Call of Duty 2: Big Red One
Das ist Service: Statt einer abgespeckten PC- und Xbox360-Fassung erwartet altgediente Konsolenjünger mit "Big Red One" ein komplett eigenständiges Spiel.
Im Mittelpunkt steht die erste Infanteriedivision der U.S. Army. Die harten Kerle waren die Feuerwehrmänner des Zweiten Weltkriegs und wurden von der amerikanischen Regierung bei sehr haarigen Einsätzen ins Rennen geschickt. So betraten sie etwa als erste Truppe den weltberühmten Omaha Beach oder sie besiegten den Wüstenfuchs Erwin Rommel in Südafrika.
Leicht zu erkennen an der großen roten "1" auf der linken Schulter, schlugen sie sich sogar bis nach Berlin durch. Diese beeindruckende Kriegsreise bildet die Grundlage für die Einzelspieler-Kampagne von "Big Red One": Als Mitglied der ersten Infanterie bestreiten Sie in einer 13 Kapitel andauernden Geschichte Einsätze in Afrika und Europa.
Sie erleben den Hauptmodus aus der Ego-Perspektive. Mit maximal zwei Gewehren, einer Pistole und einigen Granaten im Halfter gehen Sie in hektischen Schusswechseln gegen allzu aufdringliche Deutsche Invasoren vor. Gemeinsam mit Ihren Kameraden zerstören Sie wichtige Gebäude oder eliminieren Zielpersonen.
Dabei haben Sie allerdings keine direkte Kontrolle über Ihre Mannen. Vielmehr orientieren diese sich an Ihren Laufwegen, marschieren mit und geben Rückendeckung. Trotzdem dienen die übrigen Mitglieder der "Fighting First" nicht als bloßes Kanonenfutter: Wird ein Kamerad niedergestreckt, ist er für den Rest der Kampagne im Lazarett und kann Ihnen nicht mehr helfen.
Zudem sorgen neue Fahrzeug-Passagen für Abwechslung: So nehmen Sie etwa während der Afrika-Missionen in massiven Panzern Platz und heizen den verdutzten Deutschen mit schwerem Geschütz ein. Ein anderes Mal segeln Sie mit einem Flugzeug übers Meer und bombardieren feindliche Kriegsschiffe aus luftiger Höhe.
Schrecklich schön
Die Entwickler der amerikanischen Firma Treyarch liefern mit "Big Red One" ein technisches Meisterwerk ab. Stellenweise rennen, ballern und bomben mehr als 200 Einheiten gleichzeitig auf dem Schirm -- absolut ruckelfrei! Zusätzliche gescriptete Ereignisse lassen den Adrenalinpegel immer wieder in die Höhe schnellen. Wenn urplötzlich ein Panzer durch das Nachbarhaus bricht und die eigenen Jungs unter Beschuss nimmt, gerät der härteste Zocker ins Stottern.
Neben der Solo-Kampagne offeriert Treyarch einen mit bis zu 16 Freunden spielbaren Multiplayer-Mode.