieferte in solchen Momenten lediglich Worthülsen, jedoch keine echten Tipps.

Darksiders - Uriel Darksiders - Uriel [Quelle: http://www.cynamite.de] Inszenatorisch ist Darksiders ein absolutes Brett! Die Zwischensequenzen strotzen nur so vor stilvollen Kameraeinstellungen, lässigen Sprüchen und literweise rotem Pixelsaft. Das Ganze ist allerdings so dermaßen übertrieben aufgezogen, dass wir teilweise vor Lachen am Boden lagen: Etwa als ein Fleischberg von Zombie-Gefängniswärter – im Übrigen der sympathische junge Herr rechts – tödlich verwundet umfällt und ein mit ihm verwachsener Untoter eine nutzlose Herzmassage probiert. Nun könntet ihr vermuten, dass die Sequenzen zwar Optik-Granaten sind, die deutsche Vertonung aber viel von der Atmosphäre schlichtweg verpuffen lässt. Dem ist zum Glück nicht so! Auch deutsche Spieler kommen in den Genuss von professionellen Sprechern und müssen nicht neidisch auf den Rest der Welt blicken. Optik-Fetischisten warnen wir lieber vor: Der Comic-ähnliche Grafikstil von Darksiders ist zwar insgesamt eine runde Sache, trotzdem hätten einigen Abschnitten mehr Details gut zu Gesicht gestanden. Angesichts dessen, was das Spiel sonst zu bieten hat, ist das aber Meckern auf hohem Niveau.

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Darksiders (PS3)
Spielspaß-Wertung

9 /10
Leserwertung
(44 Votes):
76 %
Alexander Wenzel
Gast

09.01.2010 12:08 Uhr
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Dein Kommentar
Mitglied
Bewertung: 0
31.10.2010 10:30 Uhr
knapp 16h spielzeit kurz alter Oo
Mitglied
Bewertung: 0
22.01.2010 21:41 Uhr
Sehr gutes Spiel, hammer inszeniert. Für meinen Geschmack aber leider etwas kurz. Mit allem Sammeln (Abgründrüstung ect) knapp 16h Spielzeit.
Mitglied
Bewertung: 0
15.01.2010 22:36 Uhr
Ich fand das Spiel nicht gut, schlechte Grafik,zu linear, einfach nicht mein Spiel!!
Aber wems gefällt ^^

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