Civilization 4: Warlords

Test

Acht Monate nach Sid Meiers Strategie-Hit erscheint das erste Add-on. Im Mittelpunkt steht eine neue Einheit: der Große General alias Warlord.

Civilization 4: Warlords Civilization 4" bietet ein faszinierendes Spielerlebnis, und das ist auch im Add-on so: Sie führen eines von mittlerweile 24 Völkern zu Weltruhm, indem Sie Städte gründen, Land kultivieren, Technologien erforschen, Produktionsanlagen errichten und konkurrierende Parteien entweder im Feld schlagen oder auf diplomatischen Wegen in Schach halten. Und zwar -- anders als bei "Anno", "Age of Empires" und Co -- nicht in Echtzeit, sondern ganz gemütlich Runde für Runde.

Die sechs neuen Stämme gleichen den alten wie ein Ei dem anderen. Erste Innovation: das Vasallentum. Mit dieser Diplomatie-Option können Sie schwache Konkurrenten zu Marionetten degradieren, die Ihnen fortan Tribut zollen.

Kriegsherren

Zweite Neuerung: die Warlords. Sobald Ihre Soldaten 30 Erfahrungspunkte haben, bringt Ihre Nation einen Großen General hervor. Den dürfen Sie in einer Stadt ansiedeln, die fortan Truppen schneller produziert bzw. Rekruten eine Spezialausbildung verpasst. Oder Sie weisen ihn einem Kampfverband zu, der sofort 20 Erfahrungspunkte erhält, was die Einheiten schneller macht und ihre Stärke oder Rückzugschancen erhöht. Künftig gewinnen alle Armeen, die unter dem Kommando des Großen Generals stehen, leichter an Kampfkraft als Einheiten ohne Anführer.

In den sieben Missionen des Szenario-Modus machen Sie mit Dschingis Khan die Steppen unsicher, unterjochen mit Barbarenhorden die zivilisierte Welt, kämpfen Seite an Seite mit Alexander dem Großen, lenken den Aufstieg Roms, begleiten die Wikinger bei Beutezügen, vereinen 450 vor unserer Zeit die chinesischen Königreiche oder in den Peloponnesischen Kriegen das zerstrittene Griechenland. In den beiden letztgenannten Szenarios agieren Sie auch als Diplomat, alle anderen fordern fast ausschließlich Ihre Fähigkeiten als Heerführer. Statt Grundlagenforschung zu betreiben, Bündnisse einzugehen oder Dörfer zu Metropolen auszubauen, konzentrieren Sie sich ganz darauf, Armeen aus dem und Gegner in den Boden zu stampfen.

Während der Feldzüge stehen zudem Technologien, Bauten und Truppen zur Wahl, die im freien Spiel nicht vorkommen. Wenn Sie etwa mit den Wikingern rauben, können Sie alle paar Runden eine Schatzsuche auslösen, die besonders lohnenswerte Ziele aufdeckt. sz n

Wertung zu Civilization 4: Warlords (PC)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Spannende SzenariosSchöne neue WeltwunderDer Einsatz der Warlords macht Spaß
Wenige Verbesserungen im FreispielKeine neueren Epochen
Fazit

Die kleinen Verbesserungen sind nett. Vor allem aber motivieren die sieben neuen Szenarios.

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