
das leidige Thema Jugendschutz & Videospiele
meXx_PaYne
Verfasst am: 24.10.2008, 18:17h
Computer & Videospieler egal ob jung oder alt werden dieses Thema hassen. Eltern hingegen sind wahrscheinlich darauf angewiesen. Das Thema ist der Jugendschutz. Müssen jüngere Spieler vor gewaltinhalten geschützt werden ...? ...Ja ..die Frage ist nur wie man diese schützt & ob der Schutz so wie er derzeit vorliegt Sinn ergibt. Wenn ich den Fernseher anschalte & die Nachrichten sehe wird desöfteren erwähnt das die Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen immer mehr zunimmt. Kopfschüttelnd stellt sich für mich die Frage warum dies so ist.Welches die Ursachen sind? Das Wort WARUM spielt dabei öfters eine Rolle als uns lieb ist. Warum z.B.: wird immer den Medien (Film,Videospiele) die Schuld für Gewalt in die Schuhe geschoben obwohl es Tatsache ist das noch keine wissenschaftliche Studie belegen konnte das dieser Zeitvertreib (das daddeln vom Videospielen) gewaltfördernd sei. Im Gegenteil, ich meine sogar mal gelesen zu haben wo Menschen von aggressionsabbauenden Konsequenzen sprachen.Einige von euch werden dies wahrscheinlich öfters erlebt haben. Man kommt genervt von der Arbeit, gestresst von der Schule, schaltet den Computer ein, und schlachtet sich (übertrieben ausgedrückt)durch Monstermassen. Nach einer halben std. ist wieder alles okay. Man fühlt sich befreiter,ruhiger,ausgeglichener. Klingt ziemlich doof, ist aber so. Selbst stumpfsinnige Gewaltorigien wie Postal kann in einer gewissen Art und Weise für Unterhaltung sorgen, solange man den schwarzen Humor versteht und die virtuelle Welt nicht zu ernst nimmt. Ich denke mal das jeder Mensch eine Art Ventil braucht wo er ab & zu angestauten Gefühlen freien Lauf lassen kann.Soll aber nicht heissen das der Mensch gewaltbereit ist, sondern in vielen Situationen fällt es einem schwer sich mit seinen Emotionen auseinander zusetzen. Ich finde es daher vollkommen menschlich wenn versucht wird sich mit Dingen zu beschäftigen die helfen überweltigende Gefühle zu beschwichtigen. Die einen bearbeiten den Sandsack,treiben Sport,hören laute Musik & andere zocken eine Runde Doom. Warum jedoch wird letzteres als so niederträchtig erachtet? warum Sprechen Politiker von schärferen Jugendschutz? Warum haben zum Teil auch erwachsenen Spieler das Gefühl das einem vorgeschrieben wird wie man seine Freizeit gestaltet od. welches Computerspiel man spielen sollte bzw. darf?
Damit hier eines vollkommen klar ist - Ich bin für den Jugendschutz. Das Minderjährigen der Zugriff auf Spielen welche die Einstufung "ab 18 Jahren"trägt verwehrt bleiben sollte ist vollkommen akzeptabel. Nur darf man nicht vergessen wer denn überhaubt dafür verantworlich ist das ihre Kids solch DvD´s/ Games in die Hände bekommen? Wer bestimmt das diese Internet benutzen & sich somit alle Spiele ohne Altersnachweise kaufen können? Wer entscheidet ab welchen Alter sie einen PC oder Konsole bekommen? Ganz richtig: die Eltern. Auch wenn es viele wahrscheinlich nicht hinnehmen wollen oder können, aber diese tragen meiner Ansicht nach die Hauptschuld daran in welche Richtung sich ihr Sprössling bewegt. Zwei für mich ganz wichtige Fragen die sich verantwortungsbewusste Eltern immer stellen sollten sind z.B.:" Wie verbringt mein Kind seine Freizeit? Welche Spiele/Filme sieht mein Kind wenn es allein ist? Vielleicht die wichtigsten Fragen überhaubt.
Ich bin der Meinung das die Aggressivität & Gewaltbereitschaft dadurch entsteht wenn Jugendliche vollkommen sich selbst überlassen werden. Wenn Eltern aufgrund diverser alltäglicher Probleme einfach vergessen sich um ihre Lieben zu kümmern. Aus Langeweile tut man irgendwann mal das, was man nach längerem überlegen oder gesprächen mit anderen vielleicht ausser Acht lassen würde. Auf die man alleine eventuell garnicht gekommen wäre.
