Microsoft entlässt Xbox-Chefs Robbie Bach und J Allard
Robert Bach (links), J Allard (rechts)
Microsoft organisiert seine Entertainment-Sparte neu: Unterhaltungsschef Robbie Bach und der Leiter von Design und Entwicklung im Entertainment-Bereich, J Allard, mussten gestern bei Microsoft ihren Hut nehmen. Die Entertainment-Division übernimmt jetzt stattdessen Microsoft-Chef Steve Ballmer. Der Unterhaltungsbereich umfasst neben Zune und Windows Mobile auch die Xbox-Konsole.
Robbie Bach war seit über 22 Jahren bei Microsoft tätig, J Allard seit 19 Jahren. Allard bleibt dem Unternehmen als Berater von Ballmer erhalten. Die leitenden Positionen von Allard und Bach werden nicht neu besetzt. Alle Berichte zum Unterhaltungssektor werden jetzt direkt an Microsoft-Chef Steve Ballmer weitergeleitet. Balmer wird nun deutlich mehr Einfluss auf den Games- und Entertainment-Sektor haben als zuvor.
Microsoft-Boss Steve Ballmer (rechts)
Microsofts Unterhaltungsbereich hatte in den letzten Jahren wenig Erfolge vorzuweisen. Abgesehen von der Xbox, an deren Entwicklung und Erfolg Bach und Allard maßgeblich beteiligt waren, hatte man auf vielen Entertainment-Märkten das Nachsehen. Zuletzt blieb allerdings auch der Xbox 360-Exklusivtitel Alan Wake hinter den Erwartungen zurück.
Der Musikplayer Zune hat eher wenig Erfolg. Und auch dem Smartphone-Markt musste sich Microsoft der Konkurrenz geschlagen geben. Nur zehn Prozent der Smartphones verwenden Windows Mobile - damit liegt MS deutlich hinter der Konkurrenz aus dem Hause Apple (21 Prozent), Googles Android (28) und dem Blackberry (36).
Zuletzt scheiterte man mit dem Projekt "Courier", für das J Allard verantwortlich gewesen ist. Der Tablet-Computer sollte unter anderem Apples iPad Konkurrenz machen. Doch das Projekt wurde eingestellt und Apple konnte schließlich den Tablet-PC-Markt für sich erobern.
Die neuerlichen Misserfolge und das Scheitern von Microsoft, aus dem Entertainment-Sektor einen High Profit-Bereich zu machen, dürften ausschlaggebend für die Entlassung der beiden Führungspersonen gewesen sein.
Quelle: Sueddeutsche.de, New York Times
Oh Mann, wenn man sich das so durchliest...
Verträge laufen aus und werden aufgelöst. Das ist Usus in der Geschäftswelt. Keiner hier kennt die Hintergründe für die Umstrukturierung, aber ordentlich rumblubbern, klugschwätzen und ablästern. :uff:
Ich finds scheiße, dass sie die Chefs feuern und deren "Macht" Steve Ballmer geben. Ich kann mir gut vorstellen, dass das weitreichende Konsquenzen haben wird. Und wenn er auch keine Erfolge vorzuweisen hat wird auch er früher oder später die Verantwortung wieder abtreten müssen.