
Sony, Hacker, Psychopathen
d.night
Verfasst am: 03.06.2011, 13:49h
Die ideale Mischung für einen Blog. Tauchen wir ein in die kranken Hirne von Möchtegernhackermördern und erfahren wir mehr über die größte Katastrophe des Jahres 2011. Nein, nicht Fukushima, das hat uns ja nicht am Zocken gehindert, ich meine natürlich das PSN.
Aber fangen wir mit dem Anfang an, das erleichtert es uns allen, der kränklichen Blogschreiberin genau so wie dem möglicherweise an akuten, aggressionsbedingten Aufmerksamkeitdefiziten leidenden Leser.
Der Anfang unserer Geschichte beginnt mit einem jungen Mann der sich selbst Geohot oder so nennt. Ein kleiner Nerd, dem durchschnittlichen Gamer also gar nicht so unähnlich, nur dass er seine Zeit lieber mit dem Hacken von Hard und Software verbringt die ihm nicht gehört, obwohl er sie gekauft hat. Der Nichtgamer oder Gamer mit Resthirn würde hier auf eine Logiklücke stoßen und eventuell sogar protestieren, der durchschnittliche Gamer wird mit dem Kopf nicken.
Nun, es begab sich also das oben genannter Hacker das Objekt der Begierde vieler Gamer hackte, die Playstation3 des japanischen Konzern Sony.
Warum er das tat? Die Blogschreiberin denkt aus Langeweile, der Herausforderung die angeblich unhackbare Konsole zu hacken und aus Unmut über das Sperren der so genannten Other OS Funktion.
Der gemeine Sony Fanboy sieht andere Gründe. Es ging nur darum in Onlinespielen cheaten zu können und um das Abspielen von Raubkopien zu ermöglichen.
Wie auch immer, noch wollen wir uns nicht zu sehr auf die unbeteiligten Gamer konzentrieren. Sony jedenfalls war mächtig angepisst. Nicht nur dass ihr schwarzer Wunderkasten gehackt wurde, nein, es wurde auch noch eine Anleitung dazu im Internet dargeboten.
Sony schmiss sein ganzes Gewicht als Weltkonzern in die Waagschale und bemühte Medien und Anwälte um Geohot und ich glaube noch einem anderen Hacker (oder vielleicht noch mehr, was weiß ich), der aber im Mediengewitter etwas unterging, Herr zu werden. Der Geohot wurde bis in den Urlaub verfolgt, die Gerichte machten alles was Sony sagte und servierten dem Konzern Daten unschuldiger Internetsurfer auf dem Silbertablett usw.
Nun, eigentlich kennt ihr ja alle die Geschichte, kommen wir zu Anonymous. Eine Gruppe im Internet die jeder ist und/oder sein kann blabla...alles sehr merkwürdig mit komischen Masken aus einem schlechten Film und überhaupt, ich mach hier jetzt sicher keinen auf Wikipedia.
Auf jeden Fall fand Anonymous das Vorgehen von Sony irgendwie ziemlich uncool und gegen Scientology zu protestieren ist wohl auch nicht mehr so lustig wie früher, also folgten ddos Attacken und Fakepizzabestellungen. It's War Baby. Mit den Waffen der Nerds...
Ja...spätestens hier müssen wir nachschauen wie denn die Gamerschaft so reagierte. Man ahnte wohl schon etwas. Wohl so eine Art Instinkt, wie Tiere die ein herannahendes Unwetter wittern...oder so.
Auf jeden Fall wurden erste Stimmen laut die den grenzenlosen Hass gegen die sogenannte Hackergruppe Anonymous artikulierten und auch die ersten Gewaltphantasien und Aufforderungen zum Mord (den scheis Häcka würd ich gernne eine Reinhaun, Tötät di Hägga!!!!!!!!!!!!) wurden geäußert.
Auch das Phänomen dass alle Hacker, also Hacker an sich, gehasst wurden und bestraft werden sollten fand hier seinen Anfang.
Der Anfang vom Ende...?
Kommen wir noch mal zum Auslöser der Tragödie zurück. Es kam wie es kommen musste, der Krieg zwischen Anonymous und Sony wurde langweilig, also wurde das PSN gehackt.
Meine Theorie ist ja dass die Medien das PSN gehackt haben, damit sie weiter was zu berichten haben. Gefühlte fünftausend Hacker-PSN News alleine auf dieser wundervollen Website hier untermauern meine Theorie. Und hey, verrückter als die von manchen Leuten vertrete Theorie dass Microsoft an allem schuld ist ist sie auch nicht.
Ich hoffe jedenfalls sie haben ein gutes Alibi, Herr Hartlehnert. Falls das ihr richtiger Name ist...
Wo waren wir? Ach ja, das PSN wurde von wem auch immer gehackt. Die Medien behaupteten natürlich Hacker hätten das PSN gehackt (was zugegeben nicht ganz unlogisch klingt) und das Drama nahm seinen Lauf.
Sony brauchte...verdammt lange (ich hab jetzt echt keine Lust zu googeln wann das los ging) um die Sicherheitslücken soweit zu schließen um das PSN wieder on zu bringen usw blabla. Ab jetzt wird’s eigentlich relativ langweilig, worauf ich hinaus will ist...
