Rasen, Drängeln, Rammen, Crashen -- Criterion Games wecken auf der PSP einmal mehr den Tiefflieger in uns.
Egal ob im Bus, im Wartezimmer oder im Park -- mit "Burnout: Dominator" geben sich Action-affine Zeitgenossen auch unterwegs den adrenalinfördernden Temposchüben hin. In bester Tradition der Videospielreihe dreht sich alles um exzessive Blechverformung und extreme Geschwindigkeiten.
Burnout-Identität
Schnelles Standbild: Leider kommt das Tempo-Feeling im laufenden Spiel nicht so gut rüber. Im Vergleich zur PS2-Version ist das Geschwindigkeitsgefühl eher gediegenes Mittelmaß als eine Sensation. Spielerisch gibt es jedoch nur wenig zu meckern.
Inhaltlich ist die PSP-Version mit der PS2-Variante weitestgehend identisch, bis auf drei Ausnahmen. Erstens haben bis zu sechs Spieler die Möglichkeit, über ein lokales Netzwerk (Ad-hoc-Modus) gegeneinander über den Asphalt zu rasen oder miteinander über die Piste zu brettern. Zweitens tauschen Sie Ihre Bestleistungen mittels Scoresync-Feature untereinander aus, um eigene Rekorde auf der PSP Ihrer Kumpane festzusetzen. Drittens sollen Downloads das Spiel auch längerfristig interessant machen. Details hierzu sind noch nicht bekannt, zusätzliche Wagen und neue Strecken gelten aber als wahrscheinlich.
Doch nicht nur der Online-Bereich kann sich sehen lassen, auch die vielen verschiedenen Offline-Modi sorgen für Abwechslung. Klassisches Rennen, schnellste Runde, Road Rage oder Burnout Challenge sind nur einige der zehn Spielarten, die Sie auf Ihrer Welttour bestreiten.
Zweischneidiges Schwert
Burnout-Tradition: Während der Rennen wird grundsätzlich keine Streckenkarte eingeblendet.
"Burnout: Dominator" erreicht durchaus das qualitativ hohe technische Niveau, das die Serie erfolgreich und Criterion Games berühmt gemacht hat. Begeisterung hat sich aber trotzdem nicht breitgemacht. Das liegt in erster Linie daran, dass das Geschwindigkeitsgefühl enttäuscht. Im Vergleich zur PS2-Fassung wirkt das Tempo zwar nicht lahm, aber doch irgendwie träge. Die Fahrzeuge sind allesamt hübsch anzuschauen, die Umgebung zeigt jedoch bisweilen kleine Grafikfehler in Form weißer Bildpunkte.
Kein Crashmodus
Die Steuerung überzeugt, das Fehlen zweier Schultertasten und eines Analog-Sticks macht sich nicht weiter bemerkbar. Dies sähe natürlich anders aus, wenn es den beliebten Crash-Modus noch gäbe. Doch dieser Spaßbringer wurde leider komplett und ersatzlos gestrichen. Vielleicht gibt es ja bei "Burnout 5" ein Wiedersehen.
