Hands-On-Test zu Brink: Gekonnter Mix aus Einzel- und Mehrspielerspaß
Ihr könnt euren Brink-Charakter frei nach eurem Willen gestalten und mit Upgrades ausrüsten.
Die Handlung von Brink ist recht unverbraucht: Nachdem die Welt unter den Fluten der globalen Erwärmung beinahe ertrunken wäre, sollte The Ark Rettung bieten. Diese künstliche, auf dem Meer schwimmende Insel sollte eigentlich der Rückzugsort für die Menschheit werden, doch alles kam anders als geplant. Wie in der fiktiven Stadt Rapture aus Bioshock, ging auch hier der menschliche Geist nicht mit den hochtrabenden Plänen einher: Ein Bürgerkrieg machte aus dem Utopia eine Dystopie, quasi das genaue Gegenteil des gelobten Landes.
Jetzt liegt es an euch, dem Spieler, diesem Szenario eine neue Wendung zu verpassen. Ihr entscheidet euch zwischen zewi verschiedenen Lagern, wobei die obligatorische Einteilung in Gut und Böse flach fällt. Die Security Forces stehen auf der Seite des Erbauers der Stadt, denn sie sind dessen direkte Nachfahren. Sie ließen Flüchtlinge in die Stadt und wollen einfach nur überleben. Die Resistance wehrt sich gegen die unterdrückende Obrigkeit und kämpft für Freiheit. Weder die Security Forces noch die Resistance haben in dieser zerrütteten Zukunftsvision irgendetwas zu verlieren.
Ihr könnt euren Brink-Charakter frei nach eurem Willen gestalten und mit Upgrades ausrüsten.
Jeder Held ist anders
Eines der Kernelemente von Brink ist der wirklich mächtige Charaktereditor. Denn nicht nur das Aussehen der Spielcharaktere ist anpassbar, auch Fähigkeiten, Kleidung und Waffenanpassungen kann der Spieler einzeln manuell vornehmen, ähnlich wie in einem RPG. Zu Beginn werden einem gleich die abstrusen Protagonisten ins Auge stechen. Sie sind zwar realistisch geraten, haben aber etwas comichaftes, was vor allem in den überzeichneten Gesichtszügen offensichtlich wird. Generell kann man zwischen drei Köperformen wählen: schlank, normal und supermuskulös. Je nachdem was man wählt, kann man unterschiedliche Waffentypen mit sich tragen und entsprechend besser Parcours laufen.
Im Prinzip ist das aber alles Eye-Candy und aus der Ecke "Nice to have". Viel wichtiger sind Fähigkeiten und Waffenmodifikationen, die es selbstredend nicht umsonst gibt. In jeder Runde verdient man durch Teamaktionen und Abschüsse XP, mit denen man im Level aufsteigt. Wer sich bei den Fähigkeiten schon auf eine Klasse (Engineer, Medic, Soldier und Assassin) spezialisiert hat, kann dann spezielle Attribute freischalten. Engineers etwa können Geschütztürme und Minen auslegen, die dann selbstständig Gegner über den Jordan bringen.
Dass Brink teamorientiert ist, merkt man schon allein daran, dass alle Klassen Möglichkeiten zur Gruppeninteraktion haben. Während in vergleichbaren Spielen meist nur der Medic Punkte absahnen kann, indem er seine Kameraden heilt, kann der Soldier Munition verteilen und der Engineer Waffen buffen. Außerdem hat jede Klasse eine Aufgabe, denn Missionen haben meist dynamisch mehrere Ziele. In der ersten Runde etwa übernehmen wir die Rolle der Security und müssen eine rollende Drohne auf ihrem Weg ins Feindgebiet beschützen. Wenn die Gegner sie beschädigen muss sie repariert werden, wenn Hindernisse im Weg stehen kann ein Assassin diese mit C4 wegblasen, aber immer wird auf den Klassenmix gesetzt. Cool, denn dadurch und die Tatsache, dass man durch das zentralisierte Schlachtfeld zum "Nahkampf" aufgefordert wird, vermeidet man langweilige Sniperfights.
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Was ich bisher nämlich gesehen und drüber gelesen habe, gefällt.