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Remake or not to make...?

GenX3601966

Verfasst am: 13.09.2011, 03:08h


Blog-Bild 1
Die Welt der Videospiele ist wahrhaft reichhaltig. Für jeden Spielertyp gibt es jedes erdenkliche Spiel. Doch im Lauf der Jahre sind vielen Gamern Spielserien ans Herz gewachsen, wo sie oft sagen: "Egal, wie schlecht die Fortsetzung des kommenden XY-Spiels wird, ich muss es haben!"

Lohnt es sich wirklich noch ein Resident Evil 6, ein Assassin's Creed 5 oder, wie es so schön bei "Deus Ex 3: Human Revolution" persifliert wird - ein Final Fantasy XXVII - zu entwickeln?
Erfolgreiche Spiele schreien förmlich nach Fortsetzungen. Wer Metal Gear Solid gespielt hat, weiß noch, wie sehr er sich danach eine Fortsetzung erhoffte. Alles wäre größer, besser und ausgefeilter als im Vorgänger. Verbesserungen kann man immer irgendwo einbauen, so lange es die Hardware zulässt.
So weit muss man aber gar nicht in die Ferne schweifen. Wer einmal ein Call of Duty gespielt hat, will nächstes Jahr ein neues, besseres haben, wo noch eins drauf gesetzt wird, wo man sagen kann: "Ja, das ist es! Das habe ich mir schon immer genau so gewünscht!"

Natürlich steigen ständig die Ansprüche des Spielers,insbesondere bei Rollenspielen: Er möchte nicht mehr wie in KOTOR oder Dragon Age, einer schlauchartigen Storyline folgen, sondern er möchte selbst die Geschichte beeinflussen, neue eigene Wege ergründen und sich Alternativen schaffen, die das Spiel normalerweise gar nicht so vorgesehen hat!

Das haben Entwickler wie Publisher aber längst bemerkt und bevor jemand nach kreativen Lösungen fragt, werfen sie schnell eine Fortsetzung auf den Markt. Was sich bewährt hat, wird fortgesetzt. Dabei setzen die Entwickler keinesfalls auf die Fortführung einer intelligenten Story. Vielmehr machen sie es sich zur Aufgabe, einen bereits vorhandenen Teil bis zur Perfektion zu verbessern, so dass ein eigenes, vermeindlich neues Produkt entsteht, z.B. Assassin's Creed 2. Verkaufszahlen sagen häufig mehr aus, als die Interessen kritischer Spieler!

Nichts an dieser Stelle gegen Assassin's Creed 2, das Spiel war toll! Aber letztlich war es nur die Perfektionierung von Teil 1, der mir rein optisch sogar besser gefallen hatte. Vielleicht waren es ja auch die weiblichen Einflüsse von Jade Raymond, wer weiß?

Blog-Bild 2
Fortsetzungen basieren in erster Linie auf der Erwirtschaftung neuer Ressourcen durch Altbewährtes. Da wundert es einen als Spieler auch nicht mehr, dass uns in letzter Zeit förmlich eine Lawine von Remakes alter Cube-, PS2- N64- oder PC-Klassikern auf den Konsolen überrollt und als "neu" verkauft wird. Oftmals werden bekannte Spielprinzipien einfach mit in neue Titel übernommen und geklaut, um sie dann als etwas völlig neues verkaufen zu können (Stealth = Assassin's Creed < MGS < Deus Ex < Thief!).

Angefangen hatte die Remake-Welle ganz unscheinbar mit dem altehrwürdigen Battlefield 1943 auf Xbox 360 und PS3 als Download-Titel, der auch sehr erfolgreich war, aber das war nur die Spitze des Eisbergs. Es folgten unzählige Remakes für Konsolen, z.B. Serious Sam, Perfect Dark, oder die God of War 1+2-Remakes auf der PS3, sogar als Retail-Version.

Momentan scheint es ganz normal zu sein, alte Titel in neuem HD-Gewand als neues Produkt zu verkaufen. Profitieren hiervon kann sicher die Generation, die damals die Originale nicht zocken konnte. Aber der Zeitgeist der damaligen Stimmung, lässt sich auch mit einer HD-Fassung leider nicht mehr in die heutige Zeit kolportieren! Stichwort: ICO.

