Die dunkelste Stunde: Review zum Biopic über den legendären Premier

Test Elke Eckert
Gary Oldman als britischer Premierminister Winston Churchill in "Churchill - Die dunkelste Stunde"
Quelle: Universal

Im Frühjahr 2017 polterte sich Brian Cox als cholerischer Premierminister Großbritanniens durch das Biopic "Churchill", das von den letzten Tagen vor dem D-Day handelt. Nun schlüpft auch Gary Oldman in den Anzug des berühmten Politikers, der den Verlauf des Zweiten Weltkriegs mit seinen Regierungsentscheidungen maßgeblich prägte. "Die dunkelste Stunde" setzt früher an und erzählt von den Ereignissen des Jahres 1940.

Im Frühjahr 1940 verliert Premier Chamberlain wegen seiner Appeasement-Politik den Rückhalt im britischen Parlament. Sein Nachfolger wird Winston Churchill, der nicht vor hat, mit Hitler zu verhandeln, sondern sich ihm entschieden entgegenstellen will. Auch auf die Gefahr hin, die Verantwortung für unzählige Menschenleben und einen verlorenen Krieg zu tragen ...

Joe Wrights Drama ist der zweite Film innerhalb weniger Monate, der den ehemaligen Premierminister Großbritanniens in einer Ausnahmesituation zeigt. In Churchill geht es um die Landung der Alliierten in der Normandie vier Jahre später, die den berühmten Briten hadern lässt. Joe Wright porträtiert Churchill nun in Die dunkelste Stunde als volksnahen Visionär mit komischen Marotten. Das macht ihn sehr menschlich, ist aber nach allem, was über ihn bekannt ist, nur ein Teil der Wahrheit. Aber auch wenn er etwas zu sympathisch rüberkommt, ist Gary Oldman ein charismatischer Churchill, den Wright detailverliebt in Szene setzt.

Fazit: Oldman brilliert als Churchill nicht nur dank perfekter Maske und Make-Up. Trotzdem wäre mehr Ambivalenz authentischer gewesen.

Wertung zu Die dunkelste Stunde

Wertung:

7.0 /10
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk