Crysis
Es wurde von Crytek entwickelt. Es ist der inoffizielle Nachfolger des "Spiel des Jahres 2004", Far Cry. Es will der bis dato schönste Shooter sein. Und es will neben der tollen Grafik auch eine Geschichte erzählen. Eine wahrlich gewagte Kombination, die in der Vergangenheit schon des öfteren zum Scheitern verurteilt war. Kann Crysis den großen Berg Erwartungen, den es hat auch tragen?
Ich blicke zurück in das Jahr 2004: Ein kleines noch unbekanntes Entwicklerteam namens Crytek bringt ein Spiel auf den Markt, welches sowohl grafisch als auch spielerisch neue Maßstäbe setzt. Der Spieler steuert Jack, der nach der Zerstörung seines Bootes in eine Höhle gespült wird, wo die Handlung beginnt. Die Spielwelt besteht aus mehreren kleinen und großen Inseln, auf denen man sich fast frei bewegen kann. Grafisch bricht diese Tropenkulisse alle Rekorde: Noch nie da gewesene Wassereffekte, messerscharfe Texturen und eine Weitsicht, die ihresgleichen sucht. Und als ob das nicht genug wäre, wurde die gesamte Engine komplett von Crytek selbst programmiert. Hut ab!
Die Handlung allerdings verspricht weniger Abwechslung. Um sie in wenigen Sätzen zu erklären: Jack wird an einer Insel angespült und nimmt über ein zufällig gefundenes Handy Kontakt mit einem Unbekannten, der ihm helfen will. Jack stößt während der Inselerkundung auf ein Forschungslabor, in dem Mutanten gezüchtet werden. Jack muss die Insel von der Mutantenplage befreien.
Zum Glück lässt sich die flache Handlung aufgrund der großartigen Grafik verschmerzen.
3 Jahre später...
Nun möchten die drei Yerli-Brüder noch eine Schippe drauflegen und den schon exzellenten Vorgänger Far Cry übertreffen. Kein leichtes Unterfangen, wenn man ehrlich ist.
Die Versprechen sind groß: grafische Weiterentwicklung, spektakuläreres Spielerlebnis und endlich eine Handlung, die sich sehen lassen kann. Die Erwartungen sind somit noch höher, als bei Far Cry, weil die Spieler einen angemessenen Nachfolger erwarten.
Ob Crytek das gelungen ist, erfahrt Ihr im folgenden.
Der Nanosuit
Der Anzug des Protagonisten, Codename Nomad, stellt die große Neuerung in Crysis dar und ist eines der Hauptfeatures. Mit dem Nanosuit ist Nomad zu übernatürlichen Handlungen fähig. Jede der Fähigkeiten verbraucht auf eine bestimmte Weise Anzugenergie, die sich, sofern man keinen Modus ausgewählt hat langsam wieder auflädt. Während dem Spiel kann man mit V ein Ringmenü erscheinen lassen, in dem man die einzelnen Fähigkeiten auswählen kann:
Tarnung - In diesem Modus kann der Spieler nicht von Gegnern entdeckt werden, solange man nicht unmittelbar vor ihnen steht. Während man still stehen bleibt, verbraucht der Anzug in diesem Modus nur sehr wenig Energie, beim Kriechen und vor allem Laufen ist der Verbrauch entsprechend höher. Mit diesem Modus kann man auch in vollbesetzte Stützpunkte schleichen, ohne dass jemand etwas merkt - sofern man sich geschickt anstellt. Wird man doch entdeckt, kann man schnell im Tarnmodus fliehen. In den meisten Fällen ist man dann nach einer Zeit wieder unentdeckt. Das Benutzen von Waffen oder anderen Gegenständen hebt diesen Modus wieder auf.