Resident Evil 4 galt im März 2004 als Meilenstein der Videospielgeschichte, als es für den Gamecube erschien. Denn es stellte nicht nur jedes, damals erschienene PS2-Spiel in den Schatten - bis viel später irgendwann God of War für die PS2 erschien - nein, es toppte sogar die grafisch schwächere, viel später erscheinende PS2-Version von Resi 4. Ein klarer Teil-Sieg für Nintendos Gamecube. Trotzdem sanken die Verkaufszahlen, die Gründe dafür dürften hinlänglich bekannt sein.

Muss man wirklich alles lieben? Ich kaufte mir Resident Evil 4 auch für den PC, denn ich hatte jetzt endlich den entsprechenden Gamer-PC und wollte eines einer Lieblingsspiele in einer dem Rechner zeitgemäßen Grafik nach spielen und wurde dann doch nur enttäuscht.
Die PC-Umsetzung von Resident Evil 4 war einfach nur schlecht, man kann sagen, sie war einfach dahin geschleudert.

Man sollte sich also nie zu große Hoffnungen machen, wenn es eine große Spielserie mal geschafft hat, auch einem System erfolgreich zu sein. Vielleicht ist sie auf anderen Systemen, oder gerade deswegen, womöglich ein Flop?

Blog-Bild 3
Mein Fazit: Remakes sind Top und Flop in einem. Nur ganz selten gelingt es, ein Spiel mit der Magie des Original in die heutige Zeit zu übertragen. Seltene Ausnahmen sind z.B. die Nintendo-Titel "Zelda - Twillight Prinzess", die God of War-Collection für die PS3 und Battlefield 1943, sowie Call of Duty Classics für die Xbox 360.
Ich hoffe, das "Shadow of the Colossus/ICO"-Remake, ist nicht nur dem Original würdig, sondern auch mal eine HD-Collection, vor der man seinen Hut ziehen kann.
















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Kommentare
StHubi

StHubi

Verfasst am: 13.09.2011, 22:41h

Der Blog ist recht okay. Mir fehlt ein wenig der Fokus - Spieleserien sind doch keine Remakes, aber der Blog behandelt die fast mit der Hälfte seines Texts. Deine Meinung ist aber auch weit von meiner entfernt... Mir sind bisher nur unglaublich wenige Remakes untergekommen, die mir besser als das Original gefallen haben. Die einzige Berechtigung haben sie für mich, wenn sie auf einem aktuellen Konsolen-System neu aufgelegt werden. Ich hatte nie einen GameCube oder N64 und freue mich über jede Neuauflage für den PC oder (3)DS, womit ich diese dann endlich das erste mal spielen kann.
Eintrag wurde am 13.09.2011 um 22:42h von StHubi geändert.
rohrschach13

rohrschach13

Verfasst am: 13.09.2011, 14:25h

Diese Kombination gefällt mir. Das wär dann also ein Remix. Darüber sollten die großen Spielehersteller mal nachdenken.

@GenX: Netter Blog hast ein Like von mir^^
balthier9999

balthier9999

Verfasst am: 13.09.2011, 06:37h

Remakes sind also dahin geschleuderte Kopien, die vor allem schnelles Geld bringen sollen. DAS habe ich nicht gewusst!
Remakes sind blöd, Demakes sind die richtige Wahl!
Oder man nimmt sich den Film als Vorbild und versteht Neuverfilmung auch als Neuinterpretation.

Jemand müsste mal die Handlung irgendeines Klassikers in einem Spiel inszenieren; und später müsste ein anderer dies genauso mit dem gleichen Klassiker für ein anderes Spiel machen – das wäre doch spannend. Im Unterschied der Interpretation desselben Stoffs liegt doch der Reiz des Remakes. Anstelle eines Klassikers wäre ein Kultspiel für Spieler und Fans natürlich noch interessanter, doch könnte der Einfluss des Urhebers Schwierigkeiten bereiten. Aber stelle dir trotzdem vor: Resident Evil von den ICO-Machern neu interpretiert, wäre das nicht ein Remake, das neugieriger machte, als das x-te angeblich „perfekte“ Assassins Creed?