Ja...also was ich in den letzten Monaten so an Hass und Gewaltphantasien hier miterlebt habe macht mich traurig. Immer war ich der Meinung dass reale Gewalt und Videospiele nichts miteinander zu tun haben, langsam zweifle ich. Was manche Leute so von sich geben liest sich wie eine Motivationsrede des Chefs eines KZ's. Ihr wisst schon, ersetze Jude durch Hacker blabla...
(Jaaaa, der Nazivergleich fetzt immer wieder...)
Tja...nun geht es euch vielleicht gerade so wie mir selbst, ihr fragt euch (falls ihr nicht zu diesen idiotischen Cybernazis gehört die alle Hacker umbringen wollen): Was will sie uns mit dem Blog sagen?
Naja...eigentlich nix Weltbewegendes.
Den gestörten Möchtergengewalttätern wollte ich sagen dass sie verdammt noch mal zum Psychiater gehen sollen bevor sie jemanden verletzen (auch wenn 99% wohl nur schwächliche Nerds mit größeren Maul als Hirn sind) und den Rest wollte ich etwas unterhalten. War es lustig? Bitte sagt mir dass ihr Lachen musstet. Zumindest ein bisschen. Ich brauche das!!!
Sorry für den Ausbruch.
Eigentlich wollte ich jetzt so eine lustige Geschichte erzählen über einen Nerd der mit Hilfe von im Internet bestellten Steroiden zum Rambo mutiert und auf Hackerjagd geht und dann tötet und daraufhin werden Videospiele verboten blabla, aber ehrlich gesagt hab ich keine Lust und den Meisten ist der Blog wohl jetzt schon zu lang.
Die Moral von der Geschicht wäre dann jedenfalls: Wir (jetzt nehm ich mich mal auch mit rein um wieder ein paar Sympathiepunkte zurück zu gewinnen) brauchen uns echt nicht zu wundern wenn normale Menschen, die nicht viel mit Videospielen anfangen können, bei den Aussagen wie sie hier (und sicher in anderen Foren genau so) getätigt wurden und werden denken, dass wir Gamer ein Haufen potentieller Amokläufer sind, und nur darauf warten unsere bis jetzt nur in Spielen ausgelebte Gewalt endlich in die reale Tat umsetzen zu können.
In diesem Sinne, Peace.
Und immer daran denken, auch Hacker sind Menschen, make Love, not War, give Peace a Chance...und bei wem das alles nix nützt, dem empfehle ich ne Lobotomie.
Sanfte Grüße, d.night
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JarrellVerfasst am: 24.08.2011, 23:23h |
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trainsdayVerfasst am: 04.08.2011, 21:26h |
Ich kann mir das nur so vorstellen, das jene Menschen entweder kein soziales Umfeld wie Freunde und der gleichen haben, wodurch sie verbal verfaulen, oder aber es sind kleine Nerds die sonst nichts zu sagen haben und im Internet anonym den Macker spielen wollen.
Super Blog übrigens ;)
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Oh...mayakuVerfasst am: 17.06.2011, 21:25h |
Also von dem PSN-Hack hab ich gehört und so, aber dass es danach irgendwo irgendwie nazi-artig abging...das hab ich wohl verpennt.
Hmm aber vielleicht endlich mal ganz gut für mich, dass ich vieles nichtt mitbekomme :D
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GenX3601966Verfasst am: 09.06.2011, 17:08h |
Nun ja, lassen wir das mit Anonymous. Man könnte mich sonst als Sympathisant mißverstehen. xD
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LORDOUZOVerfasst am: 04.06.2011, 13:49h |
Und den nazivergleich nun ja magst ja recht haben das das dann gleich so
verstanden wird...aber nun ja ein sehr guter Blog zur hackerthematik...
Mfg LORDOUZO
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StHubiVerfasst am: 04.06.2011, 07:09h |
Ich selbst wundere mich immer noch, wieso Anonymous in den Medien ständig als "Hacker Gruppe" dargestellt wird und warum man einen Hacker mit einem Gerichtsverfahren in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt hat und seitdem ALLE Hacker über einen Kamm schert und kriminalisiert hat.
Dein Bezug zur Killerspiel-Debatte hat mich doch auf eines aufmerksam gemacht: Die Gamer-Gemeinde selbst zeigt hier wie intolerant sie sind und dass sie nach den gleichen Mechanismen und Regeln funktionieren wie die Gegner von "Killerspielen".
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Gewohnheitbalthier9999Verfasst am: 03.06.2011, 15:09h |
Meine Antwort ist also dieselbe, die man in der Killerspiele-Debatte findet: Soziale Probleme wiegen schwere als Gewalt in den Medien, denn: je besser die sozialen Umstände und die Bildung, desto weniger hat der Mensch Lust, egal in welcher Form, gewalttätig zu sein.
Zum Blog: Irgendwie typisch Dani. Ein bisschen Rasanz, ein bisschen Gelerntes von anderen (Nonkonform), beschwichtigendes Blabla am Ende jedes inhaltlichen Absatzes, Reflexion mitten im Blog (jetzt wird’s langweilig, was wollte ich damit sagen?) etc. Der Blogger darf alles. :D





