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  • Call of Cthulhu

    Verrammeln Sie die Türen, stellen Sie das Telefon ab! Call of Cthulhu ist genau das Richtige für Freunde des absurden Horrors -- und das wohl verstörendste PC-Spiel aller Zeiten.

    1922. Ein bitteres Jahr für Jack Walters. Der ehemalige Polizist und Privatschnüffler hat sein letztes bisschen Verstand verloren und fristet seine Tage als Insasse des berüchtigten Arkham-Irrenhauses. Eines Tages hält er die Visionen in seinem Kopf nicht mehr aus, steigt auf einen Stuhl, legt sich eine Schlinge um den Hals und springt. Schnitt!

    Weniger ist mehr ...

    Jahre vor den dramatischen Ereignissen in Arkham kam Jack erstmals mit einem merkwürdigen Kult in Berührung, der in unverständlichem Kauderwelsch zu dunklen Göttern namens Dagon und Hydra betet und arge Probleme mit den Ordnungshütern hat. Diese Begegnung dient als erstes Kapitel im Spiel, das uns mit dem einzigartigen Benutzerinterface von Call of Cthulhu vertraut macht.

    Interface ist allerdings fast schon das falsche Wort. Wir erleben das Spiel zwar aus der Ego-Perspektive, müssen aber auf alle klassischen Elemente wie Fadenkreuz, Gesundheitsanzeige oder Munitionszähler verzichten. Im Normalfall bekommen wir nicht einmal Jacks Hände zu Gesicht, denn die geraten -- realistischerweise -- nur dann in unser Blickfeld, wenn wir mit einer Waffe zielen oder einen Gegenstand vor uns manipulieren.

    Schleichen statt ballern

    Auch wenn Call of Cthulhu auf den ersten Blick an einen Ego-Shooter erinnert, wird bereits in den ersten 30 Spielminuten klar, dass diese Bezeichnung dem Spiel nicht gerecht wird. Wir kommen mit Jack in das Küstennest Innsmouth, wo wir einen verschwundenen Ladenbesitzer aufspüren sollen. Schon bald merken wir, dass hier etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Die meisten Bewohner stehen unter dem Einfluss eines mysteriösen Ordens und treten uns ausgesprochen feindlich gegenüber.

    Das Problem: Während der ersten Kapitel müssen wir ohne Waffe auskommen. Das wird spätestens dann übel, wenn sich der Orden gegen uns wendet und uns die Dorfbewohner nach dem Leben trachten. Solange wir nämlich keine Knarre im Inventar tragen, sind wir völlig hilflos und dazu verdammt, unseren Häschern durch geschickte Schleicheinlagen in dunklen Ecken zu entkommen.

    Ego-Action-Horror-Adventure

    Selbst wenn wir die erste Bleispritze gefunden haben, fühlt sich Call of Cthulhu noch immer nicht wie ein gewöhnliches Actionspiel an. Vielmehr erinnern Jacks Abenteuer an klassische Action-Adventures wie das ebenfalls von H. P. Lovecraft inspirierte Alone in the Dark. Wir latschen durch die Stadt, reden mit anderen Charakteren, sammeln Indizien und Gegenstände und kommen so immer mehr hinter die düsteren Geheimnisse von Innsmouth. An einigen Stellen ist sogar echtes Hirnschmalz gefragt, etwa wenn wir anhand von Tagebucheintragungen Safekombinationen enträtseln müssen.

    Wie es sich für ein echtes Lovecraft-Spiel gehört, sind die Ereignisse ganz stilecht in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts angesiedelt. Zu dieser Zeit lebte und schrieb Lovecraft seine verstörenden Horror-Storys und in dieser Epoche spielt auch seine Kurzgeschichte The Shadow over Innsmouth, auf der Call of Cthulhu größtenteils basiert. Ebenfalls zeitgerecht: die Waffenauswahl. Die reicht vom 45er-Colt Government über eine antiquierte doppelläufige Schrotflinte bis hin zur Tommy-Gun, der Lieblingsknarre von Al Capone und Co.

    Bloss nicht durchdrehen!

    Ebenfalls ungewöhnlich: Jacks Gesundheitszustand und die dazugehörige Anzeige. Wir sammeln nicht etwa schnöde Heilungspacks auf, sondern haben vier verschiedene Mittelchen in der Hausapotheke, die bei unterschiedlichen Verletzungen zum Einsatz kommen (Bandagen für Fleischwunden, Schienen für Knochenbrüche, und so weiter). Neben der körperlichen überwacht das Spiel aber auch unsere geistige Gesundheit. Wenn wir mit verstörenden Bildern und Geschöpfen konfrontiert werden, verschwimmt kurzzeitig das Bild und die Steuerung wird träge, bis wir den Schrecken nicht mehr vor Augen haben. Wenn wir zu lange mit zu intensivem Horror in Berührung kommen, kann Jack gar aus den Latschen kippen und am Schock sterben. Besonders gefährlich sind solche Situationen, wenn wir eine geladene Waffe in der Hand haben: Falls Jacks Stress zu groß wird, kann er die dann in Panik gegen sich selbst richten und sein Leben beenden.

    Sascha Gliss

  • Call of Cthulhu: Dark Corners of the Earth
    Call of Cthulhu: Dark Corners of the Earth
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Headfirst productions
    Release
    31.03.2006
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

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Call of Cthulhu: Dark Corners of the Earth
Call of Cthulhu
Verrammeln Sie die Türen, stellen Sie das Telefon ab! Call of Cthulhu ist genau das Richtige für Freunde des absurden Horrors -- und das wohl verstörendste PC-Spiel aller Zeiten.
http://www.gamesaktuell.de/Call-of-Cthulhu-Dark-Corners-of-the-Earth-Spiel-19638/Tests/Call-of-Cthulhu-715450/
01.04.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/t_callcthulhu_02_04eps.jpg
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