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  • Company of Heroes

    Wie brutal der Zweite Weltkrieg geführt wurde, können nur ganz wenige Spiele vermitteln. Strategietiteln gelingt das noch seltener. Company of Heroes ist da ganz anders: schonungslos realistisch und spielerisch faszinierend.

    Wenn uns in Call of Duty Kugeln um die Ohren pfeifen, kriegen wir ein Gefühl für die Hölle, die Soldaten im Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Wer dagegen Commandos spielt, konzentriert sich so sehr auf die Taktik, dass das Szenario eher abstrakt wird. Company of Heroes will beide Welten zu einem intensiven Spiel-Erlebnis verbinden; in Echtzeit. Wir ließen uns von Designer Jay Wilson eine atemberaubende Mission mit allen Details erklären.

    Volle Deckung!

    Wir befinden uns irgendwann im Zweiten Weltkrieg, irgendwo in Frankreich. Ein 5er-Trupp GIs läuft geduckt durch eine Gasse in einem Städtchen, überall liegt der Schutt halb zerstörter Häuser. Die Soldaten nutzen jeden Müllberg, jedes Trümmerstück als Deckung -- ohne, dass Jay Wilson es ihnen immer wieder befehlen müsste. »Das ist das Herzstück des Spiels. Die KI erkennt jedes einzelne Teil in den Levels und kann sie als Deckung benutzen«, sagt Jay sichtlich stolz. Und tatsächlich: Wie in einem perfekt choreographierten Hollywood-Film stürzt sich der Trupp flink in Deckung, als ihm plötzlich Salven aus einem deutschen Hinterhalt um die Ohren pfeifen. Wir vermuten sofort ein Skript hinter der Aktion, dass diese Szene so eindrucksvoll aussehen lässt. Doch Jay ist darauf vorbereitet: Er startet den Level neu, die GIs bewegen sich ähnlich effektiv wie vorher, aber auch ein wenig anders. Um zu zeigen, dass alles in Echtzeit berechnet und nichts vorgegeben wird, teleportiert Jay per Cheat einen zweiten 5er-Trupp in den Level. Das zwingt die deutschen Soldaten, ihr Feuer auf mehrere Angreifer zu verteilen, die wiederum entsprechend reagieren: Die einen springen in Deckung und geben Feuerschutz, andere nutzen die Chance auf einen schnellen Spurt Richtung Gegner.

    Bis auf ganz wenige Ausnahmen klappt auch die Wegfindung fehlerfrei, was angesichts der vielen Trümmerstücke ein kleines Wunder ist. Vor allem, weil ständig neue Teile dazukommen. Doch die Soldaten finden meist sofort den besten Weg und verheddern sich nur einmal kurz.

    Alles kaputtbar

    Schon aus der Vogelperspektive wirkt Company of Heroes eindrucksvoll, was an den unglaublich vielen Details liegt, die Relics neue »Essence«-Engine auf den Monitor zaubert. Die Animationen der Soldaten sind geschmeidig, jeder scheint einen eigenen Gang zu haben, Verwundete wälzen sich am Boden und heben hilfesuchend eine Hand -- all das ist aus großer Höhe gut zu erkennen. Wer näher heranzoomt, fühlt sich dann wie in Call of Duty oder Medal of Honor. Natürlich geht so die Übersicht flöten, also spielt Jay in einer heraus gezoomten Ansicht weiter. Nach einer kurzen Zwischensequenz in Spielgrafik demonstriert er mit großem Vergnügen, dass sich so gut wie jedes Objekt im Level zerstören lässt.

    In einem Haus haben sich im ersten Stock zwei MG-Nester verbarrikadiert, die Türen sind verrammelt. Während die US-Truppen in ihrer Deckung festsitzen, wartet Jay auf die herbei gerufenen Bazooka-Schützen. Sobald die angekommen sind, geben ihnen ihre Kameraden Feuerschutz, dann sprengen die schweren Geschosse erst mal das halbe Erdgeschoss des Hauses kaputt. Die Trümmerteile bleiben dabei liegen und bieten neue Deckung. Jetzt könnten unsere Jungs zwar das Haus durch das Loch stürmen, aber Jay ballert lieber auch den Rest des Gebäudes zu Staub. Schließlich will er zeigen, dass die Havok-Physikengine ganze Arbeit mit realistisch herumfliegenden Soldaten und Ziegeln leistet. Und dass jede gesprengte Häuserwand anders aussieht. Recht hat er, das Ergebnis ist eindrucksvoll und wirkt sehr natürlich.

    Imposantes Finale

    Höhepunkt der Vorführung ist der Kampf um den zentralen Platz des Städtchens, der mit Soldaten, Panzern und Bombern geführt wird. Stacheldrahtsperren, Sandsackbarrikaden, Bombentrichter -- alles ist Hindernis und Deckung zugleich. Das Vorrücken der US-Truppen können die deutschen Panzer nur kurz aufhalten, doch dann rumpelt ein mächtiger Tiger-Panzer auf den Platz zu und zerlegt nebenbei einen ganzen Torbogen, durch den er eigentlich nicht gepasst hätte. Weil der Tiger mit den beiden Shermans kurzen Prozess macht, beordert Jay Wilson einen Bomberangriff herbei, der den halben Stadtplatz in Schutt und Asche legt. 30 Sekunden und Dutzende grafische Spezialeffekte später sind vier Häuser zusammengestürzt und dem Tiger die Krallen gezogen. Jetzt stürmen die GIs in den Nahkampf -- je näher sie dem Gegner sind, desto besser treffen sie. Umgekehrt zwar auch, aber das lässt sich angesichts der Übermacht verschmerzen. Level gewonnen, Vorführung beendet.

    Company of Heroes hat das Zeug, eines der zwei oder drei größten Strategiespiele 2006 zu werden. Hauptknackpunkt ist die KI: Da die Designer dem Spieler viele Tätigkeiten wie das Suchen von Deckung abnehmen, muss der sich darauf verlassen können, dass die Einheiten perfekt handeln.

    Florian Stangl

  • Company of Heroes
    Company of Heroes
    Developer
    Relic Entertainment
    Release
    16.11.2009

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Company of Heroes
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http://www.gamesaktuell.de/Company-of-Heroes-Spiel-20319/News/Company-of-Heroes-715562/
01.09.2005
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