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  • Einbau-ratgeber teil 5

    Der Prozessor ist Herz und Hirn des Computers, Ein- und Ausbau sind entsprechend aufwändig. Doch mit unserer genauen Schritt-für-Schritt-Anleitung meistern Sie auch diese schwere Hürde!

    Ohne Prozessor geht nichts! Er ist die Schaltzentrale eines jeden PC. Es gibt viele verschiedene Arten und dazugehörige Sockel auf dem Markt – mit dem Core 2 Duo von Intel und dem Athlon 64 haben wir uns für die gebräuchlichsten entschieden. Zugegeben: Es erfordert schon ein wenig Mut, eine derartig große »Operation« am Rechner vorzunehmen. Mit uns haben Sie aber eine verlässliche Hilfe zur Hand. Haben Sie Fragen? Immer her damit, am besten per Mail an hardware@pcpowerplay.de.

    Simon Fistrich

    Einbauzeit: ca. 45 Minuten

    Benötigtes Werkzeug:

    Schraubenzieher, Wärmeleitpaste,

    Papiertücher, ein Stück Pappe

    Achtung: Wenn bei diesem Eingriff etwas schiefläuft, fällt Ihr Rechner komplett aus. Denn obwohl der Einbau einer CPU im Prinzip recht einfach abläuft, hantieren Sie hier mit dem wichtigsten Baustein Ihres PCs. Insbesondere Athlon-Prozessoren mit empfindlichen Pins (Bild) sind problematisch. Die gute Nachricht: Selbst im Ernstfall sind Ihre Daten nicht verloren.

    Sie müssen das Mainboard nicht unbedingt ausbauen, um den Prozessor zu wechseln. Voraussetzung ist aber ein guter Zugang ins Innere des Rechners. Ausreichend Licht ist Pflicht! Befreien Sie den Rechner vom Stromnetz, ziehen Sie sämtliche Kabel ab und bauen Sie alle Steckkarten aus. Dazu benötigen Sie in der Regel nur einen Schraubenzieher.

    Zuerst müssen Sie den Kühler abmontieren. Die Befestigungssysteme unterscheiden sich nach Hersteller und Produkt erheblich voneinander. In sämtlichen Fällen müssen Sie den Lüfter vom Motherboard abstecken. Im kommenden Einbau-Ratgeber widmen wir uns übrigens ausführlich dem Thema Lüfter und Kühler.

    Befreien Sie den ausgebauten Kühler von eventuellen Rückständen der meist weißen oder silbernen Wärmeleitpaste. Benutzen Sie dazu einfach ein Papiertuch. Wenn Sie möchten, können Sie auch schon den nun freigelegten Prozessor abtupfen. Spätestens jetzt sollten Sie sich statisch entladen. Fassen Sie dazu an einen geerdeten Gegenstand.

    Öffnen Sie nun den Haltehebel Ihres Prozessors. Klappen Sie eine je nach Prozessor eventuell vorhandene Metallvorrichtung hoch. Fassen Sie den Prozessor vorsichtig an den Kanten, und ziehen Sie ihn aus dem Slot. Achten Sie darauf, dass er sich nicht verkantet, und dass der Haltehebel geöffnet bleibt. Die CPU sollte sich ganz leicht lösen lassen.

    Fertig, der Prozessor ist draußen. Verstauen Sie ihn am besten in einer gepolsterten Pappschachtel. Spätestens jetzt sollten Sie auch sämtliche Restbestände der Wärmeleitpaste vorsichtig entfernen, da sie sonst hart wird. Beim Hantieren mit der CPU dürfen Sie die Unterseite mit den Pins bzw. Kontakten keinesfalls berühren. Nun wollen wir uns den Einbau ansehen.

    In unserem Beispiel1 nehmen wir uns einen Core 2 Duo-Prozessor von Intel zur Brust. Der verfügt über Kerben an zwei Seiten. Entfernen Sie etwaige Schutzvorrichtungen auf Prozessor und Slot. Richten Sie die CPU so aus, dass die Kerben zu den beiden vorstehenden Plastiknasen auf dem Mainboard passen.

    Lassen Sie den Prozessor vorsichtig in den Slot gleiten. Sollten Sie auf Widerstand stoßen, überprüfen Sie, ob Sie den Prozessor richtig ausgerichtet haben. Sobald die CPU im Slot sitzt, schließen Sie die Metallklappe und arretieren Sie den Prozessor mit dem Haltehebel. Nicht wundern, dafür ist ein wenig Druck erforderlich. Bingo, sitzt!

    Nun schnappen Sie sich die Wärmeleitpaste und setzen einen kleinen Klecks auf die Mitte der CPU. Übertreiben Sie es nicht! Die Paste soll lediglich Lücken zwischen Kühlkörper und Prozessor schließen. Eine zu dicke Schicht würde die Kühlleistung vermindern. Mit einem Stück Pappe verteilen Sie die Paste halbwegs gleichmäßig auf dem Prozessor.

    Jetzt müssen Sie den Kühler montieren. Hierzu lesen Sie am Besten in der Anleitung des Herstellers nach. Sobald der Kühler sitzt und der Lüfter mit dem Mainboard verbunden ist, schließen Sie alle Steckkarten und den Rechner an. Der große Moment ist gekommen: Starten Sie den Rechner.

    Wenn sich nichts tut: Ruhe bewahren! Überprüfen Sie noch einmal, ob Sie auch wirklich alles angeschlossen haben. Dazu gehören auch die internen Stecker vom Netzteil zum Mainboard. Achten Sie darauf, dass alle Lüfter laufen. Klappt es immer noch nicht? Gehen Sie rückwärts sämtliche Schritte noch mal durch. Auch ein Defekt der CPU kann möglich sein.

    Wenn der Rechner hochfährt, sollten Sie sich gleich ins Bios-Setup begeben. Überprüfen Sie, ob der Prozessor richtig erkannt wird. Gegebenfalls müssen Sie noch den Systemtakt anpassen. Sie finden die Einstellung meist im Bereich »Advanced« unter »CPU Configuration« oder »Chipset«. Konsultieren Sie hier am Besten Ihr Mainboard-Handbuch und den Beipackzettel zur CPU.

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