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  • Borderlands 2 - Der Lockruf von Gefahr und Beute - Leser-Test von CrazyEddie90

    Was passiert, wenn man einen Ego-Shooter nimmt, diesen mit RPG-Elementen und ein bisschen Irrsinn kombiniert, das ganze leicht mit dutzenden Charakteren aufköchelt und einen völlig durchgedrehten Zufallsgenerator für Waffen/Artefekte/Schilde nimmt, das Ganze in eine Form gießt und es abkühlen lässt?Genau, man erhält Borderlands 2, den verrücktesten RPS, den die Welt je gesehen hat.


    (Gespielt mit allen Klassen auf Normal und "Wahrer-Kammerjäger", High und Low Grafik mit allen Add-Ons)

    "So, du willst also noch eine Geschichte hören? Eine, in der sich das Schicksal von Pandora entscheidet? Wenn nicht... Pech. Ich erzähl sie dir trotzdem."


    So geht das Intro und Marcus Kincaid erzählt uns die Vorgeschichte zu Borderlands 2 und auch, was im ersten Teil am Ende passiert ist und wie und warum die Hyperion Corporation auf Pandora gelangt ist. Und nach dem fulminanten Auftakt, in dem uns Handsome Jack mit einem Dummie in die Luft sprengt, werden wir von Claptrap eingewiesen, dem letzten Claptrap seiner Baureihe. Von ihm erhalten wir ein Klasse 12 Heads-Up-Display, was sich im Laufe der ersten Stunde nach und nach mit verschiedenen Anzeigen füllt.
    Die Reise nach Sanctuary ist eigentlich nur Tutorial, um die Grundfunktionen kennen zu lernen, etwa, dass auf "TAB" unser komplettes Menü erscheint mit Questlog, Skill-Bäumen, unserem Rucksack etc. Oder, dass die blaue Leiste unsere Schildenergie ist und die rote Leiste unsere Lebensenergie.
    Eine Art Freund/Feind-Radar a la der "Halo"-Reihe ergänzt unser HUD oben rechts in der Ecke, unten rechts steht unsere Waffenklasse nebst Munitionsanzeige und Granatenanzahl. Oben links werden Spieler angezeigt, die mit uns spielen, falls sich uns Spieler angeschlossen haben.

    Spieler angeschlossen? Oh ja, in Borderlands 2 kann man die Kampagne mit bis zu maximal 4 Spielern durchspielen, unabhängig von Level und eigenem Storyfortschritt. Das soll aber nicht weiter stören, unser eigener Questfortschritt wird dadurch nicht beeinflusst.

    Dann fangen wir mal an.

    Die Charakter-Klassen

    Commando
    Der Commando (Axton mit Name) ist ein Allrounder mit Spezialisierung auf maximale Kugelausschüttung und Unterstützung. Er kann alle Waffen gleichermaßen gut verwenden, ist aber vorzugsweise anzutreffen mit Maschinengewehren und Raketenwerfern. Durch seine Spezialfähigkeit "Auto-Gun" kann er ein Geschütz - im späteren Verlauf zwei Geschütze - einsetzen, welches sich automatisch auf Gegner in einer bestimmten Reichweite einschießt und diese dann relativ schnell niedermacht. Kills durch das Geschütz gelten ebenso für "Neue Stärke" wie eigene Kills. Die Auto-Gun kann man mit einem zweiten Lauf, einem Raketenwerfer und einem Blasenschild ausstatten, ebenso kann man es später an Wände oder Decken kleben. Die drei Skillbäume des Commandos beschäftigen sich vorzugsweise mit Präzision, Selbstheilung und Kugelausschüttung, ebenso Schildregeneration. Das Geschütz wird in Sachen Präzision, Schussgeschwindigkeit, Kampfkraft und Abklingzeit verbessert.

    Gunzerker
    Der Gunzerker ist unser wahnsinniges Frontschwein. Salvador (so heißt er) benutzt Maschinengewehre und Schrotflinten, um sich den Weg freizuballern. Und genau darauf ist der Gunzerker ausgelegt: maximaler Schaden und Regeneration. Seine drei Skillbäume beschäftigen sich mit Nachladegeschwindigkeit, der Chance auf neue Munition, Lebensenergieregeneration und die Möglichkeit, im "Kämpf um dein Leben"-Modus gunzerken zu dürfen.
    Was ist "gunzerken"? Gaaaaanz einfach. Aktiviert ihr den Gunzerker-Modus, verändert sich das Sichtfeld, alles pulsiert und ihr haltet nun zwei Waffen in der Hand. Zwei Waffen?! Ohja.
    Aufgrund seiner Spezialfähigkeit ist Salvador in der Lage, das erste (Slot 1+2) und zweite (Slot 3+4) Waffenpaar gleichzeitig zu tragen, abzufeuern und nachzuladen für maximale Schadenspotentierung. Dabei ist es egal, was für Waffen ihr ausgerüstet habt, Salvador nimmt sich einfach alles. So kann es passieren, dass ihr ein Scharfschützengewehr mit einem Raketenwerfer führt.