Viel Zeit & Geduld sind die Eigenschaften die man als Erziehungsberechtigte womöglich am meisten braucht. Ich selbst kann mir nur schwer vorstellen wie anstrengend diese "Aufgabe" ist ein Kind zu erziehen. Ihn moralisch wichtige Werte wie Mitgefühl od.Tolleranz zu vermitteln. Wenn ich jedoch höre das in der heutigen Zeit Kinder mit 12, 13 jahren ihren ersten Computer oder Internetanschluss bekommen frage ich mich wo da die Verantwortung der Eltern liegt? Ist das wirklich so schwer sich Zeit für den Sohn od. die Tochter zu nehmen? Und vor allem, ist das notwendig wenn man im so jungen Alter einen Flimmerkasten vor die Nase gesetzt bekommt? Solange die Kommunikation untereinander aufgegeben wird, verliert man auch die nötige Sensibilität & Nähe um zu erfahren wie sich das Kind überhaubt entwickelt. Meist findet man nur durch Reden & Zuhören heraus in welcher Verfassung die Person ist, wird sie schnell aggresiv, ist sie beliebt in der Schule, welche Interessen werden verfolgt, welche Ziele im späteren Leben vielleicht mal angestrebt, was für Leute sind in dem Freudeskreis usw. Natürlich ist hier keine totale Kontrolle gemeint sondern es sollte lediglich rüberkommen das Interesse besteht, dass es eben nicht vollkommen egal ist was in der Freizeit unternommen wird. Schon alleine einfachen Fragen wie :" Wie geht es dir? In der Schule alles ok?"Können hilfreich sein.Versuchen das Gespräch zu suchen. Ich denke das solch ein Verhalten dazu beiträgt das sich ein gewisser Grad von Geborgenheit in der Familie einnistet. Es wird registriert das da jemand ist der sich um einen sorgt. Der für einen da ist wenn man ihn braucht. Ich denke vor allem im jungen Alter ist es sehr wichtig dies zu wissen. Auch wenn viele so etwas vielleicht nicht zugeben werden, sind sie innerlich trotzdem froh zu merken das da jemand ist, den man sich im Notfall anvertrauen kann.
Die Familie die sich untereinander stützt, Trost spendet, Stärke & Liebe gibt ist meiner Meinung nach der Grundstein einer gesunden Entwicklung & auch dafür verantworlich welche moralischen Werte & wie der Charakter des Kindes bzw. Jugendlichen geprägt wird.
Viele werden jetzt denken," ich dachte hier geht es um Videospiele & Jugendschutz?:"
Sicher, dies ist genau das Problem wo ich Bedenken habe das diese Tatsachen überhaubt Beachtung finden.
Wenn in einer Schule ein Jugendlicher auf Mitschüler oder Lehrer schießt, ist die erste Andeutung die gemacht wird, die ersten Indizien nachdem gesucht wird das Privatleben des Täters. Wenn dort ein Videospiel oder Film gefunden wird ist die Sachlage meistens schon beantwortet. Oft wird ein brutales Medium im Zimmer des Täters gefunden und ein Aufschrei geht durch die Medien. Die Schuldigen sind immer schnell gefunden.Computer & Videospiele sind die schwarzen Schaafe. Natürlich was auch sonst. Und jetzt mal ganz ehrlich, wieviele Haushalte wird es wohl geben wo kein Film,DVD,Spiel ab 18 zu finden ist?
Ich denke es sollte einleuchtend sein wo hier der Fehler liegt. Das Fernsehen trägt ihr übriges zur verdrehung der Tatsachen bei.Unrealistische zum Teil völlig an den Haaren herbeigezogene Berichterstattungen oder Nachrichtensendungen sind die Folge. Es geht sogar soweit das behauptet wird in diversen Spielen könnte man Frauen vergewaltigen (Beispiel GTA). Dies ist der grösste Schwachsinn den man sich überhaubt ausdenken kann. Nur um eines zu erreichen, die wahren Schuldigen zu ignoriern & sich einen Sündenbock zu suchen der sich selber nicht einmal gegen die Vorwürfe die erhoben werden verteitigen kann.
Die Leittragenden sind immer die Menschen, deren Leidenschaft eben das zocken von Videospielen ist. Ehrliche, nette, hilfsbereite vollkommen unschuldige werden zu Monstern abgestempelt. Für eine Tat die ein völlig fremder begannen hat müssen andere büßen. Die meisten werden sich angesicht der Killerspiel-Debatte desöfteren immer dieselben Fragen stellen. Mit welchem Recht verurteilen diese Leute meine Hobby? Soll ich mich dafür entschuldigen weil ich einen Ego-Shooter spiele? Bin ich ein Mörder weil ich Pixel Kreaturen zu Brei schieße? Wohl kaum. Warum also wird man als Fan von Computer & Videospielen das Gefühl nicht los als Schuldigen abgestempelt zu werden obwohl man nicht das geringste dafür kann?
