Activision schnappt sich die Dämonen
Die Programmierung ausgefeilter Multiplayer-Modi ist in Zeiten internetbasierter Konsolen ein wichtiger Bestandteil eines jeden Spiels. Doch die Entwicklung von Matchmaking, Online-Lobbys und verzögerungsfreien Multiplayer-Modi erfordert Zeit, Erfahrung und viel Manpower - was die Entwicklungskosten nach oben treibt. Activision, seit Jahren erfolgreich mit Serien wie Tony Hawk's Pro Skater (Bild) oder Call of Duty (Bild) holt sich nun einen ausgewiesenen Experten für genau diese Elemente ins Boot - das meldet die gut informierte Branchenseite gamesindustry.biz.
Tony Hawk's Project 8: Der aktuelle Teil der erfolgreichen Skate-Serie setzt voll auf Online-Modi - doch nicht auf der PlayStation3.
Demonware wurde 2003 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Dublin, Irland. Spezalisiert hat sich das bisher unabhängige Unternehmen auf so genannte Middleware-Tools für Echtzeit-Netzwerkprogramme. Das sind Programmierbausteine, mit denen Online-Modi schneller und günstiger in Spiele integriert werden können. Bisher nutzten unter anderem Ubisoft (Splinter Cell: Double Agent, Blazing Angels: Squadrons of WWII), Atari oder eben Activision die Demonware-Tools. Ob die Werkzeuge von Demonware auch künftig von anderen Herstellern gekauft werden können, oder ob sie ab jetzt nur noch Activision zur Verfügung stehen, ist noch nicht bekannt. Tatsache ist aber, dass Activision seine Kompetenz im immer wichtigeren Online-Segment mit der Akquisition deutlich ausbaut.