Vorfahrt für die Xbox360: Criterion hat seinen genialen Action-Racer aufgemotzt.
S tichflammen schießen aus dem Auspuffrohr, die Augen des angespannten Fahrers sind weit aufgerissen, Konturen verschwimmen, Adrenalinschübe, Temporausch -- WOW! Sechs Monate nachdem Criterions "Burnout Revenge" seine Spuren in die Leiterbahnen von PS2 und Xbox gebrannt hat, rast das Action-Spektakel nun auf die Xbox360 zu. Löblich: In der Zwischenzeit haben die Entwickler nicht faul auf der Motorhaube gelegen, sondern einen Boxenstopp in der digitalen Tuning-Werkstatt gemacht.
UMFANG: Die Ausstattung hat sich gegenüber dem exzellenten Original kaum verändert. Lediglich zehn Crash-Kreuzungen sowie wenige Fahrzeuge -- etwa ein Flitzer mit Xbox360-Logo -- sind neu. Bis Sie die 169 goldenen Felgen der Welt-Tour eingefahren haben, werden unzählige heiße Racing-Abende vergehen. Platzierungs-Rennen, Road-Rage, Eliminator und Crash-Modus kennen "Burnout"-Fans schon aus dem Vorgänger. Neu ist in "Revenge" die Rennvariante Traffic Attack, bei der Sie möglichst viele Autos von der Strecke boxen müssen.
SPIEL: Bei der Xbox360-Version gibt es erstmals auch in den Renn-Modi Replays. Diese Wiederholungen können Sie sogar als 30-Sekunden-Clips abspeichern und über Xbox Live tauschen. Auch neu: "Live Revenge" registriert alle Online-Ergebnisse. So können Sie sich in einem späteren Rennen an einem Rivalen rächen.
Auch die Optik wurde an einigen Stellen verfeinert. Zum Beispiel blättert nun bei jedem Crash der Lack von der Karosserie ab, sodass aus einem polierten Sportwagen ganz schnell ein nackter Klumpen Aluminium werden kann. Auch auf den Strecken finden wir jetzt mehr Details. Erkennbare Grashalme, Werbetafeln oder auch Pappkisten machen das Fahrerlebnis schöner und realistischer. Bei 300 Sachen allerdings wird man kaum ein Auge für die netten Details haben. Sobald Sie den Boost-Knopf drücken, erzeugen eine butterweiche Grafik und ein Verwischeffekt am Bildrand die unvergleichliche "Burnout"-Rasanz.
FAZIT: Klar gibt es auch kleine Kratzer im neuen Lack: Ladezeiten zu lang, Neuerungen kaum vorhanden, Hardware nicht ausgereizt. Aber mal ehrlich: Wer sich daran stört, jammert auf allerhöchstem Niveau. Denn die Rachefahrt ist immerhin schneller, spektakulärer und vielfältiger als alle bisherigen Next-Gen-Racer. Haben Sie das geniale Original noch nicht gespielt, sollten Sie sich für das Xbox360-"Revenge" schleunigst einen feuerfesten Overall besorgen -- es lohnt! az
