Dante's Inferno: Test des Höllen-Spektakels!

Test Dominic Eskofier

Dante's Inferno im Test: Ist Dante eine taugliche Alternative für die kurze Übergangszeit bis God of War 3?

Dante's Inferno: Test des Höllen-Spektakels! Quelle: EA Dante's Inferno - Test

Im Test von Dante's Inferno wurde uns klar: Wer so dreist klaut, der darf auch einen Vergleich mit dem großen Konkurrenten nicht scheuen. Dante’s Inferno spielt sich nämlich nicht nur genau wie God of War, sondern ist auch in einem ähnlich blutigen Setting angesiedelt. Statt in der griechischen Mythologie ein Massaker anzurichten, schnetzelt sich Dante jedoch quer durch die Hölle. Dabei werden nicht von ungefähr typische Fegefeuer-Klischees wie lodernde Höllenflammen oder verlorene Seelen bedient.

Unsere heutige Vorstellung vom Ort der Verdammnis entspringt nämlich maßgeblich dem Werk, das auch die Hintergrundgeschichte des Action-Spiels stellt: die Göttliche Komödie des italienischen Mittelalter-Dichters Dante Alighieri: Kreuzfahrer Dante durchquert die neun Zirkel der Hölle, um seine geliebte Beatrice aus den Fängen des Teufels zu retten. Eigentlich ein perfektes Setting für dramatische Szenen, richtig fesselnd wird die leicht verwirrende Story allerdings nie.

Dante's Inferno - Test: Einmal Hölle, blutig bitte!

Dante's Inferno: Test des Höllen-Spektakels! Quelle: EA Die Story ist aber ohnehin nur Mittel zum Zweck für das rund zehnstündige Höllengemetzel. Die Kämpfe sind dabei meist anspruchsvoll und eure Daumen hämmern in einem solchen Tempo auf die Knöpfe, dass selbst Nähmaschinen neidisch werden könnten. Gerade in späteren Levels, wenn verschiedene Gegnertypen gleichzeitig auf euch einstürmen, sind unterschiedliche Taktiken gefragt und ihr solltet Varianz in eure Attacken bringen. Allerdings werden die Kämpfe leicht eintönig, sobald ihr die Taktiken der Widersacher erst mal durchschaut habt.

Zeitweilige Auflockerung bringen Passagen, in denen ihr mächtige Monster steuert: Beim ersten Mal sorgt das echt noch für heruntergeklappte Kinnladen, später nutzt sich der Effekt allerdings mehr und mehr ab. Das Gleiche gilt für die heftigen Gewalt-Einlagen: Der erste blutig abgetrennte Dämonen-Schädel erzeugt erstaunte bis fassungslose Gesichter, der hundertste nur noch ein müdes Lächeln.

Gut, dass die Dead Space-Entwickler Visceral Games riesige Bossgegner ins Spiel eingebaut haben, die für den einen oder anderen Bombast-Moment sorgen. Unter den Fieslingen findet ihr beispielsweise Dantes eigene Familie, die durch Höllenqualen verdorben wurde oder eine riesige, pervertierte Version von Cleopatra. Manche der Bosskämpfe leiden jedoch darunter, dass sich Abläufe und Animationen wiederholen, wenn man den richtigen Moment für eine Attacke verpasst. Dann bleibt euch nichts anderes übrig, als eine Reihe von stets gleichen Angriffen über euch ergehen zu lassen, bis ihr wieder am Zug seid.

Auf der nächsten Seite geht der Dante's-Inferno-Test weiter!

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk