Call of Duty: Black Ops im Test für PC, PS3 und Xbox 360 - Das beste CoD aller Zeiten?
Vor dem Test zu Call of Duty: Black Ops hatten wir große Erwartungen: Langsam wird es Zeit, dass der zweite Call of Duty-Entwickler Treyarch aus dem Schatten des CoD-Erfinders und Modern Warfare-Machers Infinity Ward heraustritt. Nicht zuletzt auf Grund der Mitarbeiterflucht und ungewissen Zukunft bei Infinity Ward setzen CoD-Fans große Hoffnungen in Black Ops.
Dass sich Treyarch endlich vom ausgelutschten Zweiten Weltkrieg (weitgehend) verabschieden und mit Vietnam- sowie Kaltem Krieg frischere Szenarios anbieten kann, sind gute Voraussetzungen für einen Qualiätssprung gegenüber Treyarchs letztem CoD-Teil World at War. Ob die Kalifornier ihre Chance genutzt und möglicherweise sogar Modern Warfare 2 überflügelt haben, zeigt unser Test von Call of Duty: Black Ops!
Das hat uns im Test von Call of Duty: Black Ops gefallen:
Inszenierung
Call of Duty: Black Ops im Test für PS3, Xbox 360 und PC. (4) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Wann verfilmt endlich jemand Call of Duty? Was bei Black Ops an packenden Action-Szenen, heißen Fahr- und Flug-Sequenzen sowie dramatischen Momenten geboten wird, kann locker mit den meisten Kinofilmen mithalten. Ok, manche Idee hat man auch aus Hollywood geklaut: Wenn wir etwa mit dem Motorrad aus einem russischen Gefängnis abhauen und dabei die Verfolger mit der Shotgun pulverisieren, erinnert dies frappierend an Schwarzeneggers Zweirad-Flucht in Terminator 3 - so, genug gespoilert ... Auch wenn nicht jede spektakuläre Szene einen Innovationspreis verdient, vergisst man ob des enormen Tempos und der Bildgewalt oft zu blinzeln, um nichts zu verpassen.
Story
Normalerweise haben die Geschichte und vor allem die Erzählweise des CoD-Plots einen Platz bei den Negativpunkten abonniert. Diesmal ist das anders: Als Alex Mason befindet ihr euch in einem Verhörzimmer der CIA. Bis auf wenige Ausnahmen spielt ihr in den Missionen Masons Erinnerungen nach. Auch an den Zweiten Weltkrieg, aber damit kennt sich Treyarch ja bestens aus ... Auf jeden Fall können wir viel besser mit unserem Hauptcharakter mitfühlen als in früheren CoD-Teilen, da wir ihn zwischen den Aufgaben häufiger in der Gegenwart erleben und ihn mit der Zeit immer besser kennenlernen. Zudem hat die Story einen roten Faden und im späteren Spielverlauf erwarten euch überraschende Entwicklungen.
Atmosphäre
Call of Duty: Black Ops im Test für PS3, Xbox 360 und PC. (11) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Der Optik merkt man kaum an, dass sie einer inzwischen recht betagten 3D-Engine entspringt. Für jeden Call of Duty-Teil wird der Grafik-Motor getunt. Ergebnis sind realistisch anmutende Schauplätze in Vietnam, Russland, USA, Kuba und anderen Orten. Zwar erreicht man nicht den Detailgrad eines Crysis, dafür läuft auch Black Ops konstant mit 60 Bildern pro Sekunde auf guten PCs, PS3 und Xbox 360. Potente Rechenknechte belohnt der Shooter mit einer höheren Auflösung und schärferen Texturen. Auch der Sound kann - wenig überraschend - auch diesmal wieder absolut überzeugen. Glasklare Schussgeräusche und ein bombastischer, effektreicher Surround-Sound machen aus eurem Wohnzimmer einen vietnamesischen Dschungel, ein russisches Gebirge etc.
Zombie-Koop
Dass es der kooperative Zombie-Modus in die deutsche Version geschafft hat (wenn auch Splatter-frei), ist eine gute Sache. Noch besser finden wir, dass Treyarch dabei Humor beweist. Als John F. Kennedy das Weiße Haus gegen Zombies zu verteidigen und dabei von Fidel Castro oder Richard Nixon unterstützt zu werden, darauf muss man erst mal kommen. Klar, die Qualität eines Left 4 Dead darf man vom Black Ops-Zusatzmodus nicht erwarten. Da sich Waffen aber upgraden lassen, bekommt das spaßige Zombie-Gemetzel auch ein klein wenig Tiefgang. Allerdings solltet ihr euch den Untoten-Wellen möglichst zu viert in den Weg stellen, denn allein überlebt ihr die Attacken nur wenige Minuten.
