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  • DTM Race Driver 3

    Die Entwicklung von Codemasters' Motorsport-Tausendsassa biegt in die Zielgerade ein. Ob es den Rennspielallrounder künftig eher in Richtung NfS oder LFS zieht, klärt unsere ausführliche Beta-Probefahrt.

    Das Genre der anspruchsvollen Rennsimulation feiert derzeit fröhliche Wiederkehr. Simbin schlägt mit GTR und GT Legends gleich zweimal zu, dazu kommen die online sehr populären Live for Speed S2 und R-Factor. Dabei ist es längst nicht nach jedermanns Geschmack, wenn die zügige Fortbewegung mit dem virtuellen Untersatz fast schwieriger fällt als mit einem echten Auto. Soll es aber andererseits auch kein Großstadt-Geflügelsalat nach Underground-Art sein, bleibt am PC das Rennspiel-Büffet eher spärlich bestückt. Kein Wunder also, dass Codemasters mit seinen beiden DTM Race Driver-Teilen ordentlich abräumte. Die besetzten die Nische zwischen Simulation und Action-Raserei und verbanden attraktive Lizenzen und spannende Rennen mit anziehender Grafik und einem gewaltigen Umfang. Ein Motorsport-Potpourri, das der Masse gut mundete und beim dritten Teil in seiner Rezeptur nur dezent verfeinert wird.

    Keine Geschichten mehr

    Als erstes flog die begleitende Intrigen-und-Liebe-Hintergrundstory von der Zutatenliste. Schön gemachte Zwischensequenzen wird es zwar weiterhin geben. Eine die Karriere begleitende Rahmenhandlung auf dem Niveau einer durchschnittlichen »Verliebt in Berlin«-Folge bleibt uns diesmal gottlob erspart.

    Das heißt aber nicht, dass Sie es rein fahrerisch nur noch mit zusammengestückelten Einzelrennen zu tun haben. So können Sie auf motorsportliche Weltreise gehen, bei der Sie an Strecken und Fortbewegungsmitteln so ziemlich alles kennen lernen. Alternativ entscheiden Sie sich für eine von gleich zwei Karrieren (Tourenwagen oder Formelautos), bei der Sie vor immer größeren, miteinander verknüpften Herausforderungen stehen.

    Newcomer und Dauerbrenner

    Als einer der Gründe für den DTM Race Driver-Erfolg gilt seit jeher das fast schon unüberschaubare Ange-bot unterschiedlichster Rennklassen, Fahrzeugtypen und Streckencharakteristiken. Der Trend setzt sich im dritten Teil weiter fort. Neben diversen GT- und Tourenwagenkategorien, Offroad-Rennern und Formel-Flitzern stehen weitere Spezialitäten auf dem Programm, bei dem der Kenner mit der Zunge schnalzt. Etwa die legendären Gruppe-5-Monster von Ende der 70er-/Anfang der 80er-Jahre. Oder Formel-1-Wagen aus einer Ära, als »Elektronik« noch ein absolutes Fremdwort war.

    Bei aller Innovation haben manche Serien anscheinend ein Dauerticket gebucht. Etwa die etwas fummelig zu steuernden Indy Cars oder die bulligen australischen V8 Supercars, die vor lauter Kraft kaum laufen können. Herzstück ist einmal mehr die namensgebende DTM (Deutsche Tourenwagen Masters), die nicht nur lizenztechnisch, sondern auch beim Ablauf eines Rennwochenendes endlich auf neuestem, sprich 2005er Stand ist. Landen Sie im Qualifying unter den Top Ten, fechten Sie die beste Startposition mit neun anderen Piloten in einem Superpole genannten Einzelzeitfahren aus.

    Wieder nix mit Simulation

    Schon seit TOCA-Zeiten war die Kardinalsfrage bei jeder neuen Version: In welche Richtung zieht es Codemasters? Wird man arcadiger? Oder versucht man tatsächlich eine ernsthafte Simulation auf die Beine zu stellen? Letzteres behauptete zumindest das Marketinggetrommel der Engländer unermüdlich immer wieder. Doch selbst gegenüber der hauseigenen Colin McRae Rally-Reihe -- auch nicht unbedingt das, was man ein Hardcore-Rallyespiel nennt -- fiel das Fahrmodell speziell des ersten DTM-Teils sehr zahm und harmlos, mitunter auch unbefriedigend aus. Manche Autoklassen umkurvten eine Biegung, als wären sie einfach mit einem riesigen Spieß auf eine Eisfläche gesteckt worden.

    DTM Race Driver 2 machte Fortschritte, speziell bei den DTM-Fahrzeugen. Allerdings wurde das Fahren im Großen und Ganzen schlicht etwas schwieriger. Mit einer ausgefeilten, nachvollziehbaren Fahrphysik mit zig Parametern hatte das vom Gefühl her immer noch eher wenig zu tun.