Das Problem ist recht schnell und auch einfach. Es geht hier um Sensibilität & Tolleranz. Es geht hier darum eben nicht jeden Menschen in einem Topf zu werfen. Es gibt immer noch Spieler die Fiktion & Realität unterscheiden können, die auch wenn sie Splatterfilme oder Spiele sammeln herzensgute, mitfühlende Menschen sein können. Nur weil seit vielen Jahren viele blutrünstige Spiele & Filme gesehen werden ist man nicht gleich ein Psychopat.
Ein Beispiel. In Videospielen war mir der Einsatz vom Blut immer vollkommen egal. Manchmal dachte ich mir sogar:" Geil umso mehr umso besser:" Bevor man jedoch den Spieler als kranken Killer bezeichnet sollte man sich anhören warum dieser so denkt. Ich für mein Teil bin der Ansicht eine einfache Antwort auf diese Frage gefunden zu haben. Jeder Mensch der mit beiden Beinen im Leben steht weiss immer egal wie gut die Grafik auch sein mag, dass es sich hier nur um ein Spiel handelt, um eine fiktive Welt, eine fiktive Geschichte die sich mehrere Mensche ausgedacht haben. Nichts davon passiert wirklich. Jede Aktion im Spiel ist lediglich ein Produkt einer blühenden Fantasie,vollkommen frei erfunden - lediglich eine etwas andere Form der Unterhaltung. Wieso also sollte der Spieler moralische Bedenken haben wenn im Prinzip eh nur alles wie ein Traum wirkt der im Grunde genommen garnicht statt findet? Die Grenze ist vollkommen klar erkennbar.
Wie ist es sonst zu erklären das es Hardcore Gamer gibt die sich am Bildschirm oder Monitor durch Horden von Zombies schnetzeln, aber in der Realität kein Blut sehen können? Nicht lachen, sowas gibs.
Es muss also immer die Schlussfolgerung gezogen werden das nicht alle Spieler wahnsinnige, kranke, brutale Irre sind vor denen man sich fürchten muss. Eher sollte objektiv betrachtet werden. Genau ermitteln warum ein Mensch in der Lage ist so durchzudrehen und auf andere Menschen zu schießen. Meistens, so habe ich zumindest das Gefühl, werden wichtige Tatsachen wie ein schlechtes familiäres Umfeld, Außenseiter in der Schule, keine Freunde, Einzelgängerverhalten vollkommen außer Acht gelassen. Nein es wird ein Spiel wie Counterstrike gefunden und sofort ist der Fall erledigt. Ein Fan von Ballerspielen, dass musste ja so kommen. Sowas lächerliches & dummes grenzt schon bald an Körperverletzung. Wenn das Thema nicht so traurig wäre & ich leider in kommender Zeit keine Verbesserung sehe (im Gegenteil) könnte man drüber lachen.
Wie soll man als Zocker nun reagieren? Ich für mein Teil habe es aufgegeben zu Verstehen warum die Schuld nicht bei denen gesucht werden die wirklich die Schuldigen sind. Warum sitzen viele Jugendliche auf der Straße & haben keinen Job? Warum wird geraubt, geprügelt & gemordet? Weil unsere führenden Köpfe einfach nicht in der Lage sind das eigentliche Problem zu erkennen. Solange krampfhaft versucht wird Film,Fernsehen & Computerspielen die Schuld an der Jugendkriminalität zu geben, solange verschließt man die Augen vor wirklich wichtigen Themen und Ursachen. Nämlich das solch Menschen eine Perspektive fehlt. Wenn diese es nicht alleine schaffen auf den richtigen Weg zu kommen, muss versucht werden ihnen zu helfen. Das wichtigste dabei ist Menschen die Möglichkeit zu geben sich wieder ins Leben zu integrieren. Gut durchdachte Maßnahmen zu entwickeln die Jugendliche beschäftigen, Ihnen zu vermitteln sich um Ihre eigene Zukunft zu bemühen. Dies wird man jedoch nicht schaffen wenn das eigentliche Interesse immer in die falschen Instanzen fliesst. Umsolänger die Aufmerksamkeit eher auf Videospiele & Filme gerichtet ist, umso länger wird es dauern das eigentliche Problem zu erkennen. Nämlich das man jahrelang in die vollkommen falsche Richting geblickt hat.
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dankemeXx_PaYneVerfasst am: 25.10.2008, 00:25h |
Uns alle verbindet eine große Leidenschaft, nämlich die Liebe zu Computer & Videospielen... Gruß
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ja, ja,...RaK66Verfasst am: 24.10.2008, 18:44h |
dass wir überhaupt drüber reden müssen.
Dein Blog ist sehr gut, 5 Sterne.
Habe das Thema auch schon abgehandelt,
allerdings nicht so ausführlich wie du.
Gruss
RaK66
Link:http://www.cynamite.de/community/mysite/rak66/blogs/mein_jugenschutzgesetz_gewaltspiele_gewaltfilme_blog_/301617/mein_jugenschutzgesetz_gewaltspiele_gewaltfilme_blog_.html...