Multiplayer-Modus
Call of Duty: Black Ops im Test für PS3, Xbox 360 und PC. (1) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Klar, eigentlich kann man einen Multiplayer-Modus erst nach mehreren Wochen Spielzeit abschließend beurteilen.Trotzdem können wir schon jetzt sagen, dass die Online-Gefechte von Black Ops ähnlich begeistern wie die von Modern Warfare 2. Das liegt an Detailverbesserungen wie den entschärften Killstreaks, einem neuen Geld-Feature oder frischen Customizing-Features für Clans. Aber auch die innovativen Wager-Maches garantieren viele Stunden Spielspaß - mit zwei Einschränkungen: Während Modi wie "One in the chamber" sehr gelungen sind, langweilt "Sharpshooter" eher. Zudem gibt es bei Wager zwar Kohle zu verdienen auf Erfahrungspunkte muss man aber verzichten. Letzteres dürfte dazu führen, dass sich ehrgeizige Online-Zocker lieber in den herkömmlichen Modi auf die 14 Mehrspieler-Karten stürzen. Alle Spielvarianten von Modern Warfare 2 sind auch in Black Ops enthalten. PC-Zocker haben übrigens die Möglichkeit bei Treyarch Server für private Matches zu mieten. Dabei dürft ihr sogar die maximale Spieleranzahl von 18 nach oben setzen.
3D-Modus
Bei PC-Spielern dürften 3D-Brillen dank Nvidias 3D-Vision weiter verbreitet sein, als bei Konsoleros. Trotzdem möchten wir den 3D-Modus von Black Ops durchaus als Stärke hervorheben. Das 3D-Erlebnis ist noch intensiver als die ohnehin packenden 2D-Gefechte. Ein auch in drei Dimensionen knachscharfes und ruckelfreies Bild sowie dezent eingesetzte 3D-Effekte sorgen zudem dafür, dass die Augen weniger angestrengt werden, als in vergleichbaren Shootern.
Das hat uns im Test von Call of Duty: Black Ops nicht gefallen:
KI
Call of Duty: Black Ops im Test für PS3, Xbox 360 und PC. (6) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Wenn Gegner im wahrsten Sinne blind ins Verderben rennen oder aus nächster Nähe an euch vorbeiballern, hat das schon mehr von Slapstick als von Nevenkitzel. Ok, die schwache KI hält das Tempo hoch, muss man doch nicht Minuten für einen Feind aufbringen. Aber im Jahr 2010 möchten wir auf leistungsfähigen Systemen wie PS3 oder Xbox 360 Gegner, die auch nur ansatzweise menschlich agieren, sprich an ihrem - wenn auch digitalen - Leben hängen!
Kampagnen-Spielzeit
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Sicher wird es Leute geben, die in fünf Stunden zum Abspann der Singleplayer-Kampagne rennen. Normale Spieler dürften jedoch zwischen 6 und 8 Stunden benötigen. Dies ist recht kurz, keine Frage. Doch lohnt es sich allemal, Black Ops mehrmals durchzuspielen. Denn in den wenigen Stunden erwarten euch unzählige denkwürdige Momente.
Nur zwei Zombie-Maps
Da Black Ops ohne den beliebten Spezialeinheit-Modus von Modern Warfare 2 auskommen muss, darf man den Zombie-Modus als Ersatz sehen. Und da sind läppische zwei Locations schon sehr mager. Das riecht verdächtig nach kostenpflichtigem (Abzock)-DLC.
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Nun Zombiemodus der ist lustig das der nur 2…
Der Zombie-Modus macht auch richtig Laune.
Einzig der MP lässt mich total kalt. Die haben zwar viel ausblanciert, aber irgendwie machts kein Fun mehr.
Die Quickscoper haben ja echt schon genervt bei MW2…
Mir fehlt einfach die Übung für solche Genres. Deshalb zocke ich auch nie den Multiplayer. Obwohl es verdammt viel Spaß macht. Wie gesagt…