Preview: Civilization 4 - Beyond the Sword
Der neue Blitzkrieg-Panzer hier darf zweimal zuerst angreifen und zusätzlich die Stadt bombardieren. Trotzdem wehren sich die Infanteristen erbittert.
Globalisierungsgegner müssten Civilization 4: Beyond the Sword eigentlich hassen. Nicht nur, weil es in allen großen Industrienationen in identischer Ausführung erscheinen wird. Nein, das Addon verherrlicht sogar multinationale Konzerne. Skandal! Wir hingegen finden das toll -- festigt so ein Konzern doch die Freundschaft mit anderen Ländern. Wenn, ja wenn, die den gleichen Konzern beherbergen. Wenn nicht, erleben wir ganz schnell die neuen Einheiten in Aktion. Dicke Panzer mit mehreren Kanonen und Türmen, die dank »Blitzkrieg-Fähigkeit« (gibt’s als Belohnung für siegreiche Schlachten) gleich mehrfach hintereinander angreifen. Stapfende Riesen-Mechs, mobile Raketenwerfer oder gar gewaltige Schlachtraumschiffe.
Moment mal -- Schlachtraumschiffe?
Dallas, Ölquellen, ein Kerl wie J.R. Ewing: Dieser CEO pfeift auf Globalisierungsgegner und erweitert unser multinationales Kapitalimperium.
Richtig gelesen: Mit Beyond the Sword gibt’s auch Krawall im All. Wir erobern das Sonnensystem, errichten Raumstationen, umschiffen Schwarze Löcher, bauen Rohstoffe ab. Unsere Antipathien auf Erden können wir im Weltall dann richtig austoben, indem wir Schiffe anderer Nationen angreifen. Grafisch haut auch Beyond the Sword niemanden vom Feldherrenhocker. Völlig egal: Übersichtlich muss es sein -- und die Animationen der neuen Einheiten finden wir gar nicht übel. Während der CEO auf seinen Zug wartet, greift er ständig zum piepsenden Handy. Mechs marschieren eindrucksvoll turmhoch durch die Prärie. Auch das Flimmern verseuchter Landschaften sieht gut aus -- obwohl wir schleunigst Arbeiter im modischen gelben neuen Schutzanzug hinbeordern sollten, um die angerichtete Sauerei wegzumachen.