    Sirene
    Die Sirene (Maya mit Namen) ist eine der wenigen Sirenen auf Pandora. Sie kann mit ihren Kräften Feinde phaselocken, Freunde heilen, Gegnern Energie abziehen, sie verwirren, Schaden in Lebensenergie umwandeln und und und...damit beschäftigen sich nämlich ihre Skillbäume. Ihre bevorzugten Waffen sind SMGs, also Maschinenpistolen und damit teilt sie ordentlich Schaden aus.

    Assassine
    Der Assassine (Zero) ist der Fernkämpfer. Er benutzt Scharfschützengewehre und Pistolen und ist auf heimliche Schüsse spezialisiert, was einen Schadensbonus bringt. Seine Skillbäume sind auf Hinterhalt, Schadensreduktion und Schadenspotentierung ausgelegt, ebenso kann seine Spezialfähigkeit "Tarnung" verlängert werden und seine Schüsse werden verstärkt.
    Zero kann sich nämlich tarnen und erzeugt ein Phantombild von sich, was die Gegner ablenkt und uns die Zeit verschafft, eine bessere Schussposition zu finden, dem Kugelhagel auszuweichen oder einfach nur zu flüchten. Im Nahkampf verwendet Zero ein Energieschwert, einem Katana nicht unähnlich, womit er gehörig Schaden verteilt.

    Mechromancer
    Der Mechromancer (Gaige) ist die neue Klasse in Borderlands 2, erhältlich mit dem Seasons Pass oder der Premium-Edition von Borderlands 2.
    Der Mechromancer ist unser Mechanikergenie. Seine bevorzugten Waffentypen sind... alle. Hauptsache, mit Elementarschaden. Um diesen geht es auch in den Skillbäumen. Ihre Spezialfähigkeit ist ein von ihr entworfener Roboter, genannt "DeathTrap" oder "DT", wie sie ihn nennt. Ein Roboter mit Nahkampfkrallen, Flugabwehrelektrogeschützen und einem Laser. Alles an ihm kann verbessert und verstärkt werden, ebenso kann er aufgrund eines Skills das Schild seines Herrn hochpushen, wenn dieses zu Neige geht. Gaige selbst wird Lebensregeneration und divesen Kleinigkeiten ausgestattet, zum Beispiel einem erhöhten Schaden auf Feuer und kritischen Treffern.

    Technik und Waffen

    Borderlands 2 kommt wie gewohnt in der alten Cell-Shading-Textur daher. Texturen laden wie in Teil 1 immer noch einige Sekunden nach, was erst unschön aussieht, sich dann aber zunehmend verbessert. Auf niedrigen bis mittleren Einstellungen ohne PhysX merkt man keinen Unterschied, dreht man aber die Zähler alle auf Maximum, erstrahlt Borderlands 2 in einer Pracht, die seinesgleichen sucht.
    Gestochen scharfe Texturen (die trotzdem nachgeladen werden), feine definierte Schüsse, mehr Blut und wenn die Schüsse irgendwo landen, wo sie nicht landen sollten (Stein, Holz, Eis, Schnee, Sand etc), dann spritzt das Material weg und hinterlässt kleine Beweisstücke und Einschusslöcher wie im realen Leben. Das sieht nicht nur fantastisch aus, sondern bringt auch noch jede Menge Spaß.
    Bei den Waffen ist es einfach: man hat die Grundmodelle für Raketenwerfer, MGs, SMGs, Pistolen, Schrotflinten und Scharfschützengewehre. Die werden dann nochmal auf verschiedene Hersteller aufgeteilt (Torgue, Hyperion, Dahl und diverse andere) und dann mixt und schüttelt der Zufallsgenerator so lange und kräftig, bis er zufrieden ist, holt eine zufällige Waffe aus der Versenkung und gibt sie euch. Hierbei kann alles variieren, vom einfache Grundschaden hin bis zu den Elementareffekten und den kritischen Treffern nebst Nachladezeit. Höherlevelige Waffen müssen dementsprechend nicht besser sein.
    Elementareffekte sind: Korrosion/Säure, Feuer, Elektro, Explosiv und Slag. Erklärt sich von selbst, bis auf Slag. Dieser Schaden tut eigentlich wenig, macht allerdings das Ziel anfälliger gegen alle anderen Schadensarten. Je nach Elementschaden feuern die Waffen entsprechend, heißt, eine Schrotflinte mit Explosivschaden wird nie die Projektilgeschwindigkeit erreichen wie eine Schrotflinte ohne Explosivschaden.