    Auch diesmal verkündete Codemasters am Anfang der Entwicklung sinngemäß, dass sie sich deutlich dem Simulationslager zuwenden wollen. Doch soviel lässt sich schon anhand der Beta sagen: Viel getan hat sich selbst im Sim-Pro-Modus nicht. Im Vergleich zu Schwergewichten wie GTR oder Live for Speed sind Fahrphysik und Handling immer noch pures Arcade. Dass sich diverse Fahrzeugklassen -- etwa die DTM -- trotzdem nicht gerade einfach um den Kurs bewegen lassen, hat denn auch andere Gründe. Viele Autos reagieren zum Beispiel sehr empfindlich auf Lenkkorrekturen. Andere haben allgemein einen sehr niedrigen Griplevel. Und grundsätzlich vermitteln sie alle selbst mit Force-Feedback-Lenkrad nur sehr spärlich Rückmeldung über den aktuellen Fahrbahnbelag und ein sich eventuell ankündigendes Unter- oder Übersteuern.

    Wer den Schaden hat...

    Umso stärker fällt das physikalische Feedback in Form diverser Beulen und Fehlteilen dafür bei Fahrfehlern aus. Denn das (abschaltbare) Schadensmodell gehört wie gehabt zu den heftigsten der Branche. Das gilt sowohl für den optischen Part -- selten zuvor sah man schiefere Autos in einem Rennspiel -- als auch den mechanischen. Wie bisher beschädigen Sie durch Unfälle nach und nach bis zu fünf Komponenten Ihres Gefährts: Motor, Getriebe, Aufhängungen, Lenkung und Räder.

    Bei unseren Testfahrten hatten wir allerdings das Gefühl, dass die Auswirkungen heftig wie nie zuvor sind. Schon bei gelb gefärbter Schadensanzeige -- die holt man sich schnell -- wird das Auto merklich langsamer. Da in unserer Beta die Boxenstopps noch nicht funktionierten, war somit schon mit ein, zwei mittelern Remplern oder Abflügen das Rennen gelaufen. Das Auto kann dann selbst mit einer eher gemütlich dahingleitenden Gegnerschar nicht mehr mithalten.

    Auch verfeinerte Modelle für Benzinverbrauch und Reifenabnutzung sollen die zunehmende Bedeutung von Boxenstopps unterstreichen. Da auch die Konkurrenz nachtanken und Reifen wechseln muss, ergeben sich durch mehr taktische Möglichkeiten während langer Rennen.

    Rasenmäher-Sound

    Grafisch ist bei DTM Race Driver 3 mal wieder alles in Butter. Zwar wirken manche Lichteffekte etwas übertrieben, dafür gehören die Fahrzeugtexturen mit zum sprichwörtlich schärfsten, was wir jemals auf dem PC bewundern durften. Und dass Codemasters 3D-Modelle entwerfen kann, die ihren realen Vorbildern nahezu perfekt nachempfunden sind, wissen wir ja schon seit längerem.

    Etwas durchwachsener sieht die Sache bei der Betaversion in Sachen Sound aus. Musik ist spärlich gesät wie eh je, die Soundeffekte geben sich ordentlich-solide. Schwankend wie die Bandbreite an enthaltenen Autos fallen bis dato die wichtigen Motorensounds aus. So brummeln die Mercedes-W25-Silberpfeile satt vor sich hin, während der 750 PS starke Gemballa-Porsche eher an eine Heulboje erinnert. Immerhin darf man endlich mal ohne Gehässigkeit schreiben, dass ein Motor klingt wie Rasenmäher. Denn zu den Bonus-Spaßmobilen gehört eben tatsächlich ein Sitz-Rasenmäher.

    Mit dem darf man auch per LAN oder Online die Kurve schneiden -- allerdings gegen maximal elf Gleichgesinnte. Schon das 16-Spieler-Limit von GT Legends war ein kleiner Dämpfer, doch ein spärliches Dutzend ist in modernen Netzwerkzeiten doch arg enttäuschend.

    Michael Galuschka

  • DTM Race Driver 3
    DTM Race Driver 3
    Publisher
    Codemasters
    Release
    15.10.2007

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Forza Horizon 3 Release: Forza Horizon 3 Microsoft
    Cover Packshot von F1 2016 Release: F1 2016 Koch Media , Codemasters
    Cover Packshot von Trials of the Blood Dragon Release: Trials of the Blood Dragon Ubisoft , RedLynx
    Cover Packshot von The Collider 2 Release: The Collider 2 Techland
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DTM Race Driver 3
DTM Race Driver 3
Die Entwicklung von Codemasters' Motorsport-Tausendsassa biegt in die Zielgerade ein. Ob es den Rennspielallrounder künftig eher in Richtung NfS oder LFS zieht, klärt unsere ausführliche Beta-Probefahrt.
http://www.gamesaktuell.de/DTM-Race-Driver-3-Spiel-22240/News/DTM-Race-Driver-3-715531/
01.11.2005
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/v_dtm3_01_11eps.jpg
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