Modern Warfare 3 - Leser-Test von Qu!ks!lver
Story & Gameplay
Der dritte Weltkrieg ist ausgebrochen. Modern Warfare 3 setzt den zweiten Teil direkt fort. Die Russen haben durch das intrigante Verhalten des russischen Top-Terroristen Makarov die USA angegriffen. Die Metropolen der Staaten sind mittlerweile heiß umkämpft und fordern unzählige Menschenleben.
Der Spieler schlüpft dabei wieder einmal in mehrere Rollen und reist an verschiedene Schauplätze. Bereits zu Beginn lässt einen das Spiel kaum verschnaufen. Jede Minute bricht ein Gebäude zusammen, donnert ein Panzer durch die Ruinen der völlig zerstörten Großstädte. Am Anfang besteht eure Aufgabe noch darin, die Invasoren möglichst rasch in die Flucht zu schlagen. Im späteren Spielverlauf müsst ihr jedoch auch Rettungsmissionen ausführen. Leider, versinkt Modern Warfare zu oft in geskripteten Sequenzen . Die spielerische Freiheit ist daher sehr eingeschränkt. Meistens folgt man im Team seinem kommandierenden Offizier von Punkt A nach Punkt B. Auf dem Weg dort hin gilt es die bösen Feinde, wieder einmal in der Gestalt der russischen Föderation, zu eliminieren. Dafür stehen dem Spieler auch diesmal jede Menge Handfeuerwaffen und Gewehre zur Verfügung, sowie verschiedene Granaten. Fast jede Waffe ist mit einem zweiten Modus ausgestattet, somit könnt ihr einige Waffen zu Granatwerfern umfunktionieren andere bekommen ein Scharfschützenvisier oder Schalldämpfer verpasst.
Der Multiplayer- Modus fällt wieder sehr umfangreich aus
Eure Einsatzgebiete erstrecken sich von den USA bis nach Europa. Dabei bleibt kein Stein auf dem anderen. Selbst die Engen Räume eines U-bootes dürfen erkundet werden natürlich nicht ohne den heftigen Widerstand der Besatzung. Meist seid ihr jedoch in bekannten Großstädten Unterwegs. Dabei kämpft ihr euch auch mal durch Paris, Hamburg und Berlin. Wobei vor allem im letzteren Gebiet die Nähe zur realen Stadt zu wünschen übrig lässt. Außer den Fernsehturm, den man in der Ferne wage erkennen kann, ähneln sich die Städte stark und man würde gar nicht darauf kommen, dass man sich gerade in Deutschland befindet, wäre es zuvor im Briefing nicht erwähnt worden. Denn in Hamburg hat man auf deutsche Läden und Geschäfte fast komplett verzichtet während in Berlin zumindest die Plakate an den Mauern deutsche Texte aufweisen.
Grafik
Die Nachtmissionen fallen sehr dunkel aus
Die Grafik ist gut, wobei die Grafik-Engine bereits in die Jahre gekommen zu sein scheint. Seit Teil zwei hat sich hier wenig getan. Das direkte Konkurrenzprodukt aus dem Hause EA sieht da um Längen besser aus, im direkten Vergleich auch auf Konsolen. An die Flugzeugmission kommt grafisch kein Modern Warfare ran. Auch die rauchenden in sich zusammenfallenden Gebäude sehen bei der Konkurrenz um einiges genialer aus. Dafür glänzt Modern Warfare 3 mit mehr Bombast-Action. Auch hier spritzt einem der Dreck inmitten von Explosionen und Kugelhagel regelrecht ins Gesicht.
Die Tiefseemission zählt zu den beeindruckensten in Modern Warfare 3
Sound
Der Sound ist gut. Allerdings ist die Abmischung nicht so sehr gelungen. Die Stimmen ertönen oft leiser als die Musik aus den Lautsprechern, so dass man oft nichts versteht, auch im Briefing werden die Stimmen oft übertönt. Schade. Die Synchronsprecher machen ihre Arbeit dennoch gut, obwohl auch hier EA bessere Akteure zu bieten hat und eine bessere Tonabmischung aufweist.
Es werden zahlreiche altbekannte Bauwerke in Schutt und Asche verwandelt
Fazit
Kontroverse und Moral - So bombastisch die Action in Modern Warfare 3 auch ist, kamen bei mir auch moralische Bedenken auf. Das Zerstören von Monumentalen und kulturellen Bauwerken findet nun mal statt und das vorzugsweise in europäischen Gefilden. In einem Level spielt man zudem für einige Minuten einen Familienvater, der seine Frau mit Kind auf einer Sightseeing-Tour filmt, nur um schließlich zu erleben wie das Kind durch eine Explosion ausgelöscht wird. Auch die Frage, warum immer die "bösen" Russen als Kriegsvolk herhalten müssen ist mir nicht ganz verständlich, auch wenn man die intriganten Machenschaften eines Terroristen als Rechtfertigung in den Vordergrund schiebt. Wer über diese moralischen Bedenken und teils unlogische Story hinwegsieht wird gut unterhalten auch wenn sich Modern Warfare 3 kaum vom Vorgänger unterscheidet. Auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad sieht man das Ende bereits nach 8 Stunden wird aber durch den SpecOps-Modus und den umfangreichen Multiplayer bei der Stange gehalten.
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Das kann ich gut verstehen. Da käme ich mir auch von den Entwicklern verarscht vor. Nur leider ist denen das kackegal und ich wette nächstes Jahr läuft es wieder genauso. Ich kann die Entwickler allerdings auch irgendwo verstehen. Solange es…