Borderlands (PS3)

Release:
23.10.2009
Genre:
Action
Publisher:
Gearbox Software

Borderlands: Das Ego-Shooter-Rollenspiel im Test

24.10.2009 10:06 Uhr
|
Neu
|
Endlich im Test! Nach einigen Jahren Entwicklung inklusive Stilwechsel hin zum Cel-Shading-Look ist Borderlands endlich fertig. Wir stürzen uns für euch in den Test!

Der Test von Borderlands führt uns zu einer pechschwarzen Höhle, aus der ein markerschütterndes Geheul erklingt. Sehr gut! Das bedeutet, der hundeähnliche Skag hat unseren Köder gewittert. Mit Schritten, welche den Wüstenboden zum Beben bringen, stapft das fünf Meter hohe Monstrum hinaus ins Tageslicht und verschlingt den menschengroßen Braten mit einem Bissen. Obwohl Skagzilla – so der Kosename des Viechs – von der Bevölkerung gefürchtet wird und den Ruf eines Menschenfressers genießt, gibt es drei Dinge, die uns Mut machen: a) Unserem Auftraggeber ist der Schädel des Monsters eine üppige Bezahlung wert. b) Mit dem Level 22 stehen wir in der pandorianischen Nahrungskette ein gutes Stück über dem Touristenschreck. c) Unser frisch erbeuteter Säure-Raketenwerfer wird das Problem schon (auf)lösen.

Borderlands: Die richtige Mischung


Borderlands: Das Ego-Shooter-Rollenspiel im Test [Quelle: gearboxsoftware.com]
Wer unsere bisherigen Vorschau-Artikel verpasst hat, erfährt es spätestens jetzt: Borderlands ist ein Mix aus Ego-Shooter und Rollenspiel. In einem Open-World-Setting nehmt ihr demnach reihenweise Aufträge an, sammelt massig Erfahrungspunkte und levelt euer Alter Ego nach Strich und Faden auf. An und für sich ist das nichts Neues, bewies doch nicht zuletzt das grandiose Fallout 3, wie viel Spaß eine solche Symbiose machen kann. Entwickler Gearbox will sich in diesem Titel jedoch nicht nur mit einem Mad-Max-Szenario von der Konkurrenz abheben, sondern setzt zusätzlich noch auf die drei Faktoren „Koop-Action“, „Zufallsgenerator“ und „Cel-Shading-Optik“. Aus diesem Grund raten wir euch auch, die Kampagne nicht allein, sondern in einer Gruppe aus vier Spielern zu bestreiten. Auf diese Weise können die Spezialfähigkeiten der vier Charakter-Klassen „Soldat“, „Jäger“, „Berserker“ und „Sirene“ optimal kombiniert werden. Während der Berserker mit bloßen Fäusten Gegner zu Klump haut, schickt der Jäger aus der Entfernung einen blutrünstigen Greifen in den Kampf und die Sirene flieht bei Gefahr für einige Sekunden in eine sichere Parallelwelt. Schade: Bis auf diese individuellen Attacken spielen sich alle Klassen nahezu identisch und regen nach dem Durchspielen kaum zum erneuten Meistern der Kampagne an.

Borderlands: Diabolischer Zufall


Borderlands: Das Ego-Shooter-Rollenspiel im Test [Quelle: Take 2]
Schnell fällt auf, dass Borderlands seine Akzente im Action-Bereich setzt. Deutlich wird dies vor allem am Diablo-ähnlichen Item-System. Egal ob 08/15-Kanonenfutter oder fetter Zwischenboss: Beinahe jeder Gegner lässt nach seinem Ableben Geld, Munition und Waffen fallen. Ein Zufallsgenerator sorgt dabei dafür, dass ihr im ca. 20-stündigen Spielverlauf so gut wie nie dieselbe Wumme aufsammelt. Hier greift das Suchtprinzip: Abgefahrene Waffen-Kombos, wie etwa ein Raketenwerfer mit Säure-Munition oder Granaten, welche euch mit Energie versorgen, regen stetig zum Weitersammeln an. Und spielt ihr dabei in der Gruppe, trefft ihr auf dickere Gegner, die bessere Beute fallen lassen. Fein, fein!

Borderlands: Denk doch mal nach!


Borderlands: Das Ego-Shooter-Rollenspiel im Test [Quelle: 2K Games]
In Borderlands scheint aber nicht überall die Sonne: So bewegt sich die Gegner-KI auf einem durchschnittlichen Niveau. Zwar verschanzt sich das gegnerische Pack bei Beschuss ab und zu mal hinter einer Deckung. Viel zu oft laufen die Gegner aber unter Dauerfeuer dumm auf euch zu – Erinnerungen an die Serious Sam-Serie werden wach. Das geht definitiv besser! Auch gehört die schleppend in Fahrt kommende Handlung rund um eine mysteriöse Schatzkammer nicht gerade zu den Höhepunkten der Geschichtsschreibung.
Den simpel gehaltenen Rollenspiel-Part wollen wir nicht negativ bewerten. Zwar verteilt ihr pro Level-Aufstieg lediglich einen Erfahrungspunkt auf drei übersichtliche Skill-Bäume, dafür fühlen sich Rollenspiel-Neulinge kaum überfordert und pfeffern nicht schon nach ein paar Stunden frustriert den Controller in die Ecke. Für die bunte Cel-Shading-Optik ist übrigens die Unreal-3-Engine verantwortlich. Hier stört uns zwar, dass Texturen manchmal zu langsam laden, im Großen und Ganzen gefällt uns das grafisch Gebotene aber durchaus.

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Borderlands (PS3)
Spielspaß-Wertung

8 /10
Leserwertung
(67 Votes):
83 %
Alexander Wenzel
Gast

24.10.2009 10:06 Uhr
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Dein Kommentar
Mitglied
Bewertung: 0
19.07.2011 19:04 Uhr
Zitat: (Original von GenX3601966)
Okay, halte Dich für kompetent. Du darfst passieren! :D

Wer über die Brücke des Todes will gehen, muss dreimal Frage und Antwort stehen:rolleyes:?
Das mit der Kleinen passt schon, die ist 13. Man muss doch nur, wenn überhaupt, erklären, was fiktionaler Bullshit ist, und…
Mitglied
Bewertung: 0
16.07.2011 23:36 Uhr
Cool..ein Uralter Thread, den muss ich gleich mal stalken.


Hab Borderlands nun seit einigen Wochen hier rum liegen, mal für 5€ im Gamer Laden meines Vertrauens ergattert, habe es sogar angetestet..es ist nett..aber "nett" fesselt mich nun nicht an den PC.
Somit liegt es nun wieder im Schrank, bei den anderen "Netten" Spielen.
Mitglied
Bewertung: 0
16.07.2011 02:01 Uhr
Zitat: (Original von Alister777)
Danke. War lang nicht hier...doch, schon Moralapostel. Hier hast dein Leckerli.
Sie wird bestimmt ne Mörderin später, wenn ihr Madmax-mässige Mutanten über den Weg laufen oder Hunde, deren Köppe sich spalten.

Okay, halte Dich für kompetent. Du darfst passieren! 

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