Codemasters lehnt aktuelle Kriegsszenarien ab - Leser-News von Falconer
Sion Lenton - Creative Director bei Codemasters
In einem Interview mit dem britischen Spielemagazin Edge bezeichnet Codemasters' Kreativdirektor Sion Lenton Games mit einem real stattfindenden Krisenszenario als Hintergrund als unangebracht und geschmacklos:
"Ich will mich nicht mit einem laufenden Konflikt beschäftigen, denn ich glaube kaum, dass dies angebracht ist und von gutem Geschmack zeugt."
Seine Vorbehalte begründet er auch mit Ereignissen in seinem beruflichen Umfeld:
Der Neffe einer hier arbeitenden Kollegin wurde vor zwei Monaten durch eine Sprengladung getötet. Wenn ich sowas höre, möchte ich nicht anschließend in einem Meeting sitzen und über die aktuellen Technologien von Sprengwaffen diskutieren. Wir haben niemals daran gedacht, es sei cool, ein Game in Afghanistan spielen zu lassen, weil dort Krieg herrscht und britische Soldaten sterben.
Lenton selbst arbeitet mit seinem Team derzeit an dem Taktik-Shooter Operation Flashpoint - Red River, der in einem fiktiven Kriegsszenario angesiedelt ist. Ausgelöst wurde die Szenarien-Diskussion durch Electronic Arts' Afghanistan-Shooter Medal of Honor, der im Oktober diesen Jahres auf den Markt kam.
Quelle: Edge
- Schlagwörter:
- , codemasters
- , ea electronic arts
So auf Gutmensch zu tun wie der Typ, find ich noch schlimmer, als Videospiele mit aktuellen Kriegszenarien.
Sowas ist einfach fadenscheinig.
Soll er sich auf seine Arbeit konzentrieren und EA oder sonstwenn ihre Arbeit machen lassen.