Colin McRae: DiRT 2: Die Rallye-Simulation im Test

Test Andreas Szedlak

Schlammschlacht auf vier Rädern – Codemasters‘ Dreckspatz geht mit einigen technischen Finessen in die zweite DIRT-Runde!

Wo geht‘s lang?

Enge Arenen mit 90-Grad-Kurven wechseln sich mit weitläufigen Strecken über Wald und Wiesen ab. Wie viel euch die Kurse abverlangen, richtet sich nicht zuletzt nach der gewählten Perspektive. Die Cockpit-Ansicht ist mit Abstand die beeindruckendste. Allerdings verlieren wir ob des schmalen Sichtfelds leicht die Übersicht, speziell an den häufigen Steigungen und Abhängen. Als Frustbremse hat Codemasters aber ein nettes Feature aus dem hauseigenen Rennspiel Race Driver: GRID übernommen: die Rückspul-Funktion.

Colin McRae: DiRT 2: Die Rallye-Simulation im Test Quelle: Codemasters Abhängig vom gewählten Schwierigkeitsgrad dürft ihr bis zu fünf Mal pro Rennen die Zeit anhalten und die Uhr einige Sekunden zurückdrehen. So bekommt ihr nach einem Crash eine weitere Chance, um früher bremsen oder einen Sprung besser ansteuern zu können. Wer die Rückspul-Funktion effektiv einsetzt, hat wenig Probleme, die fürs Weiterkommen benötigten Punkte und Dollars einzustreichen. Neben neuen Karossen leistet ihr euch diverse Spielereien wie eine extravagante Hupe oder ein Accessoire fürs Armaturenbrett – Lust auf einen Totenkopfanhänger? Tuning-Teile wie einen besseren Motor oder dergleichen werden euch nicht angeboten. Tüftler dürfen lediglich vor jedem Rennen an Getriebeübersetzung, Abtrieb, Bremskraftverteilung oder Bodenfreiheit schrauben. Das macht durchaus Sinn, denn die Anforderungen bei weitläufigen Dschungelstrecken sind ganz andere als bei engen Motodrome-Kursen.

Abwechslung vom Alltag

Colin McRae: DiRT 2: Die Rallye-Simulation im Test Quelle: http://www.cynamite.de Neben normalen Renn- und Stage-Events sorgen einige Spezial-Wettbewerbe für Vielfalt im Karriere-Modus. So müssen wir zum Beispiel auf der Strecke verteilte Papp-Objekte überfahren und zwar in möglichst kurzer Zeit. In den Eliminator-Events fliegt nach jeder Runde der Letzte raus. Bei Dominator ist die Platzierung nicht entscheidend, stattdessen gilt es Sektorbestzeiten zu fahren, um die Strecke zu „dominieren“.
Anstatt mit drögen Menübildschirmen zu langweilen, präsentiert sich der Karriere-Modus von DIRT 2 in ungewöhnlicher Aufmachung. Zu jeder Location nehmt ihr einen alten verbeulten Wohnwagen mit, in dem ihr zum Beispiel die Events auswählt. Draußen auf dem Vorplatz steht eure Karosse bereit. Laute Mucke und abhängende Leute sorgen für Event-Atmosphäre. Außerdem melden sich eure geschwätzigen Mitstreiter regelmäßig zu Wort und verspotten oder loben euch.

Die Wertung findet ihr auf der letzten Seite.

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