CoD-Interview: "Japaner sind bedrohlicher als Schurken in einem Horrorfilm!"
Mark Lamia (Studioboss Treyarch)
Cynamite: Schon wieder Zweiter Weltkrieg. Womit wollt ihr die Spieler ködern?
Mark Lamia: Wir haben mehr Call of Duty- und Zweiter-Weltkriegs-Spiele gemacht als alle anderen hier auf diesem Planeten. Dieses Mal wollen wir etwas Neues erschaffen. Der Pazifik ist etwas, was wir bisher noch nie zuvor gemacht haben. Es wird euch vollkommen neue Erlebnisse bescheren.
Cynamite: In World at War kämpft man gegen Japaner. Inwiefern verändert sich dadurch das Spielerlebnis?
Mark Lamia: In unserem Spiel dürfen die japanischen kaiserlichen Truppen alle Dinge tun, die die Marines nicht erwarten. Sie sind angsteinflößende Gegner wie in Horrorfilmen, wie Jason in "Freitag der 13". Immer wenn man denkt, er ist tot, greift er wieder an. Die Japaner stellen sich tot, um dann den Gegner zu überraschen, eben wie in einem Horrorfilm. Auf perfekte Art schleichen sich die Japaner an und ängstigen die Soldaten ohne Ende. Sie verstecken sich auch in Bäumen. Man kann nicht mal einen Schurken in einem Horrorfilm bedrohlicher darstellen als die japanische Kaiserarmee.
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...Doch einzig und allein sind es die Deutschen, die sich die Brandmarke "Menschenfeind" selbst aufgedrückt haben...
Hatte mich daran orientiert.
Wenn man nur die Headline betrachtet und den Artikel nicht liest, dann ist das schon rassistisch.
Das war ihr Plan, nicht ihre Ausrede
Von dem Massaker hab ich noch nicht gehört. Erklärung bitte, ich verstehe grad nicht ganz den Sinn des Satzes.
Wird aber trotzdem immer wieder getan. Wenn du die Bombardierungen von Städten meinst, darin waren sowohl Deutsche als auch Allierte Weltmeister. Und nach dem 2 Weltkrieg wurde und wird munter weitergemordet. Allein schon im Kalten Krieg haben die Amerikaner selbst oder durch ihre Vasallen dutzende Massaker begangen. Völlig normal in einem Krieg, das es verabscheuungswürdig ist, hab ich nicht angezweifelt, aber so sind Menschen nun mal.
Genau darauf wollte ich letztlich auch hinaus. Eine Darstellung des Krieges, ohne eine Partei zu ergreifen, d.h. beide Seiten zeigen. Achsenmächte und Alliierten. Im Krieg gibt es keine Helden. Im Krieg achtet auch keiner auf die Gesetze. Wenn man die Brutalität einfangen würde, wäre das ein großer Schritt in Richtung Aufklärung.
Das Ende von MGS1, in dem Liquid sagt, dass man Spaß am Töten hatte, ist nämlich so ein Punkt. Es ist abstrus, denn tatsächlich hatte man Spaß daran, im Spiel zu Töten, gleichwohl man trotzdem gegen das Töten ist. Wie wäre es denn, wenn man solche Erfahrungen auf ein Kriegsspiel überträgt. In dem man gezwungen ist selbst zu Gräueltaten greift. Und nicht immer nur an Fronten kämpft, hie und da eine MG-Stellung ausbombt. Denn immerhin besteht Krieg nicht nur aus Schlachten, ein Großteil der Zeit muss ganz normal gelebt werden, in dem wenig passiert.
Jedenfalls kann ich mir ein Kriegsspiel, mit einer wirklichen Geschichte, und nicht nur die Abgrasung von diversen Fronten, sehr gut vorstellen.
@PapaSchlumpf
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich für das, was vor knapp 60 Jahren geschehen ist, nicht schuldig fühle. In keinster Weise, denn, was habe ich damit zu tun? Rein gar nichts. Deshalb ist es auch Quatsch, unserer Generation in irgendeiner Form Schuld zuzuweisen. Wir müssen nicht für die Sünden unserer Großväter büßen. Damit meine ich aber nicht, dass dieses Thema nicht erwähnt werden soll. Es ist wichtig, dass es überbracht wird, damit es eine Warnung an die ganze Menschheit ist.