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  • Catherine (PS3) - Leser-Test von corotex

    Wer kennt das nicht? Die Entscheidung zwischen Gut und Böse, zwischen Richtig und Falsch, zwischen Egoismus und Uneigennützigkeit - diese Entscheidungen begegnen uns im Alltag ständig, und das auf unterschiedlichste Weise. Catherine, in Europa von Deep Silver vertrieben, greift genau diese Problematik auf, und zwar im Zusammenhang mit dem Thema Beziehung.

    Konkreter geht es um Vincent und sein Verhältnis zu Langzeitfreundin Katherine. Denn diese will sich mit ihrem aktuellen Beziehungsstatus nicht zufrieden geben, und beginnt von Hochzeit und Kindern zu reden, was unseren Protagonisten, ja sagen wir, etwas zweifeln lässt. Und wie die Dinge so laufen, landet er nach einer durchzechten Nacht mit Catherine im Bett. Das Problem ist, dass es sich hier nicht um Katherine mit K handelt, sondern um eine junge, aufreizende Blondine Namens Catherine, die er den Abend zuvor in einer Bar kennengelernt hat.

    Trink mein Freund!
    Die Ausgangslage wäre somit gegeben. Ihr steht also zwischen diesen beiden Frauen, und gleichzeitig zwischen zwei Lebenseinstellungen. Wollt ihr ein ruhiges Leben in einer Familie, oder doch lieber die komplette Freiheit, was eine feste Beziehung nun einmal ausschließt? Um euch darüber im Klaren zu werden, verbringt ihr einen Teil des Spiels, wie sollte es anders sein, bei euren Freunden in einer Bar. Im "Stray Sheep" führt ihr Dialoge, beantwortet SMS und betrinkt euch, um eure Sorgen so gut es geht zu vergessen. Und das solltet ihr wirklich tun, denn was im echten Leben mit einem Kater bestraft wird, wird im Spiel durch interessante Fakten zu dem jeweiligen Getränk belohnt.

    Das mit dem Schäferstündchen hatte sich Vincent sicher anders vorgestellt...
    Habt ihr genug von euren nächtlichen Ausflügen, werdet ihr durch wunderschöne Anime Zwischensequenzen zu Bett gebracht. Und hier beginnt der eigentliche Spielteil, denn anstatt einfach am nächsten Tag aufzuwachen, kämpft ihr in Albträumen um euer Leben. Das sieht dann so aus: Ihr klettert als Vincent eine Wand an Boxen hinauf, wobei ihr einige Regeln beachten müsst. So könnt ihr zum Beispiel immer nur eine Stufe auf einmal nehmen, euch an Kanten entlanghangeln oder durch ziehen und schieben der Würfel ganze Teile zum Einsturz bringen. Das ist ziemlich komplex und erfordert einige Einarbeitungszeit. Denn wer zu langsam ist, der wird gnadenlos bestraft, bricht euch der Boden doch nach und nach sprichwörtlich unter den Füßen weg! Und genau dann, wenn ihr denkt ihr habt den Trick raus, kommen euch neue Items, Blöcke oder andere Schafe in die Quere. Warum Schafe? Ach so, ja, es gibt noch andere Personen, denen das gleiche Schicksal ereilt ist, und die erscheinen euch alle als Schafe, seid ihr doch für sie ebenfalls nur ein Schaf. Was es damit auf sich hat, werdet ihr im Verlauf herausfinden, und wenn ich euch eines verraten darf: es ist alles sehr japanisch.

    Das Design ist ziemlich abgedreht. Das Design ist ziemlich abgedreht. Quelle: www.gamepro.de Zwischen Frust und Herausforderung
    Jedes Level besteht aus zwei Abschnitten. Im ersten Teil versucht ihr, eine Zwischenstage zu erreichen, auf welcher ihr euch mit anderen Schäfchen unterhalten könnt, und schließlich in einem Beichtstuhl einige Fragen über euch ergehen lassen müsst. Was hier ziemlich cool ist, ist dass ihr im Anschluss gleich die Antworten der anderen Catherine Spieler ansehen könnt, Internetanschluss vorausgesetzt. Danach werdet ihr zu einem der Zwischengegner hinaufgeschossen, welche eure inneren Konflikte darstellen. Das Charakterdesign ist hier wieder abgefahren und teilweise sogar ziemlich gruselig, also lautet die Devise: klettern, klettern, klettern! Denn wenn ihr einmal sterbt, erwarten euch auch noch Ladezeiten aus der Hölle.
    Wie vorhin schon erwähnt, ist der Schwierigkeitsgrad schon auf "Normal" ziemlich happig, weshalb ich ungeduldigen Spielern definitiv empfehle auf "Leicht" anzufangen. Hochschrauben kann man den Schwierigkeitsgrad ja immer noch, aber das Spiel aus Frust aufzugeben, wäre ein großer Fehler, denn nach kurzer Zeit wird man unglaublich süchtig danach. Nehmt euch einfach mal ein Wochenende nichts vor, und versinkt in der vollkommen abstrusen Rätselwelt von Catherine. Selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad wird euch das Spiel über 10 Stunden fesseln und durch die SMS und Beichtstuhleinlagen immer wieder euer Gewissen prüfen.

