Preview: Colin McRae Dirt
Neue Events wie die Truck-Rennen bringen frischen Wind in die langjährige Serie. (Xbox360)
Die veröffentlichten Videos und Screenshots zeigen es: "Colin McRae: Dirt" gehört zu den optisch beeindruckendsten Next-Gen-Titeln. Was Codemasters' Rallye-Simulation sonst noch auf dem Kasten hat, haben wir bei der Code 07 in London eigenhändig überprüfen können.
Mit der Xbox360-Version bestreiten wir ein Rennen der amerikanischen CORR-Serie (Championship Off Road Racing). Die Buggy-Wettkämpfe im Rallye-Dakar-Stil gehören zu den Hauptneuerungen. Statt wie in früheren "Colin"-Teilen um die beste Zeit kämpfen Sie hier um den entscheidenden Zentimeter Wüstensand zwischen Ihnen und dem Rest des Feldes.
Die Steuerung der sensiblen Karossen verlangt dabei höchste Konzentration. In schnellen Kurven rutscht schon mal das Heck auf dem losen Wüstensand davon. Unebenes Gelände lässt den Buggy aufschaukeln und erfordert blitzschnelle Lenkmanöver. Auch mit dem originalen Xbox360-Wheel von Microsoft dürfen wir einige Runden drehen. Nach kurzer Eingewöhnungszeit steigen Authentizität und Fahrspaß noch mal deutlich an.
Alleinsein ist langweilig
Die aggressiven Rivalen geben ihre Position nicht kampflos preis und schubsen, was das Zeug hält. (Xbox360)
Bis zu zehn Boliden gehen in den Wüstenrennen an den Start. Ähnlichkeiten mit Sonys jüngstem PS3-Offroader "MotorStorm" sind dabei sicher nicht zufällig. Ihre Rivalen agieren ebenso aggressiv und provozieren häufig Berührungen oder heftige Crashs -- ein Augenschmaus dank moderner Neonengine.Das Schadensmodell ist zweifelsohne eines der Highlights von Codemasters' neuestem Rallye-Spektakel: Überschläge hinterlassen unzählige Dellen, wilde Karambolagen enden mit demolierten Achsen oder zerstörten Stoßdämpfern. Klasse: Das schleudernde Fahrzeug knickt Äste ab oder wickelt sich um einen Baumstamm. Wie ungemein realistisch die Unfälle aussehen, verdeutlicht die Bilderserie im Kasten "Neonengine".
Dreckschleuder
Zehn Buggys gehen in der neuen CORR-Serie an den Start. Der Detailgrad der Fahrzeuge ist immens hoch. Speziell am HD-Fernseher erkennt man kleinste Karosserie-Stangen oder die Federn der Stoßdämpfer. (Xbox360)
Von der modernen Physikengine profitieren auch die in zwölf Klassen unterteilten Rallye-Karossen. Während PS-Monster vom Schlage eines Suzuki Escudo kaum zu bändigen sind, kriechen Allrad-Trucks wie übergewichtige Schnecken über den Kurs. Vor jedem Event lässt sich Ihr Fahrzeug der Streckenbeschaffenheit entsprechend abstimmen. Ein Mentor steht Ihnen dafür mit Rat und Tat zur Seite.Der Karriere-Modus führt Sie quer über den Globus und enthält zahlreiche originale Strecken wie die 20 Kilometer lange Pikes Peak Hill Climb oder den Knockhill Racing Circuit in Fife (Schottland). Unter den insgesamt 66 Events befinden sich neben den erwähnten Schubs-Orgien auch klassische Zeitrennen. Schließlich möchte man die Traditionalisten unter den Rallye-Fans nicht komplett verschrecken.
Liebhaberstücke wie der legendäre Audi Quattro fehlen auch in der nächsten Spiele-Generation nicht. (Xbox360)
Auch bei den Online-Rennen rasen Sie alleine über die Strecke, streiten sich aber dennoch mit bis zu 99 Konkurrenten um den Sieg. Die Rivalen gehen gleichzeitig an den Start, Ihre momentane Platzierung wird dabei immer eingeblendet.
Wir sind zuversichtlich, dass wir Ihnen bereits im nächsten Monat einen Test von "Colin McRae: Dirt" präsentieren können. Wenige Wochen vor dem Release machte aber nur die Xbox360-Fassung einen ausgereiften Eindruck. Die PC-Version litt noch unter häufigen Ruckelanfällen. Erst im Herbst kommt das PlayStation3-"Dirt", größere Unterschiede soll es laut Codemasters aber nicht geben.