    Badass, Belohnungen und Seltenheitsgrad

    In Borderlands kriegt man pro Herausforderung eine bestimmte Anzahl an Badass-Tokens. Diese können eingesetzt werden um zB die Schild-Ladeverzögerung zu senken, schneller nachzuladen, die Gesundheit zu erhöhen, generell Schaden von Granaten, Schusswaffen und Nahkampf zu erhöhen etc etc etc. Diese Badass-Ränge sind quasi unendlich, je mehr man macht, umso mächtiger wird man.
    Je mehr man forscht, kämpft und lootet, umso mehr belohnt einen das Spiel auch in Form von Waffenkisten und Geld. Je größer die Waffenkiste, umso besser die Beute. Meistens jedenfalls. Die einzige Waffenkiste, die ihr nur mit Goldenen Schlüsseln aufbekommt, steht in Sanctuary und kann pro Schlüssel (Standardmäßig ein Schlüssel, mit dem Premium Pass zwei Schlüssel) je zwei seltene (lila) Gegenstände enthalten. Dabei ist es der Truhe egal, ob ihr die gerade braucht oder nicht braucht, sie gibt einfach. Das können Artefakte sein, Schilde, Granatenmods etc. Sind Waffen dabei, sind die in 99% der Fälle besser als die, die ihr ohnehin schon habt. Mit stetig steigendem Level erhöht sich auch das Level der Gegner, so kann man nicht overpowerd durch die Gegend stapfen.
    Der Seltenheitsgrad der Gegenstände ist gestaffelt, aufsteigend nach dieser Reihenfolge: Weiß, grün, blau, lila, orange und cyan, wobei ich selbst mit meinem Account noch keinen Gegenstand mit Cyan gesehen habe.

    Spielmodi

    Es gibt generell nur zwei Spielmodi in Borderlands 2 und das ist der normale Modus und der "Wahre-Kammerjäger"-Modus. Storytechnisch sind sie die gleichen, aber damit enden die Ähnlichkeiten, denn jetzt gehts ans Eingemachte.
    Werdet ihr in Borderlands 2 auf "Normal" mit eurer Schrotflinte mit 432x15 Schaden mit einem Psycho locker fertig, interessieren sich die Psychos im "Kammerjäger"-Modus dafür eigentlich gar nicht. Jeder Gegnertyp auf Normal wurde im neuen Modus verbessert, verstärkt und unendlich viel tödlicher gemacht. So heißen Rakks nicht mehr Rakks, sondern "Sky Hunter", was es ziemlich genau trifft.
    Ebenso wurde aber auch die Beute angepasst, heißt Waffen, Schilde, Geld, Artefakte sind ebenso mächtig wie die Feinde. Raketenwerfer mit 20.000 Schaden? Klar, kein Problem.

    Fazit

    Erst überhaupt nicht angetan von der Borderlands-Reihe, war ich dann doch ziemlich begeistert, vor allem der übergangslose Singleplayer-to-Multiplayer-Bereich machen aus diesem Spiel eine echte Perle, bereit für jede LAN, prädestiniert für zukünftige Spiele.

  • Borderlands 2
    Borderlands 2
    Publisher
    2K Games
    Developer
    Gearbox Software
    Release
    21.09.2012

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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1041020
Borderlands 2
Borderlands 2 - Der Lockruf von Gefahr und Beute - Leser-Test von CrazyEddie90
Was passiert, wenn man einen Ego-Shooter nimmt, diesen mit RPG-Elementen und ein bisschen Irrsinn kombiniert, das ganze leicht mit dutzenden Charakteren aufköchelt und einen völlig durchgedrehten Zufallsgenerator für Waffen/Artefekte/Schilde nimmt, das Ganze in eine Form gießt und es abkühlen lässt?Genau, man erhält Borderlands 2, den verrücktesten RPS, den die Welt je gesehen hat.
http://www.gamesaktuell.de/Borderlands-2-Spiel-19285/Lesertests/Borderlands-2-Der-Lockruf-von-Gefahr-und-Beute-Leser-Test-von-CrazyEddie90-1041020/
20.12.2012
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borderlands 2
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