City Life

Test

Als Bürgermeister Ihrer eigenen Stadt beschäftigen Sie sich mit Wohnungsknappheit, Arbeitslosigkeit und fiesen Streitigkeiten zwischen den Bevölkerungsschichten.

»Aufruhr in der Großstadt! Die Bewohner führen einen Kleinkrieg!« Nein, Sie sind nicht Teil eines Antiterrorkommandos, im Aufbaustrategiespiel City Life sind Sie der Bürgermeister Ihrer eigenen Stadt. Genauer: Sie bauen Ihre eigene Stadt auf und aus. Und sorgen dafür, dass sich die Stadtbewohner nicht ständig an die Gurgel gehen. Warum sich die Einwohner ständig bekabbeln, erklären wir Ihnen gleich.

Prügelburschen

Die Stadt bauen wir ganz einfach: Zuerst pflanzen wir ein Rathaus auf unser Bauland, dann ziehen wir per Mausklick die Wohnhäuser hoch. Der Clou: Wir wissen nicht, was für Menschen einziehen, denn die Stadtbewohner in City Life sind in sechs Bevölkerungsschichten aufgeteilt. Zuerst kommen die »Tagelöhner«, »Arbeiter« und »Hippies«. Haben wir die Gemeinde ausgebaut, zieht es »Schlipsträger«, »Trendsetter« und »Reiche« in die Stadt.

Die verschiedenen Gruppen gehen sich auch mächtig auf den Senkel: Arbeiter und Hippies können sich zum Beispiel gar nicht ausstehen. Die Herrschaften prügeln sich und fackeln Häuser ab.

Aufpasser

Am besten ist es, solchen Streitereien von Beginn an vorzubeugen -- indem wir die Stadtteile trennen. Zwar können wir nicht direkt beim Hausbau entscheiden, welche Bevölkerungsschicht wo einzieht. Über den Bau von Arbeitsplätzen werden wir dem sozialen Wildwuchs aber schnell Herr. Und das klappt gut: Schaffen wir nur Jobs für Hippies, ziehen die Arbeiter aus dem Viertel. Doch wir müssen dabei bedenken, dass öffentliche Gebäude Arbeitnehmer verschiedenener Schichten brauchen, um optimal zu arbeiten.

Ebbe in der Kasse

Die Krawalle in der Stadt machen aber nicht den einzigen Reiz aus. Wie in Tycoon City New York spielen wir Gebäude und Bauregionen frei. Zum Start können wir zum Beispiel nur Werkstätten für die Arbeiter bauen -- steigen die Einwohnerzahlen, werden mehr Arbeitsstätten freigeschaltet.

Für neue Bauplätze benötigen wir die Stadtschlüssel. Damit wir beispielsweise an den bronzenen Schlüssel kommen, brauchen wir 25.000 Stadtbewohner und monatliche Einnahmen von 3.000 Credits. Weitere Ziele gibt's nicht, aber das fällt kaum auf, denn die Städter halten uns gut auf Trab.

Unser Geld verdienen wir mit Wohnungen, gleichzeitig blechen wir kräftig für Gebäude wie Krankenhäuser. So ist unser Einkommen Schwankungen ausgeliefert. Da es uns oft passiert ist, dass wir im einen Moment einen Zufluss von 2.000 Credits hatten, dann im nächsten Monat aber pleite waren, lohnt es sich, oft zu speichern. Aus Statistiken erfahren wir dann, woran die Pleite liegt: Das Gymnasium etwa braucht viel Geld für die Instandhaltung.

Prachtstück

Die Grafik von City Life müssen wir loben: Die Häuser und die Umgebung schauen realistisch aus. Außerdem können wir weit heraus- und wieder hereinzoomen -- das ist vor allem dann spannend, wenn wir uns die neueste Prügelei anschauen wollen. Nur die Brandstiftungs-Feuer sehen dürftig aus.

Susanne Braun

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