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Keiji Inafune: Japanische Entwickler arbeiten wie im Kommunismus

02.11.2010 11:40 Uhr
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Der gerade bei Capcom ausgestiegene Keiji Inafune (u.a. Mega Man, Dead Rising) tritt nach. Er verkündet seinen Unmut über die Verhältnisse in der japanischen Videospiele-Entwicklung und schreckt dabei vor gewagten Vergleichen nicht zurück.

Keiji Inafune: Anti-Kommunist Keiji Inafune: Anti-Kommunist Wie vor kurzem auf Cynamite berichtet, hat Capcom-Urgestein Keiji Inafune den japanischen Entwickler verlassen. Auch wenn er diesen Schritt mit den fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten begründete, scheint hinter den Kulissen noch mehr im Busch gewesen zu sein. In einem Interview mit den japanischen Kollegen von 4Gamer legt Inafune noch einmal nach und vergleicht die Abläufe in der japanische Spiele-Entwicklung mit denen in einem kommunistischen Staat:

"Es gleicht immer mehr einem kommunistischen Staat. Wenn du hart arbeitest, ist es zu deinem Nachteil. Nicht hart zu arbeiten hingegen wird mehr und mehr belohnt. Aber steht das nicht im Konflikt zur Spiele-Entwicklung? Du kannst keine guten Spiele machen, wenn du alles auf die leichte Schulter nimmst."

Laut Inafune mache es in Japan keinen Unterschied, wie motiviert man an die Arbeit herangeht und wie die Qualität eines Titels ausfällt -- die Gehaltsabrechnung am Ende des Monats bleibt gleich:

"Es gibt Leute, die die Hingabe ihrer Firma als gegeben ansehen und nicht so hart arbeiten, wie sie sollten. Das betrifft die gesamte Industrie und Capcom bildet da keine Ausnahme."

Positive Eindrücke hingegen hat er vom Westen:

"Auch wenn vereinzelte Publisher ihre Entwickler wie Haustiere halten, gibt es in Übersee unabhängigere Entwickler. Sie wollen einen Hit schaffen, ihr Unternehmen an die Börse bringen und wachsen. Der amerikanische Traum eben."

Zündstoff pur also. Zumal man wissen muss, dass in Japan Vergleiche mit dem kommunistischen Nachbarn China als verpönt gelten.

Beta-Tester

02.11.2010 11:40 Uhr
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02.11.2010 22:10 Uhr
Puhhhh Capcom puhhhhh
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02.11.2010 18:49 Uhr
Da hat aber einer ein Läunchen....
Nunja, sowas wird Inafune-san nicht ohne Grund sagen, und Games wie RE5 oder Lost Planet 2 zeigen schon, dass nicht wirklich 100 % gegeben wurde, sondern gerade genug, um brauchbare aber eben nicht überragende Games heraus zu bringen. In dem Punkt hat Capcom schon schwer nachgelassen.
Mitglied
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02.11.2010 18:40 Uhr
Also ob die Aussage nun stimmt oder nicht, kann ich nicht beurteilen.
das kann keiner von uns.
Aber wenn das stimmt, so wie er es sagt, ist das natürlich schon krass.
Und schaden tut das ja der japanischen Viedeospielindustrie natürlich auch.

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