    Deutsches PlayStation 3 Cover von Catherine Deutsches PlayStation 3 Cover von Catherine Quelle: www.uncutware.com Zwischen Genialität...
    Von einem Rätselspiel erwartet man nicht unbedingt die beste Grafikperformance, bei Catherine hingegen wird man einfach nur positiv überrascht. Die Zwischensequenzen sind einfach nur wunderbar gezeichnet, die Grafik ist, bis auf die immer wieder ziemlich gleich aussehenden Blockwände, einfach stimmig und das Charakterdesign an den richtigen Stellen Japan-typisch abgedreht.
    Kurzum: Catherine macht einfach beinahe alles richtig. Zum einen erzählt es eine Story, die auf der einen Seite so nah am Alltag dran ist, wie es nur geht, auf der anderen Seite so abgedreht ist, wie es nur Videospiele zu Stande bringen. Und das tut es in so einer perfekten Atmosphäre mit einem tollen Design, dass es durchaus als modernes Kunstwerk durchgehen könnte. Die Steuerung ist gelungen und die Spieldauer weit über dem heutigen Durchschnitt. Das Spielprinzip ist zwar durchaus repetitiv, wird aber durch neue Blöcke und Items immer wieder sinnvoll erweitert. Außerdem gibt es einen lokalen Multiplayermodus und 8 verschiedene Storyenden, die ihr durch eure Entscheidungen beeinflusst. Geht es eigentlich noch besser?

    ...und Absurdität
    Doch ja, auch Catherine hat Schwächen, wie die erwähnten ähnlich aussehenden Blockwände. Oder die nicht vorhandene deutsche Sprachausgabe, die manch einer vermissen wird. Das fällt aber nicht wirklich ins Gewicht. Was jedoch stört ist die teilweise grauenhafte Kamera, sobald man sich auf der Rückseite des Block-Gebildes befindet.
    Das größte Problem ist allerdings: Das Spiel ist nicht zwingend massentauglich. Denn man muss sich bei dem Spiel einfach auf alles Einlasse: auf die Story, das Spielprinzip, die Charaktere, einfach alles. Also "Problem" im Sinne von "es werden leider keine unglaublichen Verkaufszahlen", nicht im Sinne von "kritikwürdigem Mangel". Denn wer keine Shooter mag, wird auch kein Call Of Duty spielen. Wisst ihr was ich meine?

    Fazit:
    Mich persönlich hat das Spiel sofort abgeholt und mir das schönst Videospielwochenende seit langem beschert, weshalb ich 92% vergebe, mit dem Unterton, dass es einfach nicht für alle was ist. Leiht es doch einfach mal aus, für ein Wochenende oder so, und versinkt in der wunderschönen Welt von Catherine, denn das ist das mindeste, was sich das Spiel verdient hat.

    Review als Video:

  • Catherine
    Catherine
    Publisher
    Atlus
    Developer
    Atlus
    Release
    17.02.2011
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von pzyYchopath
    Ich schnalls immer noch nicht, was das eigentlich sein soll!

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    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von pzyYchopath
        Ich schnalls immer noch nicht, was das eigentlich sein soll!
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Catherine
Catherine (PS3) - Leser-Test von corotex
Wer kennt das nicht? Die Entscheidung zwischen Gut und Böse, zwischen Richtig und Falsch, zwischen Egoismus und Uneigennützigkeit - diese Entscheidungen begegnen uns im Alltag ständig, und das auf unterschiedlichste Weise. Catherine, in Europa von Deep Silver vertrieben, greift genau diese Problematik auf, und zwar im Zusammenhang mit dem Thema Beziehung.
http://www.gamesaktuell.de/Catherine-Spiel-19846/Lesertests/Catherine-PS3-Leser-Test-von-corotex-889937/
10.06.2012
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2012/06/catherine.jpg
catherine
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