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  • C64 DTV

    Der Brotkasten ist wieder da! Deutlich verkleinert und in Form eines Joysticks feiert der beliebteste Heimcomputer der 80er sein fulminantes Comeback. Und 30 Spiele gibt's obendrauf.

    Hach, die 80er-Jahre! Der Kalte Krieg neigt sich seinem Ende zu, in der Hitparade nervt DJ Dieter Thomas Heck und fragwürdige Frisuren haben Hochkonjunktur. Dass das Jahrzehnt des schlechten Geschmacks für Computerspieler trotzdem zu den absoluten Highlights des vergangenen Jahrhunderts zählt, liegt hauptsächlich an Jack Tramiel. Der gebürtige Pole jüdischer Herkunft gründet 1955 in Kanada den Schreibmaschinen-Hersteller Commodore. In den 70ern hantiert man dort erstmals mit Computerchips und entwickelt die ersten Vorläufer des beliebtesten Heimcomputers aller Zeiten.

    1982 passiert es: Der C64 erblickt das Licht der Welt und schlägt in Spielerkreisen ein wie eine Bombe. 64 Kilobyte Speicher! 16 Farben! Gleichzeitig! Acht Bit Rechenpower! Ein Soundchip, der menschliche Sprachausgabe nachmachen kann! Und all das zum günstigen Preis von nicht einmal 1.500 Mark! Kein Wunder, dass der C64 zwischen 1982 und 1992 über 17 Millionen Mal über die Ladentheke wanderte und den Grundstein für zahlreiche Klassiker der Spielegeschichte legte.

    Alles im Joystick

    Fragt man einen Nostalgiker, wird er mit glänzenden Augen von Datasetten (ein Rekorder, der Daten auf Musikkassetten speichern konnte), Floppy-Laufwerken von der Größe eines Schuhkartons und kryptischen BASIC-Befehlen berichten. Zugegeben: Das Handling eines echten C64 ist für verwöhnte PC-Spieler heutzutage eine Zumutung. Aus diesem Grund hat der Spielzeug-Hersteller Toy Lobster den Brotkasten in einem Joystick untergebracht, der dem berühmten Competition Pro nachempfunden ist. Zusätzlich hat der Knüppel insgesamt 30 Spiele unter der Haube, die ganz ohne Befehle in einem Menü ausgewählt werden können.

    Per Chinch-Verbindung wird das Gerät direkt am Fernseher oder einer TV-Karte angeschlossen. Ein Adapter für den Scart-Eingang liegt nicht bei. Wenn Sie den nicht dazukaufen wollen, sollten Sie vor dem Kauf überprüfen, ob Ihr Fernseher auch einen entsprechenden Eingang besitzt. Der Sound wird ebenfalls per Chinch übermittelt, allerdings wie beim Originalgerät nur in Mono. Saft erhält der Stick von vier Mignon-Batterien, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Der Betrieb mit einem Netzteil ist nicht möglich. Ärgerlich: Um ans Batteriefach zu gelangen, müssen Sie einen Schraubenzieher bemühen.

    Es leuchtet blau!

    Kurz nach dem Einschalten begrüßt Sie der altbekannte blaue C64-BASIC-Bildschirm. Nur wenige Sekunden später lädt der C64 DTV automatisch ein Auswahlmenü, von dem Sie direkt und ohne Ladezeiten in die einzelnen Spiele springen können. Sobald Sie sich an einem Klassiker satt gedaddelt haben, müssen Sie den Reset-Knopf betätigen und damit den Stick neu »booten«, um wieder ins Menü zurückzukehren.

    Schon nach wenigen Spielminuten offenbaren sich einige Schwächen des C64 DTV: Das Handling ist keinesfalls mit einem echten Competition Pro zu vergleichen. Der Steuerknüppel ist billig verarbeitet, die Tasten fühlen sich schwammig an. Kaum vorstellbar, dass er viele Stunden Dauerrütteln in Winter Games schadlos übersteht. Die beliebten Mikroschalter fehlen ebenso wie eine Dauerfeuerfunktion. Außerdem ist gleichzeitiges Spielen mit Freunden natürlich nicht möglich, da es keine Schnittstelle zum Verbinden zweier DTVs gibt. Zumindest können Sie zum Beispiel bei Winter Games hintereinander antreten. Die Auswahl der Spiele geht in Ordnung: Neben einigen wenig aufregenden Vertretern der 8-Bit-Ära sind zumindest zwölf absolute Klassiker mit an Bord, die wir Ihnen mit Bild vorstellen.

    Unser Fazit: Sofern Sie mal echtes C64-Feeling am Fernseher erleben wollen, ist der C64 DTV zum Preis von knapp 25 Euro ein komfortabler und schneller Weg. Die kostenlose, aber etwas aufwändigere Alternative ist ein Software-Emulator. Der hat den Vorteil, dass Sie nicht auf 30 Spiele limitiert sind, sondern auf einen riesigen Katalog im Internet zugreifen können. Eine gute Anlaufstelle für alle Interessierten ist die Website www.c64games.de.

    Simon Fistrich

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C64 DTV
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Der Brotkasten ist wieder da! Deutlich verkleinert und in Form eines Joysticks feiert der beliebteste Heimcomputer der 80er sein fulminantes Comeback. Und 30 Spiele gibt's obendrauf.
http://www.gamesaktuell.de/C64-DTV-Hardware-229977/Specials/C64-DTV-717367/
01.01.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/m_c64_californiagames_01eps.jpg
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